2018 – große Veränderungen und ein Herzenstraum…

Meine Lieben,

willkommen zum letzten Beitrag auf diesem WordPress-Blog!

Weihnachten – Zeit der Einkehr, Zeit der Familie, Zeit des Gebens. Gerade in solchen Momenten spüre ich intensiv in mich hinein und beginne mein Leben zu reflektieren. In den letzten Jahren ist so wahnsinnig viel passiert und ich habe einen extremen Transformationsprozess durchlebt. Nicht zuletzt dank dieses Blogs durfte ich wundervolle Herzensmenschen kennenlernen, die mir unglaublich viel Liebe, Wärme und Unterstützung entgegenbringen. Sie haben meinem Körper und meiner Seele extreme Kraft und Vitalität verliehen, wie ich sie zuvor noch nie gespürt habe.

Logo großSeit langem trage ich einen Herzenstraum in mir, den ich dank all dieser Begegnungen und Glücksmomente, die ich erleben durfte, jetzt realisiert habe. In 2018 wage ich den erneuten Schritt in die Selbständigkeit.
Im folgenden möchte ich euch auf eine Reise durch die Gedankenwelt einladen, die zur Verwirklichung meiner Vision von: „fit4fanny – eurer holistische Ökopharmazeutin“ geführt haben:

Bereits nach dem Abitur studierte ich Pharmazie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Direkt im Anschluss übernahm ich – allerdings unfreiwillig auf Anordnung meines Vaters – für fünf Jahre als Firmenchefin dessen Familienbetrieb. Dort versorgte ich – getreu nach Apothekengesetz – die Bevölkerung mit Arzneimitteln. Meinen Beruf übte ich nach bestem Wissen und Gewissen – jedoch stets wider meiner Intuition – aus. Ausgehend von einem tragischen Schlüsselmoment in meinem 30. Lebensjahr begann ich über den Sachverhalt und über mich selbst zu reflektieren. Dabei stellte ich mir folgende Gretchenfrage:

„Was zeichnet für dich einen vertrauenswürdigen und kompetenten Pharmazeuten wirklich aus?“

Nicht die Anzahl der verkauften Arzneimittelpackungen!
Nicht
die unzähligen belieferten Verordnungen!
Nicht die Abfertigung der größtmöglichen Kundenfrequenz im Rahmen des Arbeitsalltags!

Sondern einzig und allein eine aufrichtige, ausführliche und interessenunabhängige Beratung durch Aufklärungsarbeit und Wissensvermittlung, die im Idealfall die Arzneimittelapplikation optimiert, reduziert oder gar vermeidet.

Prävention VOR Therapie!

Gesundheitsförderung STATT Krankheitsbehandlung!

Individualität OHNE Schema-F-Routine! 

Klasse NICHT Masse!

Die Geburtsstunde der Ökopharmazie…

…mein ökonomischer, ökologischer, ökotrophologischer Ansatz:

  • ökonomisch: Arzneimittelapplikation lediglich als ultima ratio! Sprich: so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Bevor wir zur rezeptpflichtigen „chemischen Keule“ greifen, sollten wir zuvor die Heilkraft der Natur und Pflanzen zu Rate ziehen. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur ganzheitlichen Gesundheit.
  • ökologisch: Leben im Einklang mit Tier und Umwelt. Menschliche Existenz ohne Natur? Völlig undenkbar! Für mich wachsen unsere besten Medikamente in der Natur, denn bekanntlich ist gegen jede Erkrankung ein Kraut gewachsen – man muss nur das Potential erkennen.
  • ökotrophologisch: eine pflanzenbasierte, intuitive und vollwertige Ernährung nach dem Clean-Eating-Prinzip als fundamentale Basis. Integriert nachhaltige, natürliche und unverarbeitete LEBENSmittel anstelle industrieller Convenienceprodukte in euren Speiseplan – zum Wohl eures Körpers.

Auf meiner neuen Website 

www.fit4fanny.de

erwarten euch spannende Essays mit:

  • Informationen zur Gesundheitsförderung und Alternativpharmazie
  • Ernährungsratschlägen und veganen Rezeptinspirationen
  • Tipps und Anregungen zur Selbstversorgung

FB-Header

Ich vermittle euch die Grundlagen und Kenntnisse zur aktiven Förderung eurer Gesundheit – in Form eines nachhaltigen, holistischen und präventiven Konzepts. Natürlich werden auch die allseits beliebten Rezeptinspirationen aus meinem „Versuchslabor“ nicht zu kurz kommen. Die populärsten Beiträge und Zubereitungen aus diesem WordPress-Blog habe ich für meine neue Homepage komplett überarbeitet und rundum renoviert. Daneben befinden sich noch viele Inspirationen, Ideen und Kreationen in der Pipeline. 

Ich möchte all die positive Energie, die mir durch die wundervollen gleichgesinnten Seelen entgegengebracht wurde und mir meinen Lebensmut zurückgab, an so viele Menschen wie möglich weiterleiten – ihnen Zuversicht, Kraft und Hoffnung spenden. Sie inspirieren ihren individuellen Weg im Leben zu beschreiten – und damit sich selbst zu finden, sich selbst kennenzulernen, sich selbst anzunehmen.
In den letzten Monaten habe ich unglaublich viel Zeit, Liebe und Herzblut in den Aufbau meiner brandneuen Homepage
 „fit4fanny.de“ investiert. Sobald meine Essays, Rezeptinspirationen oder Beiträge auch nur einem einzigen Individuum zu einem glücklicheren und erfüllteren Leben verhelfen, weiß ich, dass sich die harte Arbeit lohnt 😊.

