🍓🍓 Rohköstliche Erdbeer-Schoko-Torte: clean, vegan, glutenfrei 🍓🍓

Die meisten meiner Zubereitungen lassen sich der Kategorie „Kinderüberraschung“ zuordnen. Mit anderen Worten: sie entstehen in über 90% der Fälle völlig spontan und ohne Rezeptvorlage, denn dieses ergibt sich während der Zubereitung. Ich kombiniere einfach sämtliche Zutaten, die mir beim Durchstöbern des Vorratsschranks über den Weg laufen und die geschmacklich sowie texturmäßig miteinander harmonieren bis eine gut verarbeitungsfähige Masse entsteht. Um zumindest annähernd präzise Mengenangaben zu bekommen, habe ich mir angewöhnt meine Vorratsgefäße vor und nach der Entnahme zu tarieren – für reproduzierbare Ergebnisse. Wenn ich einen inspirierenden Impuls erhalte, beginne ich zu den unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten in meiner Küche herumzuwirbeln. Da bildet auch der folgende Rawcake keine Ausnahme. 

Den entscheidenden Input lieferte mir einmal mehr unser Permakultur-Garten. Zur Zeit wachsen und gedeihen die Erdbeerpflänzchen, so dass wir kaum mit ernten hinterher kommen. Gerade habe ich erneut einen bis an den Rand gefüllten 10-Liter-Eimer abgenommen. Wir kultivieren vier verschiedene Sorten: Mieze Schindler, Korona, Ostara und Senga Sengana. Für mich gehört diese Sammelnussfrucht zu den absoluten Superfoods, denn sie versorgt unseren Körper mit essentiellen Inhaltsstoffen wie Vitamin C (hier decken bereits 200 g den Tagesbedarf), Folsäure, Kalium, Eisen, Zink, Calcium sowie dem Antioxidanz Beta-Carotin, welches als Radikalfänger zum Schutz unserer Zellen beiträgt. 

Wie also eine so riesige Menge verwerten? Natürlich in erster Linie frisch verzehren – zum Frühstück, Mittag, Abendessen; einen Teil für den Wintervorrat einfrosten und schließlich den Rest kreativ verarbeiten – z.B. in Form des folgenden Rezeptes:

Zutaten für Springform ∅ 18 cm:

Boden:

  • 40 g Walnüsse
  • 40 g Cashews
  • 40 g Paranüsse
  • 30 g Kokosraspeln
  • 75 g Datteln
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL gemahlene Vanille
  • 12 Erdbeeren

Füllung:

  • 250 g Cashewmus (ich stelle es nach dieser Anleitung her)
  • 100 g Dattelpaste (nach diesem Rezept)
  • 6 EL Kokosöl
  • ½ TL gemahlene Vanille
  • Creme 1: 
    • 2 EL Kakaopulver
    • 2 EL Kakaonibs
  • Creme 2:
    • 350 g Erdbeeren
  • Deko:
    • ca. 150 g Erdbeeren

Zubereitung:

  • Springformboden mit Backpapier auslegen, Kokosöl schmelzen, Erdbeeren waschen, putzen und 350 g pürieren
  • Boden herstellen: Kerne und Nüsse mit Datteln im Blender grob zerkleinern, dann Salz, Kokosraspeln sowie Vanille zufügen und mixen, so dass leicht klebrige Konsistenz entsteht
  • Boden in Form geben und festdrücken, Erdbeerhälften vertikal darauf verteilen (mit Innenseite nach außen) und kühl stellen
  • Creme-Basis herstellen: Cashewmus mit Dattelpaste, Vanille und Kokosöl ca. 1-2 min. im Standmixer zu glatter Masse homogenisieren
  • Creme halbieren – 1. Hälfte: Kakaopulver und Nibs zufügen; 2. Hälfte: Erdbeerpüree dazu und alles mit Teigschaber glatt rühren
  • Erdbeercreme auf Boden verteilen und kühl stellen
  • Kakaocreme auf Erdbeerschicht geben, glatt streichen und mit restlichen (ca. 150 g) Erdbeeren dekorieren
  • alles für einige Stunden im TK lagern und vorm Servieren zum Auftauen in Kühlschrank stellen

Wie immer könnt ihr die Ingredienzien beliebig nach eurem Gusto variieren und somit eure Torten ganz flexibel und individuell zusammenstellen. Gerade die Zutaten für den Boden könnt ihr komplett frei wählen. Falls ihr Nüsse nicht mögt oder allergisch darauf reagiert, könnt ihr ihn z.B. nur mit Kokosraspeln oder Mandeln herstellen. Interessant stelle ich mir auch eine Variante mit aktivierten Saaten (z.B. Sesam, Mohn oder Sonnenblumenkernen) als Komponenten vor. Anstelle der Datteln könnt ihr auch andere Trockenfrüchte wie Feigen, Aprikosen, Pflaumen oder Kirschen verwenden. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich integriere vorzugsweise die Produkte, die mir sowieso gerade im Haushalt zur Verfügung stehen und die sich als meine absoluten Basics immer im Vorratsschrank tummeln. 

Torte9Die Basis für beide Cremes besteht in diesem Fall aus Cashewmus, welches ich meist (u.a. für meine Cascintella-Creme) auf Vorrat herstelle. Alternativ könnt ihr auch Cashews einweichen und diese verwenden. Hier solltet ihr eventuell noch ein wenig Flüssigkeit ergänzen (z.B. Pflanzenmilch oder Wasser), um glatte Cremes zu erhalten. Bevor ihr sie auftragt, empfehle ich euch, die Torte jeweils kurz im Gefrierschrank zu platzieren, so dass sie bereits leicht durchkühlt. Auch bevor ihr die Deko auflegt, solltet ihr sie noch einmal kühlen. Auf diese Weise erhaltet ihr einen noch besseren Schichteffekt. In dieser Hinsicht bin ich leider ein wenig zu ungeduldig 😅. Außerdem wollten meine Mum, die sich schon wahnsinnig auf die Kreation gefreut hat und ich sie unbedingt zusammen verkosten.

Torte8Fazit: wir wurden nicht enttäuscht. Die Kombi Schoko-Erdbeere erweist sich generell als absolutes Traum-Duo. Das Resultat: eine extrem fruchtige Torte mit intensivem Erdbeeraroma, da ich die Früchte – aufgrund der großen Menge, die mir zur Verfügung stand – in nahezu jede Schicht integriert habe. Die Torte sollte so „erdbeerig“ wie möglich schmecken und durch die beiden Cremeschichten zerschmilzt sie geschmeidig auf der Zunge mit einer fruchtig-schokoladigen Note im Abgang. Dazu gesellen sich die nussigen Aromen und die knackigen Kakaonibs, welche eine crunchy Textur im Mund erzeugen. Kurzum: meine Mum und ich waren absolut begeistert 💚, was nicht zuletzt der Qualität unserer garteneigenen Erdbeeren zu verdanken ist, die kurz nach der Ernte im perfekten sonnengereiften Zustand bereits verarbeitet wurden.

Den Rawcake lege ich euch wärmstens ans Herz. Bei dieser cleanen, glutenfreien und verhältnismäßig gesunden Nascherei werden die Herzen eurer Mitmenschen höher schlagen. Die Torte hält sich bei kühler Lagerung ca. 2-3 Tage. Alternativ könnt ihr sie allerdings auch einfrosten und über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.

Weitere Ideen zur Verarbeitung von Erdbeeren findet ihr sowohl hier als auch unter diesem Link.