Hier ein kleiner Teaser – meine aktuellste Publikation:

Winter-Gewürzkuchen

Winterlicher Gewürz-Rawcake mit einer außergewöhnlichen Basiskomponente aus dem Garten…

Das Rezept inklusive Zubereitung findet ihr unter: 

https://www.fit4fanny.de/winter-gewuerzkuchen

Abschließend möchte ich es natürlich nicht versäumen mich bei euch für euer Feedback und euer Interesse zu bedanken und euch sowie euren Familien ein paar ruhige und besinnliche Festtage zu wünschen. Entspannt euch, genießt die freie Zeit im Kreis eurer Lieben und lasst euch reich beschenken 😇.
Ich wünsche euch weiterhin einen positiven und erfolgreichen Start ins neue Jahr, viel Kraft, Glück und Gesundheit, auf dass ihr gut hineinrutscht. Mögen sich all eure Wünsche, Ziele und Träume in 2018 erfüllen. 

In diesem Sinn:

Ich würde mich wahnsinnig freuen den einen oder anderen von euch auf meiner neuen Homepage begrüßen zu dürfen, mich weiterhin intensiv virtuell auszutauschen und euch sehr gern einmal persönlich auf dem einen oder anderen Meetup kennenzulernen 😘.

LG Eure Fanny 🌻

 

Advertisements
Veröffentlicht unter Events | 4 Kommentare

Weihnachtliche Kultbeilage erfolgreich veganisiert: mein zuckerfreier Rotkrautsalat

Der Adventstag Nummer 4 – Weihnachten steht vor der Tür.

Fest der Liebe ganz vegan nach wie vor mein Ziel und Plan.

Für die Weihnachtsfeiertage absolute Kultbeilage.

Rotkrautsalat gab’s zum Braten – deshalb auf zu neuen Pfaden!

Ein Rezept ganz zuckerfrei; beim Menü kein Tier dabei. 

Zutaten für ca. 4 Portionen:

  • 1 mittlerer Rotkrautkopf à ca. 600 g
  • 1 Apfel
  • 100 ml Pflanzenmilch (ich verwende hauseigene Cashewmilch, allerdings in diesem Fall ohne Gewürze)
  • 100 g Kokosjoghurt (hier gelangt ihr zur Herstellung)
  • 4 EL Yaconsirup
  • Saft einer Bio-Limette
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Salz nach Geschmack
  • Gartenkräuter nach Bedarf (z.B. Petersilie, Dill, Kerbel, Schnittlauch, Liebstöckel)

Zubereitung:

  • frischen Rotkrautkopf putzen, waschen, trocknen und fein schneiden bzw. TK-Rotkraut auftauen
  • Krautraspeln salzen, mischen und ca. 1 Stunde ziehen lassen, danach gut ausdrücken
  • Limette waschen und auspressen
  • Apfel waschen, entkernen, fein raspeln und mit Rotkraut vermengen
  • Pflanzenmilch, Joghurt und Limettensaft mit Pfeffer und Sirup im Mixbecher verrühren und homogenisieren
  • Dressing über Salat geben, Kräuter zufügen und alles gut vermengen
  • Salat mind. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen

Bereits vorletzte Saison haben wir Rotkraut im Garten testweise kultiviert. Das Experiment erwies sich als so ertragreich, dass wir auch aktuell noch davon zehren. Er gehört der Familie der Brassicaceen (Kreuzblütler) an und enthält eine Vielzahl gesunder Inhaltsstoffe (z.B. die Vitamine C, K, sowie Kalium, Selen, Mangan und sekundäre Pflanzenstoffe wie Phenole, Flavonoide, Ballaststoffe). Nach der Ernte haben wir den Kohlkopf klein geschnitten und sowohl roh als auch kurz in Essigwasser blanchiert (um die Farbe zu stabilisieren) eingefrostet. Beides funktioniert problemlos. Allerdings präferiere ich persönlich die rohe Variante. Normalerweise verwenden wir natürlich vordergründig frisches Gemüse, allerdings bauen wir ihn wahrscheinlich erst wieder in der nächsten Gartensaison an.

Rotkrautsalat habe ich bereits seit Jahren liebend gern verzehrt. Jedoch ließ sich die klassische Variante weder mit der cleanen noch der veganen Ernährungsform in Einklang bringen. Dementsprechend ein längst überfälliges ESSperiment. Im Originalrezept verwendete ich sowohl Kristallzucker als auch Vollrohrzucker. Das Dressing basierte auf Buttermilch, Apfelessig und Joghurt. Diese Ingredienzien habe ich substituiert durch Yaconsirup, den Saft einer Limette, Cashewmilch und Kokosjoghurt, welche ich mir beide selbst zubereite (Links s. oben). Alternativ könnt ihr natürlich auch veganen Joghurt auf Basis von Hanf, Soja oder Lupine verwenden. Als additive Zutat fügte ich noch einen Apfel hinzu, der dem Salat eine zusätzliche fruchtig-frische Note verleiht. Da ich aufgrund meiner cleanen Ernährung relativ „entzuckert“ bin, reicht mir die Süße der Äpfeln und des Yaconsirups vollkommen aus. Der Salat nach diesem adaptierten Rezept schmeckt sowohl meiner Familie als auch mir selbst (logischerweise 😉) absolut vorzüglich und die Aromen sind optimal austariert. Sicherheitshalber habe ich mein diesjähriges Weihnachtsmenü zu Probezwecken vorgekocht. Zum Salat verwende ich als Beilagen Kräuter-Kartoffelstampf mit einem Gemüsebratling – u.a. bestehend aus Zucchini, Karotten, Gartenkräutern, Flohsamenschalen, gemahlenen Mandeln und Hefeflocken sowie diversen Gewürzen.