Wenn ihr das Rezept ausprobiert oder euch Fragen und weitere Ideen auf der Seele brennen, so postet mir gern euer Feedback in den Kommis oder stattet mir einen Besuch auf Facebook und Instagram ab.

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Zurück zu den Wurzeln – ein ganz besonderer Potluck

Aus einem kleinen zarten Setzling erwächst eine starke stattliche Pflanze. Mein Herz wird ein um’s andere Mal mit größter Freude und tiefster Dankbarkeit erfüllt, wenn ich diesem fantastischen Naturphänomen beiwohnen darf. Genau jenen – für mich erhebenden – Moment möchte ich mit meinen liebsten Herzensmenschen teilen, indem ich einen kleinen Teil des Vitalprozesses weiterreiche. Aus diesem Grund freue ich mich ganz besonders auf unseren Familienpotluck im Juni, da er unter dem Motto „ursprüngliche, naturbelassene, puristische Rohkost“ stattfindet – quasi “Back to the Roots”. Es werden keinerlei Gourmet-Zubereitungen präsentiert, sondern lediglich frisches Obst, Gemüse, Kräuter oder Sprossen kredenzt. Alles komplett natürlich ohne jeglichen Saucen, Dressings oder Gewürze. Man erlebt das einzigartige Aroma qualitativ hochwertiger Früchte und Gemüsesorten, welche nicht nur die Geschmacksknospen schulen, sondern auch die Gemüter eines  jeden Teilnehmers in ihrer puristischen und facettenreichen Vielfalt begeistern. Somit fokussiert sich dieses Event weniger auf die Leckereien, sondern hauptsächlich auf inspirierende Gespräche und zwischenmenschliche Interaktionen 💚. Der Zeitpunkt hätte von Silke nicht perfekter gewählt werden können, denn gerade jetzt wachsen und gedeihen die Erzeugnisse unseres Gartens, so dass mir einiges an eigenem Obst und Gemüse zu Verfügung steht, welches ich mit meiner Potluckfamilie teilen darf. Denn mehr “Bio” als Produkte aus eigener Quelle wird man nirgends finden. Bereits vor über 60 Jahren wurde unser Garten von meinem (leider im letzten Jahr verstorbenen) Opa im Stil der Permakultur angelegt. Er hegte und pflegte ihn über all die Jahre und versorgte uns auf diese Weise mit hochwertigen LEBENSmitteln. Vor einiger Zeit übernahmen meine Mutti und ich sein Vermächtnis und versuchen unser Möglichstes, um Opas Lebenswerk in seinem Sinn weiterzuführen. 

Aus unserem Sortiment begleiten mich folgende Obst- und Gemüsesorten nach Leipzig: 

Gurken3Gurken: sie gehören zur Familie der Cucurbitaceae (Kürbisgewächse). Bereits im letzten Jahr testeten wir fünf neue Samen-Sorten aus, die wir nach Vorkultivierung in Anzuchttöpfen ins Freiland setzten. Da sie uns alle ausnahmslos überzeugt haben, wurden sie auch diese Saison gepflanzt. Allerdings benötigen sie noch einige Zeit, ehe sie Erträge liefern. Aus diesem Grund haben wir zusätzlich noch aus unserer lokalen Bio-Kleingärtnerei die Sorte „Mini-Deltastar“ als Jungpflanzen bezogen, die wir ins Gewächshaus setzten und die pünktlich zum Potluck bereits einige Exemplare liefern 😀. Gurken enthalten neben sehr viel Wasser v.a. essentielle Nährstoffe wie Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin C, Kalium und Calcium. 

KopfsalatKopfsalat: entstammt der Familie der Asteraceae (Korbblütler). Er gedeiht bei niedrigen Temperaturen. Wir setzen ihn Ende Februar ins Gewächshaus (dort verbleibt er auch), so dass wir bereits im April erste Köpfchen ernten konnten. Die Pflänzchen, die wir später ins Freiland umsiedeln, ziehen wir ab Mitte März vor. Nach ca. einem Monat verlassen sie das Gewächshaus und erhalten ihren endgültigen Standort außerhalb. Neben sehr viel Wasser enthält Kopfsalat die Vitamine A, C und Folsäure sowie die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Phosphat – allerdings in deutlich geringeren Mengen als die meisten anderen Gemüsesorten und Wildkräuter.

TomatenTomaten: werden botanisch den Solanaceae (Nachtschattengewächsen) zugeordnet. Die Pflanzen beziehen wir ebenfalls aus unserer lokalen Bio-Kleingärtnerei, die alle Setzlinge liebevoll heranziehen. Einige pflanzen wir ins Freiland in unser neues mobiles Tomatenzelt, andere ins Gewächshaus, um die Wartezeit zu verkürzen 😉. In unserer Familie erfreuen sie sich ganz besonders großer Beliebtheit – nicht zuletzt aufgrund ihrer gesunden Nährstoffe – wie Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin K, Kalium, Calcium, Magnesium und Lycopin (Antioxidanz, welches als Radikalfänger zum Schutz der Körperzellen beiträgt) – so dass wir stets große Mengen kultivieren. Für den Potluck habe ich einige Exemplare unserer Fleischtomaten aus dem Gewächshaus abgenommen. 


ErdbeerenErdbeeren:
entstammen der Familie der Rosaceae (Rosengewächse) und werden von meiner Familie heiß und innig geliebt 💚. Wir kultivieren dementsprechend einige unterschiedliche Sorten u.a. die gute alte „Mieze Schindler“ (die Lieblingssorte meines Opas), die aromatische, aber leider weniger ertragreiche „Senga Sengana“ sowie die beiden ganzjährig tragenden „Korona“ und „Ostara“. Außerdem gesellte sich noch eine Topferdbeere hinzu, welche in unserem Gewächshaus beheimatet ist. Sowohl die Pflanzen im Freiland als auch im Inneren liefern pünktlich zum Potluck erste Erträge, so dass mir von jeder Sorte einige Früchte zur Verfügung stehen. Zu den für uns essentiellen Inhaltsstoffen der Sammelnussfrucht zählen u.a. Vitamin C (bereits 200 g decken unseren Tagesbedarf), Folsäure, Kalium, Eisen, Zink, Calcium sowie das Antioxidanz Beta-Carotin, welches als Radikalfänger zum Schutz unserer Körperzellen beiträgt.

Kohlrabi1Kohlrabi: aus der Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler) enthält u.a. die Vitamine A, B1, B2, C und Niacin sowie die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Phosphat, Magnesium, Kalium und die antibaktierell, keimtötend wirkenden Senfölglykoside. Wir haben sehr lange benötigt, um einen richtig aromatisch schmeckenden, buttrigen Kohlrabi mit zartem Schmelz zu finden. Als unangefochtene Nummer 1 kristallisierte sich der Kohlrabi „Korist“ heraus, der genau diese Kriterien erfüllt. Die Samen pflanzen wir im März in Anzuchttöpfe und lagern sie im Warmen. Sobald sich die ersten Blättchen bilden, wird der künftige Kohlrabi pikiert. Die kräftigen Pflanzen siedeln wir dann sowohl ins Gewächshaus als auch ins Freiland um. Letztere zeigen bereits erste kleine Erträge, die ich gern mit meiner Potluck-Familie teilen möchte.

RettichRettich: auch er gehört der botanischen Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler) an und zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin C, Vitamin K, Kalium, Calcium, Phosphat, Eisen, Magnesium und Senfölen aus. Unsere favorisierte Sorte „Neptun“ besitzt einen sehr intensiven und scharfen Geschmack. Parallel zu den Radieschen setzen wir bereits Anfang März die ersten Exemplare ins Gewächshaus. Dazu glätten wir die Saaterde vor und sähen die Samen ca. 2 cm tief mit einem Abstand von ca. 10 cm. Anfang April ernten wir dann unsere ersten Exemplare. Ab Ende März erfolgt dann die bedarfsweise Direktsaat ins Freiland.

Radieschen: als enge Verwandte des Rettichs gehören sie der gleichen Familie an und enthalten identische essentielle Nährstoffe. Unsere seit Jahren präferierte Sorte hört auf den Namen „Rudi“ und zeichnet sich durch seine aromatisch-würzige Schärfe aus. Mit diesen Frühlingsboten eröffnen wir Anfang April die neue Gartensaison. Wir sähen sie dann – je nach Bedarf – peu à peu ins Gewächshaus und Freiland aus, so dass wir über einen langen Zeitraum mit diesem tollen Wurzelgemüse versorgt sind. Dementsprechend ein absolutes Muss für unseren Potluck 😃.

Last but not least: Champignons. Ob ihr’s glaubt oder nicht – der beliebte Speisepilz lässt sich tatsächlich sehr einfach selbst kultivieren. Ich verwende hierfür ein Pilzzuchtset eines mittelständigen Bio-Unternehmens, die mehrere Sorten anbieten. Seit Oktober letzten Jahres ziehe ich sie mir in (mehr oder weniger) regelmäßigen Abständen heran. Dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe bilden sie einen wichtigen Pfeiler meiner veganen, cleanen Ernährung. Neben den Vitaminen B1 und B2 enthalten Champignons Vitamin K, Biotin und Folsäure. Weitere wichtige Nährstoffe: Kalium, Kupfer, Phosphor, Selen und Eisen. Mit einem Proteingehalt von ca. 4% liefern sie mehr Eiweiß als die meisten Gemüsesorten, so dass sie – gerade für uns Veganer – neben den Hülsenfrüchten eine ausgezeichnete Fleischalternative darstellen. Falls ihr an der Anzucht eigener Champignons interessiert seid, dann verlinke ich euch hier die detaillierte Anleitung.

Genauere Informationen sowie persönliche Erfahrungen über meine favorisierten Obst- und Gemüsesorten findet ihr in meiner kleinen Mini-Serie, die ich bereits im Jahr 2016 publiziert habe und seither Stück für Stück erweitere und aktualisiere. Dort gelangt ihr zu den einzelnen Veggies, von denen wir ca. 90% im eigenen Garten anbauen:

  • Teil 1 beschäftigt sich mit Äpfeln, Auberginen, Bananen, Birnen, Bohnen, Brokkoli, Chilis, Datteln, Erbsen und Erdbeeren.
  • Im 2. Teil betrachte ich Gurken, Himbeeren, Johannisbeeren, Kartoffeln, Kirschen, Knoblauch, Kohlrabi, Kopfsalat und Kürbis intensiver.
  • Im Teil 3 wende ich mich dem Mais, Möhren, Nektarinen, Paprika, Passionsfrucht, Pflaumen, Porree, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rosenkohl, Rotkohl und Rucola zu.
  • Im 4. und letzten Teil beleuchte ich Sellerie, Spargel, Spinat, Stachelbeeren, Süßkartoffeln, Tomaten, Weintrauben, Weißkohl, Wirsing, Zucchini und Zwiebeln genauer.

Im Folgenden noch ein kleiner Überblick über unser rohköstliches Buffet:

Silke

Silke am Piano 💚

Erneut ein Potluck voller Highlights. Da weiß ich gar nicht, mit welchem ich starten soll – am besten chronologisch: Vor Beginn unserer Rohkosttreffen stattete ich – wie bereits bei den letzten Malen – meiner lieben Freundin Silke einen Besuch ab, die auch unsere Events organisiert. Hier gelangt ihr zu ihrem fantastischen YouTube-Channel. Schaut unbedingt vorbei. Er dient mir bereits seit fast auf den Tag genau 2 Jahren als wertvolle Inspirationsquelle. Dementsprechend genieße ich jedes Mal aufs Neue den intensiven Austausch mit ihr. Dass Silke zu einem der vielseitigsten Multitalenten gehört, wusste ich bereits. Doch dass sie auch auf dem musikalischen Gebiet bewandert ist, war mir bis dato noch unbekannt. Doch dann präsentierte sie mir auf dem Piano ihr Lieblingswerk des französischen Komponisten Erik Satie (1866-1925) – Gnossienne 1. Ein an sich bereits großartiges Stück, welchem durch Silkes Interpretation neues Leben eingehaucht wurde. Ihre Performance hat mich wahnsinnig berührt und gleichzeitig erfreut – ein grandioser Auftakt zu einem der besten Potlucks an welchem ich bisher teilnehmen sollte.

Im Agra-Park eingetroffen erwartete uns eine fantastische Überraschung: unser Christian war von seiner Deutschlandwanderung zurückgekehrt und partizipierte an diesem besonderen Potluck in Leipzig. Meine Freude über seine Anwesenheit und die von ihm ausgestrahlte Herzenswärme vermochte ich kaum zu zügeln 😃. Durch ihn, Silke und nicht zuletzt der geführten Meditation durch Kati entstand eine fantastische Gruppendynamik – eine Atmosphäre der Wärme, positiver Energie und Liebe wurde kreiert. Für ausreichende Entspannung sorgte die liebe Jacqueline mit ihrem Klangbrett, die uns mit einer wundervollen Massage verzauberte und mich auf diese Weise auf eine Reise in mein innerstes Selbst führte (tausend Dank noch einmal an dieser Stelle 🙏🏽).

Maha

Maharani inspirierte uns mit ihrem Kundalini-Yoga

Definitiv einer der entspanntesten Potlucks für mich – nicht zuletzt auch durch einen ausgiebigen Spaziergang im Agra-Park mit meiner großartigen Herzensfreundin Minh. Wir beide durchleben im Moment sehr intensive Transformationsprozesse und der Austausch mit ihr verleiht mir jedes Mal von Neuem eine unwahrscheinliche Kraft. Ein wirklich wundervoller und inspirierender Herzensmensch.

Direkt im Anschluss feierte ich meine Yoga-Premiere. Lange hatte ich bereits diese Entspannungstechnik für mich ins Auge gefasst und dank meiner lieben Freundin Maharani konnte ich nun diesen Punkt auf meiner To-Do-Liste in die Tat umsetzen. Nach einigen Monaten Abstinenz nahm sie endlich wieder am Potluck teil und erläuterte uns die Techniken des Kundalini-Yogas. Bei der aus Nordindien stammenden Form, die auch als „Yoga der Bewusstheit“ bezeichnet wird, handelt es sich um eine besondere Technik, die neben Meditations- und Körperübungen auch Heilmethoden und Ernährungslehren umfasst. Der größte Vorteil: diese Form eignet sich hervorragend für Anfänger, da sie auf einfachen Grundhaltungen basiert, die auch in den praktischen Alltag perfekt integriert werden können. Selbst ich als absoluter Newbie konnte ihren Anweisungen problemlos Folge leisten. Wir meditierten zu den Mantras „Sat Nam“ (Mein Name ist Wahrheit) und „Sa Ta Na Ma“ (Geburt, Leben, Tod, Wiedergeburt). Danach fühlte ich mich wie neu geboren – eine absolute Offenbarung für mich. Ich werde mich definitiv in Zukunft intensiver mit der Kundalini-Technik und dem Yoga im Allgemeinen auseinandersetzen, so dass ich ganz spontan bereits für übernächstes Wochenende einen Workshop im Harz gebucht habe 😁.