Mein veganes Weihnachtsmenü Apfelrotkraut mit Kartoffel-Kräuterstampf mit Gemüsebratling auf Zucchini-Karotten-Basis

An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen euch allen ruhige und besinnliche Festtage zu wünschen. Entspannt euch und genießt die freie Zeit im Kreis eurer Lieben. Ich wünsche euch weiterhin einen positiven und erfolgreichen Start ins neue Jahr, viel Kraft, Glück und Gesundheit, auf dass ihr gut hineinrutscht. Mögen sich all eure Wünsche, Ziele und Träume in 2018 erfüllen!

 Falls ihr den Salat zubereitet, dann postet mir gern euer Feedback. Außerdem freue ich mich immer über Kommentare oder einen Besuch eurerseits auf Facebook und Instagram 😀.

Veröffentlicht unter Rezepte | Kommentar hinterlassen

Weihnachtliche Lebkuchenplätzchen – glutenfrei, rohvegan, zuckerfrei

Zeit – sie schreitet im Advent, drum genieß ich den Moment.

Ohne Omas Lebküchlein konnt‘ ich Weihnachten nicht sein.

Clean, gluten- und tierleidfrei, folgt jetzt meine Nascherei.

Animiert durch ihre Plätzchen, meine rohveganen Schätzchen:

Zutaten für ca. 30 Stück:

Teig:

  • 40 g Cashews
  • 60 g Mandeln
  • 2 EL Kokosraspeln
  • 1 EL Lebkuchengewürz (nach dieser Anleitung)
  • 1 TL Zimtpulver
  • 200 g Dattelpaste (hier gelangt ihr zum Rezept)

Glasur:

  • 2 EL Kokosöl
  • 1 EL Carob
  • optional: 1 EL Süßungsmittel z.B. Yaconsirup, Apfeldicksaft, Agavensirup

Zubereitung:

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen
  • Mandeln, Cashews und Kokosraspeln im Blitzhacker mahlen
  • trockene Zutaten mit Zimt und Lebkuchengewürz mischen
  • Dattelpaste mit trockenen Zutaten vermischen und manuell mit gut befeuchteten! Händen zu homogenem Teig verkneten
  • vom Teig manuell Portionen abnehmen, flach drücken, ggf. mit gut befeuchteten Nudelholz ausrollen und Formen ausstechen
  • Plätzchen ca. 4-5 Stunden trocknen lassen (nach Halbzeit wenden, um Unterseite anzutrocknen)
  • Kokosöl verflüssigen und mit Carob sowie ggf. Süßungsmittel vermischen
  • Glasur über abgekühlte Lebkuchen streichen und verfestigen lassen

Die Rezeptinspiration lieferte mir YouTuberin und Bloggerin Silke Leopold bei meinem allerersten Leipziger Rohkostpotluck im Dezember 2016. Auf Basis ihrer Zubereitungsvariante habe ich daraus meine eigene Version kreiert.

Bitte nicht wundern: der Teig besitzt eine relativ klebrige Konsistenz. Aus diesem Grund ist es essentiell, dass ihr eure Hände bzw. euer Rollholz sehr gut mit Wasser benetzt. Ich habe ihn dann mit einer Kombination aus manuellem Flachdrücken und Ausrollen in die gewünschte Form modelliert und die Plätzchen ausgestochen. Zugegeben – es erscheint alles ein wenig mühselig, aber ich verspreche euch: der Aufwand  lohnt sich und der Geschmack sowie die geballte Aromenpower dieser Plätzchen werden euch adäquat entschädigen! Die Kombination aus Lebkuchenaroma mit der nussigen Note der Kerne und der Lieblichkeit der Kokosraspeln harmonieren perfekt. Abgerundet wird das Gesamtwerk durch die schokoladige Carob-Kokos-Glasur. Die Süße reicht für meinen Gaumen absolut aus. Falls euch die Plätzchen allerdings nicht süß genug erscheinen, könnt ihr der Glasur optional noch Yaconsirup oder Apfeldicksaft hinzufügen. Ihr benötigt für die Herstellung nicht zwangsläufig ein Dörrgerät. Die Zubereitung funktioniert auch im normalen Backofen. Hierfür stellt ihr ihn auf niedrigste Temperatur und dehydriert die Plätzchen bei leicht geöffneter Ofentür. Alternativ lassen sie sich auch über der warmen Heizung trocknen.

Wenn ihr dieses Rezept zubereitet, dann freue ich mich wie immer über euer Feedback in den Kommentaren oder auf Facebook – genauso wie über eure Fotos auf Instagram, wo ihr mich gern mit dem Hashtag #fit4fanny verlinken könnt.

In diesem Sinn wünsche euch allen einen gesegneten 3. Advent!

MerkenMerken

Veröffentlicht unter Rezepte, rohvegan | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Weihnachtlich-fruchtige Lebkuchenmuffins in Rohkostqualität

Weiter schreitet der Advent und ich bleibe konsequent.

Muffins hab ich für euch heut, auf dass ihr euch dran erfreut.

Zuckerfreie und vegane – drin sind Apfel und Banane.

Drum lasst euch die Küchlein schmecken, diese gibt’s hier zu entdecken.