Die Kombination aus der großartigen positiven Atmosphäre und den liebenswerten Menschen mit all ihrer Herzlichkeit bilden eine Oase der Wärme und Ruhe in unserer stressgeplagten, hektischen Leistungsgesellschaft. Unzufriedenheit, Wut, Druck – Attribute, die unsere sozialen Strukturen maßgeblich prägen und nachhaltig dominieren, werdet ihr hier vergeblich suchen. Stattdessen wird die Atmosphäre erfüllt mit Dankbarkeit, Achtsamkeit und Respekt. Aus unseren Potlucks schöpfe ich eine unglaubliche mentale und physische Kraft, welche mir hilft, meinen körperlichen Gesundheitszustand im Heilungsprozess weiter zu manifestieren. 

Egal welcher Ernährungsform ihr angehört – ich kann nur jedem empfehlen ein solches Event zu besuchen. Ihr werdet es nicht bereuen! Versprochen!

 

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Beerige Müsli-Muffins: vegan, clean, glutenfrei

Seit meiner Ernährungsumstellung auf „clean eating“ vor ca. 2 Jahren gehört das morgendliche Müsli zum obligaten Bestandteil meines Frühstücks. Es verleiht mir ausreichend Power für einen optimalen Start in den Tag. Zu Beginn habe ich neben diversen Nüssen und Kernen als Basis Haferflocken, später Dinkelflocken integriert. Doch seit einigen Monaten verwende ich ausschließlich Getreide bzw. Pseudogetreide in gekeimter Form (u.a. Roggen, Dinkel, Gerste, Buchweizen, Quinoa). Getoppt wird die Zubereitung noch mit frischem Obst der Saison (im Moment verarbeite ich unsere garteneigenen Beerenfrüchte) und mit meiner Zimt-Vanille-Cashewmilch verfeinert. Genau darüber habe ich mich vor einiger Zeit mit meiner Patentante unterhalten und stellte beiläufig fest, dass ich ja die klassische Müsligrundlage in Form von Cornflakes noch nie ausgetestet habe. Ein wirklich herzensguter Mensch – überfürsorglich und liebenswert, so dass sie für mich gleich bei ihrem nächsten Einkauf eine Packung (sogar in Bioqualität) erwarb. Zwar enthalten die Flakes weder Gluten noch zusätzlichen Zucker – soweit so gut – doch leider trafen sie absolut nicht meinen Geschmack. Außerdem habe ich mit den Getreidesprossen meine momentan perfekt Müslibasis gefunden. 

Die Flakes zu entsorgen kommt natürlich für mich auf keinen Fall in Frage – generell sollten Lebensmittel niemals im Müll landen. In meinen Augen eine absolute Todsünde! Stattdessen überlegte ich mir, wie ich sie sinnvoll verwerten könnte. Dabei fiel mir auf, dass ich schon seit ewigen Zeiten keine Muffins mehr gebacken hatte, denn mein klassisches Grundrezept lässt sich weder der cleanen noch veganen Ernährungsform vereinbaren. Also durchstöberte ich quantitativ meine Vorratsschränke und stieß dabei auf folgende Produkte:

Zutaten für 14 Stück:

  • 200 g Cornflakes
  • 60 g Kokosraspeln
  • 4 EL Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 3 überreife Bananen
  • 200 g Dattelpaste (alternativ: Yaconsirup o.a. Süßungsmittel eurer Wahl)
  • 100 ml Cashewmilch (nach dieser Anleitung, allerdings ohne Zugabe von Zimt und Vanille)
  • ca. 150 g Chia-Erdbeer-Konfitüre (hier gelangt ihr zum Rezept) 
  • 7 frische Erdbeeren zur Deko

Zubereitung:

  • Backofen auf 200°C vorheizen und Muffinblech mit Förmchen auslegen
  • der Cornflakes im Blender mahlen und Rest grob zerbrechen
  • Flakes mit Kakao, Backpulver, Kokos, Vanille und Salz in Schüssel vermischen
  • in hohem Gefäß Bananen mit Cashewmilch und Dattelpaste pürieren und zu trockenen Zutaten geben
  • alles zu homogenem Teig verarbeiten, in Muffinförmchen füllen und ca. 25 min. backen (Stäbchenprobe)
  • Muffins gut auskühlen lassen! und mittig mit scharfem Messer aufschneiden
  • Chia-Erdbeer-Konfitüre darauf verteilen, beide Teile zusammenfügen und einen kleinen Klecks auf obere Hälfte setzen
  • Erdbeeren halbieren und Muffins mit Beerenhälften dekorieren

Da meine Muffin-Erfahrungen auf dem veganen und glutenfreien Gebiet absolut limitiert sind, habe ich mich an die Mengenverhältnisse nach und nach herangetastet bis der Teig in meinen Augen eine vielversprechende Konsistenz angenommen hatte. Zugegebenermaßen optisch nicht wirklich ansprechend, aber bekanntlich zählen ja die inneren Werte und die konnten mich restlos überzeugen – soll heißen: geschmacklich absolut delikat 😋. Auch meiner Mum haben sie extrem gut gemundet, so dass sich gleich mehrere Exemplare hintereinander verspeiste. 

Müsli-Beeren-Muffins5Meine Chia-Beeren-Konfitüren süße ich prinzipiell nie nach, da sich unsere garteneigenen Früchte durch eine hohe Geschmacksintensität auszeichnen und ich durch meine clean-vegane Ernährung prinzipiell wenig Süße benötige. Ihr könnt sie natürlich mit eurem präferierten Mittel (z.B. Yaconsirup oder ferner auch mit Ahornsirup bzw. Apfel- oder Agavendicksaft) nachsüßen. Die Kombi aus den fruchtigen Erdbeeren mit den crunchy Cornflakes und den exotisch-lieblichen Kokosraspeln erwies sich als echter Glücksgriff. Das Kakaopulver liefert eine leckere schokoladig-herbe Note, die eine angenehme Balance zur süßen Dattelpaste bildet und harmoniert ausgezeichnet mit den Bananen und Beerenfrüchten. Durch die Konfitüre halten sich die Muffins max. 2-3 Tage im Kühlschrank. Allerdings könnt ihr die fertig gebackenen Exemplare ohne Füllung einfrosten, bei Bedarf auftauen, eventuell noch einmal kurz im Backofen erwärmen und à la minute anrichten.

Falls ihr das Rezept einmal ausprobiert, dann hinterlasst mir gern euer Feedback in den Kommis oder auf Facebook und Instagram.