Zutaten für 6 Stück:

Boden:

  • 50 g Erdmandeln
  • 50 g Mandeln
  • 2 EL Carob
  • 100 g Datteln
  • ½ TL Lebkuchengewürz (ich stelle es mir nach dieser Anleitung selbst her) 
  • 3 EL gekeimter, getrockneter Buchweizen

Füllung:

  • 2 Äpfel
  • 2 Bananen
  • 2 EL gefriergetrocknete Maracujastücke (alternativ: Rosinen etc.)
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 5 Datteln
  • 2 EL Flohsamenschalen

Zubereitung:

  • Muffinblech mit Förmchen auslegen und Banane schälen
  • Erdmandeln, Buchweizen sowie Mandeln im Blitzhacker zerkleinern und in Schüssel mit Carob und Lebkuchengewürz mischen
  • Datteln für Boden ggf. einweichen, pürieren und mit trockenen Zutaten zu homogenem Teig vermischen
  • Teig in Förmchen füllen, Rand hochziehen und im Kühlschrank lagern
  • Äpfel waschen, 1 Stück entkernen und mit Banane, Datteln sowie Maracujas im Hochleistungsmixer pürieren
  • 2. Apfel raspeln, in Schüssel mit Fruchtpüree, Lebkuchengewürz und Flohsamenschalen vermischen, alles in Förmchen verteilen und kühl stellen

 

Et voilà! So easy und schnell sind die zuckerfreien, rohveganen und glutenfreien Weihnachtsnaschereien hergestellt. Lange habe ich experimentiert, um leichtere Rawcakes oder Muffins ohne Öl, Nüsse oder Kerne zuzubereiten. So richtig zufriedenstellen konnten mich die bisherigen Resultate konsistenzmäßig allerdings nicht. Doch plötzlich erinnerte ich mich an mein Pharmaziestudium. Die Inspiration – Flohsamenschalen, die ich in die Füllung integriere. Sie werden aufgrund ihres extremen Wasserbindevermögens als Laxans (Abführmittel) pharmazeutisch verwendet. Dementsprechend eignen sich die Samen ausgezeichnet als Konsistenzgeber (ähnlich wie Chia bei meiner rohveganen Marmelade). Neben den Flohsamenschalen habe ich noch gekeimten und getrockneten Buchweizen verwendet. Das glutenfreie Pseudogetreide liefert essentielle Mineralstoffe (wie Eisen, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium), daneben die Vitamine B1, B2, B6 und E sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, welche die Durchblutung fördern und die Gefäßwände stabilisieren. Um Buchweizen in dieser speziellen Form herzustellen, weicht ihr ihn zunächst ca. 30 min. ein, lasst ihn anschließend für 2-3 Tage ankeimen und trocknet die Keimlinge ca. 2 Stunden im Dörrgerät. Detailiertere Infos zur Anzucht von Sprossen findet ihr in diesem Artikel.

Apfel-Bananen-Erdmandel-Muffins4Weiterhin gesellten sich noch Mandeln und Erdmandeln in den Teig. Letztere sind der botanischen Familie der Cyperaceae (Sauergrasgewächse) zuzuordnen. Sie gehören weder zu den Nüssen noch zum Steinobst. Diese auch als Chufas oder Tigernuss bezeichneten Superfoods zeichnen sich aufgrund des relativ hohen natürlichen Zuckergehaltes durch einen lieblich-süßen, nussigen Geschmack aus. Daneben enthalten sie allerdings noch weitere wertvolle Inhaltsstoffe wie z.B. die Vitamine C, E und Biotin sowie die Mineralstoffe Magnesium, Eisen und Zink. Aufgrund ihres hohen Ballaststoffanteils leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Darmgesundheit.

Bananen-Apfel-Erdmandel-Muffins KopieSie harmonieren ausgezeichnet mit der fruchtigen Füllung. Die mehlig-süßen Bananen und unsere garteneigenen Boskoop-Äpfel mit ihrer leichten Säurenote ergeben zusammen mit den Maracujas und den honigsüßen Datteln eine extrem delikate Gesamtkomposition. Die dezente Lebkuchennote rundet die Kreation aromentechnisch ausgezeichnet ab und begleitet uns somit perfekt durch die Adventszeit. Falls euch die braune Farbnuance der Äpfel und Bananen stören sollte, könnt ihr sie mit Zitronensaft marinieren, um deren Oxidation an der Luft zu verhindern. Ich verzichte allerdings an dieser Stelle auf den Schritt, da ich hier keine Zitrusnote integrieren wollte. Die Konsistenz durch die Flohsamen ist grandios. Genauso schnittfest und standhaft wie ich es mir erhofft hatte.

Apfel-Bananen-Erdmandel-Muffins5Fazit: Diese weihnachtliche Kreation versetzte mich nach der Verkostung in einen nahezu extatischen Zustand der Beseeltheit und ließ mich im 7. Rohkosthimmel schweben. Sowohl Konsistenz als auch Geschmack konnten mich voll und ganz überzeugen, so dass ich gleich ein paar Exemplare für die gemeinsame Adventsmahlzeit am Sonntag mit meiner Mutti und Oma als Dessert vor mir selbst sicherten musste, denn sie sollen unbedingt in den Genuss der weihnachtlichen Rohkostkreation kommen.

Alle, die sich auch in der Adventszeit sowie über die Feiertage gesund ernähren, aber dennoch auf kleine süße Goodies nicht verzichten wollen, sollten dieses Rezept unbedingt einmal austesten. Aber auch alle anderen, die gern einmal etwas Neues ausprobieren, sind herzlich zur Reproduktion der Muffins eingeladen.

Postet mir gern euer Feedback in den Kommentaren bzw. auf Facebook oder sendet mir eure Fotos auf Instagram. Dort könnt ihr mich gern mit dem Hashtag #fit4fanny verlinken.

Ich wünsche euch einen besinnlichen 2. Advent!

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Veröffentlicht unter Rezepte, rohvegan | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Schoko-Lebkuchen-Rohkosttorte – vegan durch die Adventszeit

Advent Advent ein Lichtlein brennt. Unglaublich wie die Zeit verrennt. 

Früher gab es Butterstollen, den wir heute nicht mehr wollen.

Tierleidfrei – der Sinn und Zweck von trendigem Advents“gebäck“.

Das allein wär schon ein Grund, auch ist dieser Cake gesund.

Hier mein Kürbis-Schoko-Kuchen zum Probieren und Versuchen.