 

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Vegane, cleane, glutenfreie Rohkosttorte zum Muttertag ❤️

Eine kleine Hommage für den wichtigsten Herzensmenschen meines Lebens: für dich, liebe Mutti, ist das Beste gerade gut genug! Durch dich erblickte ich nicht nur das Licht der Welt, sondern du standest und stehst mir tagtäglich als meine engste Vertraute, verlässlichste Ratgeberin, beste Freundin, trostspendende Kraftquelle und einzigartige Seelenverwandte zur Seite. Du begleitest mich durch Höhen und Tiefen, durchschreitest mit mir gemeinsam Täler und Berge, teilst sowohl Freud als auch Leid und stehst zu 110% hinter mir – egal ob ich Erfolge feiere oder scheitere. Auf keinen anderen Menschen kann ich mich so sehr verlassen und auf ihn bauen wie auf dich. Stets warst und bist du für mich da, wenn ich deine Hilfe benötige. In meiner schwärzesten Stunde im Juni 2015 rettete mir einzig und allein deine Geistesgegenwart das Leben als ich mich an jenem besagten Abend bereits auf der Schwelle zum Jenseits befand. Seit diesem Zeitpunkt lernte ich mit deiner Hilfe überhaupt erst einmal, was es bedeutet mein irdisches Dasein zu genießen. 

Liebe Mutti, ich weiß, dass du ab und an meinen kleinen Blog durchstöberst und meine Artikel studierst. Ich möchte, dass du weißt, dass ich dich unendlich liebe! Mein Herz wird erfüllt von unermesslicher Dankbarkeit, welche ich nicht adäquat in Worte zu fassen vermag, dass ich meine Existenz mit dir an meiner Seite verbringen darf. Ich werde mich niemals angemessen bei dir revanchieren können. Versuchen werde ich es dennoch – Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute.

Ich weiß, dass du vegane Rohkosttorten und weitere Köstlichkeiten aus dem Dörrgerät mittlerweile mindestens genauso gern verzehrst wie ich. Aus diesem Grund widme ich dir die nachfolgende Kreation 😘.

Bis dahin verbleibe ich in Liebe 💚 und Dankbarkeit 🙏🏽

Deine Franziska „Fanny“

An dieser Stelle folgt nun der Herstellungsprozess der Erdbeer-Kokos-Torte:

Zutaten für Springform ∅ 18 cm:

Boden:

  • 100 g Kokosraspeln
  • 50 g Kerne/ Nüsse (Walnüsse, Cashews, Paranüsse, Mandeln, Haselnüsse etc.)
  • 120 g Datteln
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL gemahlene Vanille

Füllung:

  • 150 g Cashews
  • 50 g Kokosraspeln + 1 EL zur Deko
  • ½ TL gemahlene Vanille
  • 4 EL Kokosöl
  • 40 g Dattelpaste
  • 300 g Früchte (Beerenfrüchte, Kirschen, Äpfel, Birnen je nach Saison)
  • ca. ½ Tasse Wasser nach Bedarf

Zubereitung:

  • Springformboden mit Backpapier auslegen und Erdbeeren auftauen lassen
  • Datteln ggf. kurz einweichen und gut abtropfen
  • Boden herstellen: Nüsse grob hacken und mit Vanille, Kokosraspeln sowie Salz in Schüssel mischen
  • Datteln pürieren, zu trockenen Zutaten fügen und alles zu homogenem Teig verarbeiten
  • Boden in Springform geben, gut andrücken und kühl stellen
  • Füllung zubereiten: Kokosöl verflüssigen und mit Cashews, Kokosraspeln, Vanille und Datteln im Hochleistungsmixer zu cremiger Füllung verarbeiten (dabei ggf. anteilig Wasser nach Bedarf zufügen)
  • Hälfte der Creme auf Tortenboden gleichmäßig glatt streichen
  • restliche Creme mit ⅔ der Erdbeeren mixen und auf erster Schicht verteilen
  • übrige Früchte als Deko verwenden und mit restlichen Kokosraspeln verzieren
  • Torte im Tiefkühler verfestigen lassen und ca. 30 min. vor Verzehr entnehmen

Ich bin überzeugt, dass ein Großteil von euch ihre Mütter genauso lieben und wertschätzen wie ich, so dass dieser kleine Beitrag vielleicht als Inspiration dient. Auch wenn sich die Zubereitung der Torte ein klein wenig zeitaufwändiger gestaltet als die meisten meiner anderen Rezepte – für diesen besonderen Anlass lohnt sich die Mühe mehr als genug.

Muttertag5Die Zutaten könnt ihr beliebig nach eurem Gusto variieren und somit eure Torten ganz flexibel und individuell zubereiten. Meine Mutti liebt die Kombination aus Kokos und Erdbeeren. Glücklicherweise hatte ich noch einige Beutel TK-Ware aus der letzten Gartensaison aufgespart. Idealerweise verwendet man natürlich frische Früchte, allerdings werden noch einige Wochen verstreichen bis die ersten Exemplare aus unserem Garten verzehrfähig sind. Ihr könnt allerdings auch jegliches anderes Obst verwenden und die Torte je nach Saison variieren. Im Herbst z.B. stelle ich mir die Kreation auch mit Äpfeln oder Birnen sehr delikat vor. Ich verwende immer sehr gern noch eine stückige Komponente, um meinen Teigen noch eine zusätzliche Textur zu verleihen und auf diese Weise einen interessanten Crunch-Effekt zu erzielen. Ich habe in diesem Fall Paranüsse zurück gegriffen, da meine Mum und ich sie seit einigen Monaten neu für uns entdeckt haben. Alternativ könnt ihr jegliche andere Sorten verwenden, die ihr präferiert oder ihr lasst die Nüsse komplett weg. Eurer Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt. 

Mit dieser cleanen, glutenfreien und verhältnismäßig gesunden Nascherei werdet ihr sicher auch euren Müttern eine große Freude zum Ehrentag bereiten. Die Torte hält sich ca. 2-3 Tage im Kühlschrank. Alternativ könnt ihr sie allerdings auch einfrosten und über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.

Daneben habe ich für meine Mum noch kleine Pralinenherzchen und Sternchen – basierend auf meinem Grundteig für Energiebällchen – zubereitet. Die erste Sorte besteht aus Datteln und Paranüssen; die 2. enthält neben Datteln noch Carob, Vanille und Kokos. Dörrobst erfreut sich bei meiner Mutti ebenfalls größter Beliebtheit, so dass ich ihr einige Chips aus Äpfeln, Bananen, Ananas und Birnen hergestellt habe. Hierfür habe ich die Obstsorten klein geschnitten und bei 40°C über ca. 8-9 Stunden im Revodry dehydriert. Allerdings bildet die Torte natürlich das Highlight ihres Präsentes 😉.

Falls ihr das Rezept einmal ausprobiert, dann lasst es mich in den Kommis wissen und postet mir euer Feedback – gern auch auf Facebook und Instagram.

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Leidenschaftlich, lecker, lebensbereichernd: unser Familien!-Potluck im Mai

Der erste Sonnabend im Wonnemonat stellt einen weiteren Freudentag meines Lebens dar! Der Grund – wie könnte es anders sein? Unser Familienpotluck im Mai steht unmittelbar bevor und ich befinde mich gerade auf der Zielgeraden meiner Vorbereitungsphase. Normalerweise trübt in solchen Momenten absolut nichts meine uneingeschränkte Vorfreude auf Peggy, Minh, Silke, Christian, Kiara, Uta und all die anderen großartigen Herzensmenschen. Doch dann ereignete sich etwas unerwartetes: ich rechne seitens meines Bekannten- bzw. Verwandtenkreises normalerweise mit keinerlei Resonanz auf meine Online-Beiträge, da ich mein soziales Umfeld (mit Ausnahme meiner Mutti und Oma) nicht über meine Blogger-Aktivität informiert habe. Meine hier behandelten Themen bzgl. gesunder Ernährung, Selbstversorgung und Gesundheit zählen schließlich nicht zu ihren Interessengebieten.

Umso mehr versetzte es mich in Erstaunen, dass sich ein männlicher Verwandter 1. Grades, welcher an meiner Erzeugung einen nicht unerheblichen Anteil besitzt, zu Wort meldete. Für mich stellt es nach wie vor ein Rätsel dar, wie gerade diese Person vom Blog erfahren hatte, zumal ich den Kontakt auf ein notwendiges Minimum reduziert habe. Zumindest musste er einige meiner Potluck-Artikel intensiver studiert haben, denn er übermittelte mir per Telefon folgende Botschaft, die ich im O-Ton zitiere: „Sag mal, du musst doch nicht mehr ganz rund laufen! … Hast du mal gelesen, was du da schreibst?! Was soll dieser Blödsinn von wegen Familientreffen mit irgendwelchen wildfremden Leuten, die du überhaupt nicht kennst? Bist du jetzt in einer Sekte gelandet oder hast du was genommen?…“ Den Rest seines Monologes erspare ich euch an der Stelle, da es das Niveau des Artikels drastisch reduzieren würde… 

Mein erster Gedanke: „Wie hat gerade er von meinem Blog erfahren?“ Mein zweiter Gedanke: „Fanny, calm down, bleib ruhig. Dieser Mensch hat dich – mit seinem einmalig provokanten Charakter – bereits über zwei Jahrzehnte ins Tal der Tränen gestürzt und an den Rand des Abgrunds getrieben. Die Zeiten gehören der Vergangenheit an. Dank der Potlucks und deiner dortigen Herzensmenschen konntest du wachsen und besitzt die innere Stärke, so dass dich die beleidigenden Anschuldigungen nicht länger verletzen.“ Natürlich ließ ich ihm seinen Monolog zu Ende führen – meine Mutti erzog mich schließlich zur Höflichkeit – um anschließend in aller Seelenruhe Folgendes zu entgegnen: „Familie definiert sich in meinen Augen nicht als ein Kollektiv von engen Verwandten, die einzig und allein durch die Blutlinie bzw. genetischen Strukturen verbunden sind. Vielmehr bedeutet sie für mich eine solidarische Gemeinschaft aus gleichgesinnten Seelen, in welcher wir Geborgenheit, Respekt, Verständnis, Toleranz, Liebe und Vertrauen untereinander erfahren dürfen – unabhängig vom Grad der Blutsverwandtschaft, von Alter, Geschlecht, Hautfarbe oder Religion. Dementsprechend kann ich deine Ansicht weder teilen noch für mich nachvollziehen, aber dennoch nehme ich deinen Standpunkt zur Kenntnis…“ Eigentlich wollte ich gern mit meinen Ausführungen fortfahren, doch leider ertönte in jenem Moment ein Pfeifton. Der Teilnehmer hatte entweder aufgelegt oder vielleicht war auch nur die Akku-Kapazität erschöpft 😜. Whatever – ich stellte keinerlei Bemühungen an, die Ursache zu ergründen, denn ich wollte meine Zeit lieber nutzen, um mich relevanteren Beschäftigungen zuzuwenden. In erster Linie v.a. den Vorbereitungen meiner kleinen Snacks für unser rohköstliches Buffet:

1. BRAWnies – rohvegan, clean, glutenfrei: zubereitet nach dieser Anleitung. Die kleinen Schokoküchlein habe ich bereits für die österlichen Snackteller meiner Familie kreiert. Bei meiner Oma gehörten sie zu den Favoriten, so dass ich sie für potluck-würdig befunden habe.

2. Piña-Colada-Pralinen – ebenfalls rohvegan, clean, glutenfrei: ein weitere Bestandteil meiner Snackteller zu Ostern. Sie kristallisierten sich als absolute Favorits meiner Mum heraus – ein Grund für mich also, sie auch meiner Leipziger Familie zur Verfügung zu stellen. Die Anleitung findet ihr hier.

3. Gewürz-Rüblikuchen – wie sollte es anders sein – rohvegan, clean, glutenfrei: ebenfalls ein österliches Experiment. Den Schweizer Klassiker habe ich in dieser Form für den traditionellen Osterbrunch für meinen Bekanntenkreis neu interpretiert. Leider waren alle Buffetteller des Kuchens bereits nach kurzer Zeit quantitativ durch meine omnivore Verwandtschaft geplündert, so dass ich kein Stück mehr abbekam. Grund genug also, den Kuchen noch einmal herzustellen. Hier verlinke ich euch das entsprechende Rezept.

4. einen Rotkraut-Salat: aus noch garteneigener TK-Ware der letzten Saison, welchen ich vor einiger Zeit nach diesem Rezept veganisiert habe. Seither bereite ich die konventionelle Version überhaupt nicht mehr zu, da diese Neuinterpretation auch meine Mutti und Oma überzeugen konnte. Für die Potluck-Variante habe ich noch einige saisonale Kräuter wie Löwenzahn, Gundelrebe, Gänseblümchen und Taubnessel eingefügt, die wild in unserem Garten sprießen. 

5. Fruchtleder-Päckchen nach dem Motto: „Heimat meets Orient“. Sie bestehen aus garteneigenen TK-Himbeeren, Kirschen und Stachelbeeren. Um dem Ganzen eine exotische Note zu verleihen, habe ich noch ein paar Feigen sowie Gewürze in Form von Vanille, Kurkuma und Zimt hinzugefügt und im Revodry gedörrt. Danach habe ich den Fruchtlederteppich in lange Streifen geschnitten und die Datteln damit ummantelt. 

Nachdem alles erfolgreich im Kühlschrank verstaut war, zog ich mich relativ frühzeitig in Morpheus‘ Arme zurück, um ausgeruht meine kleine Fahrt anzutreten. Nach einer ausgiebigen Morgenmahlzeit startete ich schließlich am Samstag in Richtung meiner 2. Heimat – mit einer riesigen Portion Vorfreude im Herzen und den zubereiteten Snacks im Gepäck. Erstes Ziel: Silkes Domizil. Bereits zu Beginn des Aprils besuchte ich sie und ihre beiden Sonnenscheine, um mit ihr ein weiteres bereicherndes und inspirierendes Gespräch zu führen und mich auszutauschen. Nach einer innigen Begrüßung und eines kurzen Aufenthaltes inklusive einer musikalischen Darbietung ihrere beiden hochtalentierten Jungs auf dem E-Piano brachen wir dann in Richtung Agra-Park auf. 

Potluck1Am Treffpunkt angelangt, genoss ich zunächst einmal ausgiebig den wundervollen Bärlauch-Teppich. Er gehört zu meinen liebsten Wildgrün-Sorten im Frühjahr. Leider wächst er in meiner Heimat nur sehr spärlich, so dass ich bei jedem Besuch in Leipzig ein großes Körbchen sammle, welches mich auf den Heimweg begleitet. Danach begrüßte ich meine lieben Freunde Peggy, Minh, Christian, Otto und Imre auf’s Herzlichste. Sie waren bereits am Treffpunkt versammelt. Für mich immer wieder ein erhebendes Gefühl, wenn ich mich in ihrer Mitte befinde.

Im Anschluss wurde unser rohköstliches Buffet errichtet, welches alle Teilnehmer mit ihren liebevoll zubereiteten Kreationen bestücken. Man spürt und schmeckt, dass diese Potlucks für uns alle eine absolute Herzensangelegenheit darstellen. Dementsprechend vielfältig und wundervoll gestaltet sich jedes Mal von Neuem unser Potpourri der Gaumenschmeilcher, welche ich natürlich wie immer quantitativ verkostet habe 😃. 