Doch genug nun meiner Worte, es folgt das Rezept der Torte:

Zutaten für Springform ∅ 18 cm:

Boden:

  • 50 g Mandeln
  • 50 g Hanfsamen
  • 4 EL Leinsamen
  • 7-8 Datteln
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Lebkuchengewürz (nach dieser Rezeptur)

Füllung 1:

  • 80 g Kokosmus (hier gelangt ihr zur Nussmus-Herstellungsanleitung)
  • 2 EL Carob
  • 2 überreife Bananen
  • ½ TL Zimt
  • 1 Prise Ingwer
  • 5-6 Datteln

Füllung 2:

  • 100 g Kokosmus
  • ca. 300 g Hokkaido-Kürbis
  • 5-6 Datteln
  • 1 Prise Kurkuma
  • 1 TL Lebkuchengewürz

Zubereitung:

  • Springformboden mit Backpapier auslegen, Datteln ggf. einweichen und pürieren
  • Kürbis waschen, halbieren, Kerne mit Löffel ausschaben und würfeln, Bananen schälen
  • Boden: ⅔ der Mandeln und Hanfsamen zusammen mit Leinsaat im Blender mahlen, restliche Mandeln grob hacken und alles zusammen in Schüssel mit Datteln und Salz zu homogenem Teig vermengen
  • Boden in Form geben, festdrücken und kühlen
  • Füllung 1: Kokosmus schmelzen und mit Bananen, Gewürzen, Carob und Dattelpüree im Hochleistungsmixer zu homogener Creme verarbeiten, davon ca. 2 EL abnehmen und in Spritzbeutel füllen, Rest gleichmäßig auf Boden verteilen und im TK lagern
  • Füllung 2: Kokosmus schmelzen und mit Kürbis, Gewürzen und Dattelpüree im Hochleistungsmixer zu homogener Masse verarbeiten, alles gleichmäßig auf erster Schicht verteilen und erneut kühlen
  • restliche Füllung der ersten Schicht mit Spritzbeutel und Sterntülle als Dekoration auf Kürbiscreme auftragen

Fertig! Meine erste weihnachtliche Rohkosttorte. Hierfür habe ich unseren letzten Hokkaidokürbis aus dem Garten verarbeitet. Für das Lebkuchengewürz verwende ich meine hauseigene Mischung, die ich vor einiger Zeit kreiert habe. Den Link zur Zusammensetzung findet ihr oben. Den Kuchen serviere ich meiner Familie zum traditionellen Adventsbrunch am Sonntag.

Schoko-Bananen-Kürbis-Rawcake5Zwecks interner Qualitätskontrolle habe ich mir bereits ein Stückchen einverleibt, denn schließlich soll der Rawcake meine omnivore Verwandtschaft überzeugen – sodass sie dem traditionellen Weihnachtsgebäck, was sie vielleicht an dieser Stelle erwarten würden, nicht hinterhertrauern. Bereits nach dem ersten Bissen fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen. 

Schoko-Bananen-Kürbis-Rawcake4Das Aroma des nussig-fruchtigen Hokkaidos wird durch das Lebkuchengewürz ausgezeichnet in Szene gesetzt ohne die Torte zu dominieren. Man nimmt den Kürbis lediglich ganz dezent im Abgang wahr. In Kombination mit dem honigartigen Flavor der Datteln, dem karamelligen Carob und den mehlig-süßen Bananen ergibt sich eine wunderbar abgerundete Kombi. Für eine besondere Geschmacksnuance sorgen neben den exotischen Gewürzbestandteilen auch die Hanfsamen, die ebenfalls ausgezeichnet mit dem Kürbisaroma resonieren. Zusammen mit den Mandeln liefern sie einen wunderbaren Cruncheffekt, der aufgrund der zusätzlichen Textur ein spannendes Mundgefühl vermittelt. Wie immer könnt ihr alle Zutaten frei nach eurer Präferenz variieren. Verwendet einfach die Kerne oder Nüsse, Gewürze und Obstsorten, die euch gerade zur Verfügung stehen. Somit lässt sich das Rezept auch sehr einfach saisonal adaptieren.

Schoko-Bananen-Kürbis-Rawcake6Gesund und vegan durch die Adventszeit – für mich absolut kein Problem. Obwohl ich auch die vielen Jahre genossen habe in denen meine Mutti und ich unsere traditionellen Weihnachtsplätzchensorten gebacken haben, vermisse ich den Geschmack absolut nicht. Durch meine clean-vegane Ernährung sind die Gebäcke mir mittlerweile viel zu mächtig und zu süß. Mit diesem zuckerfreien, veganen und glutenfreien Rawcake beschreite ich zu Weihnachten völlig neue Wege, da meine Verwandtschaft bestimmt nicht mit einer solch ausgefallenen Kreation rechnet. Aber genau darin besteht ja der Anreiz. Ich möchte inspirieren statt missionieren, um so ihren Geist für die tierleidfreie Ernährungsform zu öffnen. 

In diesem Sinn: probiert das Rezept in der obigen oder einer anderen Variante gern einmal aus und postet mir euer Feedback in den Kommis bzw. auf Facebook oder sendet mir eure Fotos auf Instagram, wo ihr mich mit dem Hashtag #fit4fanny verlinken könnt.

Ich wünsche euch allen einen beschaulichen 1. Advent!