Als mein absoluter Favorit im süßen Bereich kristallisierte sich die Kokos-Mohntorte mit Bananen und Äpfeln von meiner wundervollen Herzensfreundin Peggy heraus. Bereits zum Potluck in Chemnitz bereitete sie einen traumhaften Zitronen-Mohnkuchen zu, von welchem ich allein die Hälfte verputzte. Seit diesem Tag gehöre ich zu den Anhängern der „Mohn-Fraktion“. Vorher konnte ich den Samen nicht das Geringste abgewinnen. Meine liebe Lerchenschwester versteht es wie keine Zweite ihre Rohkosttorten perfekt auszubalancieren. Sie schmecken immer fantastisch abgerundet, denn sie kreiert ihre Meisterwerke dahin gehend, dass sie weder zu süß noch zu mächtig daher kommen. Mittlerweile ist es weit in der Rohkostszene verbreitet, dass Tortenworkshops und Seminare angeboten werden. Auch solche Exemplare habe ich in der Vergangenheit verkostet, doch Peggys Kreationen übertreffen diese um Welten! Weitere Highlights: kleine Cheesecake-Muffins mit Himbeeren, Kokos-Mohn-Kakao-Bällchen, Gewürz-Energiekugeln mit Mohn und Orange, ein Apfel-Zimt-Cashew-Kuchen, Dattel-Kakao-Energiebällchen, ein Heidelbeer-Schoko-Kuchen und viele mehr.

Auf dem pikanten Sektor zählte Christians perfekter Salat zu meinen absoluten Favoriten. Auch Joachims Tabouleh war extrem delikat – genauso wie Silkes Köfte auf Basis von Linsen und Süßlupinen. Daneben wurden noch weitere rohe Köstlichkeiten in Form von leckeren Salaten mit saisonalen Kräutern und Gemüse sowie diversen Saucen und Dips zubereitet. Alles sehr stimmig und geschmacklich perfekt abgerundet! 

Potluck11Ein weiterer großartiger Nachmittag voller Liebe, Herzenswärme und inspirierender Gespräche – u.a. mit Peggy, Christian, Silke, Minh und einem ganz besonderen „Überraschungsgast“:  die liebe Tina vom Blog Turtlely Raw Foods stattete unserem Treffen einen Besuch ab. Sie hatte bereits Ende April einen Potluck in Chemnitz organisiert, in dem wir uns kurz kennenlernten und austauschen konnten. Umso größer meine Freude sie bereits nach so kurzer Zeit wiederzusehen und nahtlos an unserem Dialog anzuknüpfen. Sie betreibt übrigens weiterhin den erfolgreichen gleichnamigen YouTube-Channel, auf welchem sie nicht nur wertvolle Tipps rund um die rohvegane Ernährung liefert, sondern auch köstliche Rezeptinspirationen darbietet. Schaut unbedingt auf ihrem Kanal vorbei. 

Potluck12Im Anschluss erfolgte eine erneute Wildkräuterwanderung im kleinen Kreis unter der Führung von Silke und Uta, auf die ich mich immer ganz besonders freue, denn ich liebe unsere regionalen saisonalen Superfoods. Fantastisch, welch unermesslichen Schätze die Natur uns zur Verfügung stellt – man muss sie nur erkennen. Genau hierfür sensibilisieren uns die beiden Kräuterfeen und bereichern unseren Horizont, indem sie ihren umfangreichen Wissensschatz teilen. Auf unserer Tour begegneten uns natürlich Bärlauch en masse, Gänseblümchen, Taubnessel, Löwenzahn, Giersch, Brennnessel, Lungenkraut, Frauenmantel, Sauerampfer, Knoblauchsrauke und Lindenblätter. 

Bei jenem Potluck wurde mir eine ganz besondere Ehre zuteil: mein lieber Freund Christian vom YouTube-Channel Raw Spirit (einer der herzlichsten und ehrlichsten Menschen, der mir in meinem bisherigen Leben begegnete) lud mich zu einem kleinen Interview ein. Das Video verlinke ich euch hier. Unser Austausch hat mich noch einmal extrem berührt, da dieser Potluck höchstwahrscheinlich der vorerst letzte war, an dem er partizipiert. Denn Christian wird demnächst auf eine große Wanderung durch Deutschland und/ oder Europa aufbrechen und somit eine ganze Weile abkömmlich sein. Auf seinem YouTube-Channel wird er über seine Erfahrungen und Erlebnisse berichten. Natürlich wünsche ich ihm alles erdenklich Gute, aber hoffe dennoch, dass ihn sein Weg möglichst bald wieder in unsere Mitte führen wird, denn er fehlt uns allen bereits jetzt!

Mehr denn je erwächst in mir die Sicherheit endlich zu wissen an welchen Ort, zu welchen Seelen ich gehöre. Denn Dank solch großartiger, inspirierender und verständnisvoller Herzensmenschen wie Minh, Peggy, Silke, Kiara, Uta, Anna-Sophie, Marielle, Doris, Henry, Christian und vielen anderen werden kräfteraubende Blutsverwandte nicht länger mein Leben diktieren, meine Seele martern und meinen freien Geist supprimieren, um mich in das zermürbende Hamsterrad unserer oberflächlichen, intoleranten, kommerziellen Leistungsgesellschaft zu pressen! Nie wieder! 

Meine Familie inkludiert neben meiner Mutti, Oma und meinem leider im letzten Jahr verstorbenen Opa gleichzeitig meine wundervollen, liebenswerten, gleichgesinnten Herzensmenschen des Leipziger Rohkostpotlucks!

Falls ihr ebenfalls Teil dieser großartigen Gemeinschaft werden möchtet, dann besucht uns liebend gern zu unserem nächsten Potluck am 10. Juni.

Alle relevanten Links findet ihr nachfolgend zusammengefasst:

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Turbo-Fladenbrot: clean, vegan, hefefrei

Ob Roti, Yufka, Chapati, Papadam, Pide, Naan, Tortilla, Lavash, Chubz oder Foccacia… So unendlich viele Bezeichnungen für dieses dünne Getreidebrot existieren, so viele Rezepte werdet ihr finden. Im Großen und Ganzen besteht es lediglich aus Wasser und gemahlenem Getreide. Bei einigen Rezepturen wird Hefe ergänzt, so dass es beim Backen schön aufgehen kann. Leider werden oftmals als Grundlage Auszugsmehle wie Weizenmehl Type 405 verwendet, welche so ziemlich alle wertvollen Inhaltsstoffe während des Produktionsprozesses eingebüßt haben. Ergo habe ich ein Rezept entworfen (und natürlich für gut befunden 😉), welches nicht nur mit der veganen Ernährung kompatibel ist, sondern auch mit Vollkornmehl arbeitet:

Zutaten für 2 Stück:

  • 100 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 50 ml kohlensäurehaltiges Mineralwasser
  • 1 TL veganer Joghurt (in meinem Fall selbst hergesteller auf Basis von Kokos; alternativ: Hanf, Soja, Lupine)
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
  • optional:
    • weitere Gewürze eurer Wahl z.B. Currypulver, Paprikapulver, Ingwer, Oregano, Thymian, Rosmarin, Koriander, Kurkuma, Ras el Hanout etc.
    • Saaten zum Bestreuen: Sesam, Chiasamen, Kürbiskerne, Schwarzkümmel, Pinienkerne, Mohn, Leinsamen etc.

Zubereitung:

  • Mehl in Schüssel sieben und mit Gewürzen vermischen
  • Joghurt und Wasser zugeben und alles manuell zu homogenem Teig verkneten
  • Teig mit Nudelholz als dünnen Fladen ausrollen
  • Pfanne ohne Fett erhitzen und Fladen beidseitig ca. 2-3 min. ausbacken

Und damit ist bereits das gesamte Prozedere erledigt und dauert keine 20 Minuten. Da ich keine Hefe verwende, sondern kohlensäurehaltiges Mineralwasser, muss der Teig nicht ruhen. In dieser Zusammensetzung bleibt er sehr schön elastisch und klebt nicht an, so dass auch keine zusätzliche Kühlzeit oder weiteres Streumehl erforderlich ist. Um das Fladenbrot schön kross auszubacken, benötigt ihr eine sehr gut beschichtete Pfanne ohne zusätzliches Öl. Die ersten 3 Ingredienzien sind obligat, Salz und Pfeffer würde ich ebenfalls empfehlen. Die restlichen Gewürze könnt ihr nach eurem Gusto variieren – je nachdem welchen kulinarischen Stil ihr präferiert. Ich habe es bereits unzählige Male sowohl als asiatische Version mit Curry bzw. Kurkuma, Koriander und Ingwer zubereitet als auch mediterran mit Oregano, Thymian, Paprikapulver, Basilikum und Rosmarin – beide Versionen konnten meinen Gaumen überzeugen. Die Gewürze verleihen dem Grundteig noch einen gewissen Pfiff und ihr könnt dann euren individuellen Belag entsprechend adaptieren. Optional könnt ihr eure Fladen auch nach dem Wenden in der Pfanne mit Wasser bepinseln, um so Saaten oder Kerne darauf zu streuen und zu fixieren oder ihr gart es in der Pfanne nur kurz an, um es dann mit den Saaten bestreut im Ofen zu Ende zu backen.

Ein schnelles und gesundes Fladenbrot – in meinen Augen immer eine lohnenswerte Alternativbeilage zu Reis, Kartoffeln oder Pasta. Selbst als eine Art minimalistischen Pizzateig könnt ihr es verwenden. Jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Kreationen.

Falls ihr dieses Rezept zubereitet, dann postet mir gern euer Feedback. Außerdem freue ich mich immer über Kommentare oder einen Besuch eurerseits auf Facebook und Instagram 😀.

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Quicktipp: DIY Joghurt ohne Equipment – vegan, lactosefrei, clean

Naturjoghurt aus Kuhmilch konsumierte und verarbeitete ich vor meiner veganen Ära en masse. Während meiner Challenge zur Ernährungsumstellung testete ich auch das ein oder andere vegane Produkt auf Basis von Hanf oder Soja. Keines konnte mich geschmacklich auch nur annährend überzeugen. Lediglich ein Joghurt aus Kokosmilch befand mein Gaumen für annehmbar. Allerdings missfiel mir hier die Zutatenliste, denn neben den essentiellen Ingredienzien Kokosmilch und Joghurtkulturen waren weiterhin Guarkernmehl als Verdickungsmittel sowie Tapioka- und Kartoffelstärke enthalten. Natürlich gelten die Zusatzstoffe offiziell als unbedenklich, aber – wenn möglich – vermeide sie dennoch. 

Mittlerweile habe ich Joghurt aus meinem Speiseplan ersatzlos eliminiert und mich dadurch quasi „entwöhnt“. Allerdings benötige ich ihn nach wie vor als Zutat für einige meiner Rezepte (wie z.B. den veganen Rotkrautsalat, den Nicecreams oder auch den veganen Fladenbroten), so dass ich mich bezwungen sah, veganen Joghurt ab und an kommerziell zu erwerben. Doch glücklicherweise konnte mir hier (wie sooft) die liebe Silke Leopold die alles entscheidende Inspiration liefern: auf ihrem YouTube-Channel publizierte sie ein Video, in welchem sie darlegt, wie man veganen Joghurt aus Trinkkokosnüssen ganz einfach selbst zubereiten kann. Optimalerweise verwendet sie die frischen Früchte, die mir allerdings leider nicht zur Verfügung standen. Aus diesem Grund erwarb ich im Bioladen meines Vertrauens Kokosmilch in Dosen, um das Experiment zu starten.

Zutaten für ca. 1 l Joghurt:

  • 1 Beutel Joghurtferment (ich habe dieses Produkt verwendet)
  • 1 l Kokosmilch
  • optional: Süßungsmittel, Gewürze (z.B. gemahlene Vanille), Zitronen- oder Orangensaft

Zubereitung:

  • Kokosmilch in Behälter des Standmixers füllen und Joghurtferment hinzufügen
  • alles im Blender mixen, so dass cremige Konsistenz entsteht
  • Masse in Glas geben (max. halb befüllen) und mind. 20 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen

Dicht verschlossen im Kühlschrank gelagert hält sich das Produkt ca. 5-6 Tage. Wie ihr seht, gestaltet es sich tatsächlich denkbar einfach eigenen veganen Joghurt herzustellen. Einige Punkte solltet ihr jedoch beachten: die fertig gemixte Grundmasse solltet ihr maximal bis zur Hälfte in die Einweckgläser füllen, da das Volumen aufgrund der Fermentation zunimmt. Die Gläser sollten nicht komplett verschlossen werden, da während des Gärungsprozesses CO2 freigesetzt wird, das entweichen muss. Aus diesem Grund habe ich hierfür meine Sprossengläser mit luftdurchlässigen Deckeln verwendet. Achtet darauf, dass ihr von der Kokosmilch hauptsächlich den festen Anteil verwendet und möglichst wenig Flüssigkeit, d.h. ihr solltet die Dose vorher nicht schütteln!

Auch ohne Joghurtzubereiter oder andere Gadgets funktionierte die Herstellung bei mir absolut super. Das Resultat: sehr zufriedenstellend 😀! Nicht nur die Konsistenz, sondern auch die leicht Säurenote konnten mich überzeugen. Das Kokosaroma war nur sehr dezent wahrnehmbar, so dass ihr euch nicht sorgen müsst, falls ihr den Geschmack nicht mögt. Natürlich verwende ich den Joghurt nicht in erster Linie zum direkten Verzehr. Vielmehr wollte ich ihn in einigen Rezepten zum Einsatz bringen. Für den anstehenden Familien-Potluck am 6.5. in Leipzig wird er mir als Ingredienz für meinen Rotkrautsalat dienen, den ich als Mitbringsel für unser Buffet zubereiten möchte. Im Folgenden findet ihr noch weitere Inspirationen zur Verwendung des veganen Kokosjoghurts:

Silke empfiehlt in ihrem Video ca. 100 ml des fertigen Produktes abzunehmen, um diese als Starterkultur für eine neue Charge zu verwenden. Nach 4-5 Anwendungen wird dann allerdings neues Joghurtferment benötigt. Diese Impfmethode werde ich in naher Zukunft ebenfalls austesten.

Habt ihr bereits Joghurt selbst hergestellt? Welche Erfahrungen konntet ihr sammeln? Falls ihr noch Tipps und Tricks parat habt, dann postet sie gern in den Kommis. Für Inspirationen und Anregungen eurerseits bin ich stets dankbar 😊.

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