MerkenMerken

Veröffentlicht unter Rezepte, rohvegan | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | 6 Kommentare

Vegane Food-Inspirationen: vollwertig, frisch, vitalstoffreich

Clean-vegane Ernährung – aus Sicht meiner omnivoren Verwandtschaft ein völlig utopisches Unterfangen. Dabei gestaltet sich die Umsetzung gar nicht so kompliziert wie der eine oder andere von euch vielleicht vermuten würde. Was meine ich mit dieser Wortschöpfung? Vegan: logisch – ohne tierischen Produkte; clean: frei von Industriezucker, Weißmehlen, Convenience-Produkten mit hohem Verarbeitungsgrad und XXL-Zutatenlisten. Für mich steht die Zufuhr hochwertiger, möglichst naturbelassener, frischer, regional-saisonaler und vitalstoffreicher LEBENSmittel im Focus. Ihr seid skeptisch oder sucht einfach nur Inspirationen für eure Hauptmahlzeiten? Ihr benötigt Anregungen für schnelle und gesunde Gerichte mit nur wenigen Zutaten? Dann werft gern einen Blick auf meine Vorschläge. Gerade beim Frühstück und Abendbrot verwende ich, um Zeit zu sparen, oftmals die gleiche Basis und variiere dann die Beilagen je nach Saison. Obwohl ich bemüht bin, jeden Tag frische Mittagsmahlzeiten zuzubereiten, fallen diese minimalistisch aus, da meine Zeit unter Mittag (wie sicherlich auch eure) eher limitiert ist. 

Ideen für ein ausgewogenes, gesundes Power-Frühstück

Um optimal in den Tag zu starten, ist eine ausgiebige Morgenmahlzeit für mich obligat. Sie setzt sich aus drei Hauptkomponenten zusammen: Müsli, Obst- oder (seltener) Gemüseteller und ein „kleines besonderes Goodie“.

Meine 1. Komponente: Müsli – davon verzehre ich ein relativ großes Schälchen, welches ich mir nach folgendem Schema zusammenstelle: Als Einlage verwende ich immer eine Mischung aus Walnüssen, Paranüssen, Cashews, Mandeln und Kokosraspeln, die ich alle kurz im Ofen anröste und im Gefrierbeutel mit einem Nudelholz zerkleinere, so dass noch einzelne Stückchen erhalten bleiben (ich liebe den Crunch-Effekt 😋). Die vermische ich in einer Schüssel mit meiner eigentlichen Müslibasis, die – je nach Gusto – aus gekeimten und getrockneten Buchweizen, Quinoa-Sprossen oder – wie früher – Hafer- bzw. Dinkelflocken bestehen kann. Das Ganze toppe ich noch mit einem Klecks DIY-Kokosjoghurt oder einem Schuss meiner Zimt-Vanille-Cashewmilch. Zur Abrundung werden dann noch Früchte der Saison dazu geschnitten, die ich vorzugsweise aus dem Garten beziehe. Optional stäube ich noch eine Prise Zimt und/ oder gemahlene Vanille darüber. Süßungsmittel verwende ich hier prinzipiell nie, da mir die natürliche Fruchtsüße völlig ausreicht. Ihr könnt allerdings ggf. noch mit Datteln, Apfeldicksaft, Yaconsirup oder eurem präferierten Süßungsmittel nachhelfen. Hier einige meiner Kreationen:

Der 2. Teil des Frühstücks besteht aus einem Obstteller – vorzugsweise mit (Garten)-Früchten der Saison. Seltener genehmige ich mir an dieser Stelle einen Gemüseteller mit Brot oder Rohkostcrackern, da ich i.d.R. zu den morgendlichen Süßmäulchen gehöre.

3. Komponente: Ich bezeichne diesen Teil meiner Morgenmahlzeit als „kleines persönliches Goodie“. Je nach Zeit, Motivation und Gusto besteht es entweder aus einem Stückchen Rohkosttorte, einem Fitness-Cookie, Energiebällchen oder meinen Bananen-Dinkel-Buns bzw. rohköstlichen Bancakes, welche ich dann entweder mit meiner Cascintella-Creme oder einer Konfitüre toppe. So starte ich mit Power in den Tag und bin sowohl physisch als auch mental wesentlich leistungsfähiger als vor meiner Ernährungsumstellung.

Wer lieber herzhaft in den Tag starten möchte, sollte es mit einem Gemüseteller bzw. Salat mit Brot, Brötchen oder Rohkostcrackern versuchen.

Wenn es euch schwer fällt morgens etwas Festes zu euch zu nehmen, dann empfehle ich zumindest einen (Grünen) Smoothie bzw. eine Smoothie-Bowl.

Schnelle Mittagsgerichte – frisch, einfach und gesund

Die zweite Mahlzeit des Tages setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem Hauptgang plus Dessert. Ich muss an dieser Stelle gestehen: meine Lust am Kochen ist eher rudimentär ausgeprägt und meine Zeit unter Mittag oft limitiert. Allerdings sind fertige Convenience-Produkte ein absolutes No-Go. Ich bereite mir meine Gerichte nach Möglichkeit immer selbst zu. I.d.R. koche ich fast täglich frisch (allerdings prinzipiell nie nach Vorschrift) bzw. präpariere bei Zeitdruck meine Portionen auf Vorrat. Ich verwende die Zutaten, welche unser Garten gerade für mich parat hält, so dass die Rezepte immer spontan entstehen. Auswärts kehre ich aufgrund meiner Lebensmittelintoleranzen gegen Geschmacksverstärker und einige Konservierungsstoffe seltener ein. Die Ausnahme bilden hierbei vor allem Geschäftsreisen. Glücklicherweise habe ich mittlerweile einige vegane Restaurants entdeckt, denen ich vertrauen kann und die auf solche Art von Zusatzstoffen verzichten. Solltet ihr ebenfalls durch Nahrungsmittelintoleranzen gebeutelt sein, empfehle ich euch stets die Allergenlisten zu studieren, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Mir bleiben dadurch Magenkrämpfe, Druckgefühl im Bauchraum und Kopfschmerzen bis hin zu Kreislaufproblemen erspart. Bei meinen eigenen Gerichten hatte ich im Übrigen bisher nie Probleme. Ich glaube, das spricht für sich 😉. Deshalb mein Appell an euch: versucht wirklich frische und gesunde Gerichte zuzubereiten. Euer Körper und eure Gesundheit werden es euch danken. In diesem Sinn: an an die Herde und einfach loslegen! Im Folgenden präsentiere ich euch einige saisonale Hauptspeisen. Die Zutaten ernte ich am liebsten vorher frisch aus dem Garten und verwende alles, was mir gerade über den Weg läuft. 

An den Hauptgang schließt sich stets noch ein kleiner süßer Snack zur Abrundung in Form eines Desserts oder einfach nur bestehend aus einem großen Teller mit saisonalem Gartenobst wie z.B. Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen oder Äpfeln an, um meinen Appetit auf Süßes zu stillen.

Gesundes Abendessen zum entspannten Ausklang des Tages

Meine 3. und letzte Mahlzeit des Tages nehme ich stets bis maximal 18 Uhr ein. Danach lege ich eine ca. 16-stündige Nahrungskarenz bis zum nächsten Frühstück ein – betreibe also das Prinzip des intermettierenden Fastens, um auf diese Weise sowohl meine Verdauung als auch meine Bauchspeicheldrüse zu entlasten. Hier präsentiere ich euch mein Standard-Abendbro(h)t, welches aus einer bis zwei Scheiben Brot, Brötchen oder Rohkostcrackern sowie einem großen Gemüseteller oder Salat besteht. Die Basisbeilage bilden immer mein selbstgebackenes Wunderbrot (oder Brötchen) oder meine Möhren-Vital-Crackern. Diese bestreiche ich dann mit hauseigenen veganen Dips (z.B. Cashew-Knoblauch oder Curry-Orange) bzw. Rohkostketchup und toppe das Ganze mit saisonalen Garten- und Wildkräutern (z.B. Schnittlauch, Basilikum, Petersilie, Löwenzahn, Goldrute). Im Winter ziehe ich mir dann Gartenkresse und Sprossen nach dieser Anleitung in kleinen Töpfchen im Küchenregal. Daneben kreiere ich aus diversen saisonalen Gemüsesorten (v.a. Bohnen, Gurken, Tomaten, Zucchini, Möhren, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Paprika) aus unserem Garten einen großen Veggie-Teller. Vom Prinzip eigentlich immer die gleiche Basis, allerdings bekomme ich eine unglaubliche Variationsvielfalt über das gesamte Jahr durch die saisonale Anpassung der Gemüsesorten. Im Winter zehre ich i.d.R. dann von unseren TK-Vorräten, welche wir im Sommer erntefrisch einfrosten. Ergänzt werden diese dann von Zeit zu Zeit durch einige frischen Tomaten oder Gurken aus dem Bioladen. Durch die Möglichkeit der Sandlagerung im Keller verzehren wir unsere eigenen Möhren ganzjährig frisch. Hier einige Impressionen:

Somit sind wir am Ende des (Essens)-Tages angelangt. Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser kleinen Trilogie demonstrieren, dass ihr euch auch mit begrenztem Zeitbudget gesund und ausgewogen ernähren könnt. Die einfachen, regionalen und saisonalen Zutaten reichen völlig aus, um euren Körper mit essentiellen Makro- und Mikronährstoffen zu versorgen. Auch ohne eigenen Perma-Garten könnt ihr auf Wochenmärkten, in Hof- oder Bioläden, aber auch teilweise in Supermärkten und Discountern qualitativ hochwertige (Bio)-Produkte zu angemessenen Preisen erwerben.

Benötigt ihr noch weitere Anregungen für vegane Foodinspirationen? Dann schaut gern auch auf Facebook und Instagram vorbei.

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Veröffentlicht unter Ernährung, Gesundheit | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Aus aktuellem Anlass: Rohkosttorten mit Weintrauben Teil 2

Nachdem ich bereits diesen Bananen-Weintrauben-Rohkostkuchen aus den delikaten violetten Beeren angefertigt habe, folgt hier meine 2. Kreation. Mittlerweile haben wir tatsächlich den Löwenanteil des Geschenks (in Form von zwei Obststiegen voll Weintrauben) von Muttis Schulfreundin aus ihrer eigenen Ernte verarbeitet bzw. verzehrt. Die Rawcakes habe ich dieses Jahr für mich entdeckt und befinde mich nach wie vor im rohköstlichen Tortenfieber. 

Warum bereitest du eigentlich kaum noch gebackene Leckerlies zu? Diese Frage wurde mir mittlerweile seitens meiner Verwandtschaft, aber auch über die sozialen Medien häufiger gestellt. Hierfür existieren für mich mehrere Gründe:

  1. Der simpelste: auch als ich mich noch konventionell und nicht clean-vegan ernährt habe, war ich nie ein Freund von gebackenen Kuchen oder Torten. Einzige Ausnahmen bildeten Muttis Zupfkuchen oder Omas Obstschmandkuchen, aber ansonsten konnte ich den in meinen Augen viel zu trockenen, zu süßen und zu mächtigen Backwerken nichts abgewinnen, so dass ich mich zur Kaffeepause während der Familienfeiern immer dezent zurückgehalten habe. Doch von diesen geschmacksintensiven, verhältnismäßig gesunden und vor allem saftigen Rawcakes bekomme ich einfach nicht genug. Nicht selten landet ein Stück direkt auf meinem Frühstücksteller.
  2. Auch meine Mutti, ebenfalls kein Fan der Kaffeepause, konnte ich mit dieser Art der Zubereitung voll und ganz überzeugen, so dass sie regelmäßig das eine oder andere Stückchen in ihren Speiseplan integriert.
  3. Die Torten könnt ihr wunderbar auf Vorrat produzieren und einfrosten. Bei Bedarf werden sie dann einfach einige Stunden vor Verzehr im Kühlschrank aufgetaut.
  4. Während der Gartensaison fallen in der Regel sehr ertragreiche Ernten unserer Erdbeeren, Kirschen, Johannisbeeren, Pflaumen, Stachelbeeren, Birnen, Kürbisse oder Äpfel an, die sich durch Integration in Rawcakes ausgezeichnet verarbeiten und konservieren lassen. Natürlich sind die Obstsorten auch mehr oder weniger zum naturellen Einfrieren geeignet, aber das Erschaffen von neuen Kreationen und das Experimentieren in der Küche bringt mehr Spaß und Freude 😁.
  5. Die Torten werden gekühlt und ggf. eingefrostet anstatt gebacken und somit keiner unnötigen Hitze ausgesetzt, so dass alle wichtigen Inhaltsstoffe (v.a. thermolabile Substanzen wie Vitamin C) bestmöglich erhalten bleiben.
  6. Ihr könnt die Ingredienzien stets nach eurem Gusto variieren und erhaltet eine extreme Vielfalt an Kreationen. Verwendet einfach unterschiedliche Saaten, Nüsse oder Kerne zur Herstellung des Bodens. So könnt ihr auf eine gesunde Art und Weise euren Nährstoffbedarf decken und müsst dennoch auf eine delikate Süßspeise nicht verzichten. Ihr führt euren Körper also keine leeren, ungesunden Kalorien in Form von Gebäcken auf Weißmehl- oder Zuckerbasis zu und erhaltet nach Verzehr ein intuitives Sättigungsgefühl.
  7. Meine Rohkosttorten stelle ich allesamt gluten-, zucker- und tierleidfrei – sprich auf clean-veganer Basis – her. Dennoch konnten sie bisher auch meine omnivore Verwandtschaft ausnahmslos überzeugen. Nach jeder Verkostung erntete ich ungläubiges Staunen, da kein Zucker, Mehl, Butter oder Eier integriert sind. Dadurch stehen sie mittlerweile der veganen Ernährung längst nicht mehr so kritisch und voreingenommen gegenüber wie zu Beginn meiner Umstellung, bekunden sogar reges Interesse und haben sich bereits explizit Rohkosttorten für Familienjubiläen gewünscht (vor allem die lieben Kleinen sind sehr offen und empfänglich für die veganen, rohköstlichen Naschereien 😊). Mein Credo lautet generell: „Inspirieren statt Missionieren“ und das gelingt mit den Rawcakes ausgezeichnet.

In diesem Sinn: hier das Rezept meiner aktuellsten Schöpfung – eines Carob-Weintrauben-Marmor-„Cheesecakes“.

Zutaten für Springform ∅ 18 cm:

Boden:

  • 50 g Mandeln
  • 60 g Leinsamen
  • 5 EL Kokosraspeln
  • 2 EL Hanfsamen
  • 100 g Datteln
  • 2 EL Kakaonibs
  • 1 Prise Salz

Füllung:

  • 200 g Cashewmus (hier gelangt ihr zur Herstellungsanleitung)
  • 100 g Datteln
  • 5 EL Kokosöl
  • ca. 400 g Weintrauben
  • 2 EL Baobab
  • 2 EL Carob

Zubereitung:

  • Springformboden mit Backpapier auslegen und Kokosöl schmelzen
  • Boden: Mandeln, Hanfsamen und Kokosraspeln im Blender mixen und mit Salz, Leinsamen und Kakaonibs vermengen
  • Datteln klein schneiden, ggf. kurz einweichen, pürieren und zu trockenen Zutaten geben
  • alles zu homogenem Teig verarbeiten, Boden in Form geben, festdrücken und kühlen
  • Füllung: Weintrauben waschen, von Rispen trennen, im Hochleistungsmixer mit Cashewmus, Dattelpüree, Öl und Baobab zu homogener Creme verarbeiten und Hälfte auf Boden verteilen
  • restliche Füllung mit Carob mixen, auf erster Schicht auftragen und mit Gabel marmorieren
  • alles für einige Stunden im TK durchfrosten lassen und vorm Servieren zum Auftauen im Kühlschrank lagern

 

Weintrauben-Carob-CakeThat’s it! Eine weitere zuckerfreie, vegane und glutenfreie Rohkosttorte ist geboren und die Weintrauben erfolgreich vor dem natürlichen Alterungsprozess bewahrt. Wie alle Rawcakes hält auch dieser sich ca. 3-4 Tage im Kühli. Alternativ könnt ihr ihn natürlich ebenfalls einfrosten. Die Zutaten variiert ihr einfach nach eurer Präferenz. Für die Zubereitung des Bodens eignet sich am besten eine Küchenmaschine mit S-Messer, die mir allerdings nicht zur Verfügung steht. Ich verwende hierfür immer Blender und Pürierstab, was auch problemlos funktioniert. Je nach Konsistenz der Masse solltet ihr ggf. noch ein wenig Flüssigkeit ergänzen. Der Teig sollte nicht zu bröselig und nicht zu matschig sein – am besten noch leicht krümelig, so dass er beim Kneten gut zusammenhaftet. 

Weintrauben-Carob-Cake-DekoZwar gelang mir die Marmorierung bei dieser Variante nicht ganz prägnant wie bei meinem Apfel-Möhren-Rawcake, aber sie trifft geschmacklich genauso ins Schwarze. Das säuerlich-cassisähnliche Aroma der Trauben harmoniert wundervoll mit dem karamellig-süßen Carob-Flavor. Die Kakaonibs und die kernigen Saaten des Bodens sorgen nicht nur für einen genialen Cruncheffekt, sondern balancieren auch die honigsüßen Datteln und das vanillig-fruchtige Baobab ausgezeichnet aus. Hierbei handelt es sich um ein aus der Frucht des Affenbrotbaums gewonnenes Pulver, welches gleichzeitig als Bindemittel fungiert.

Die Zutaten sind für eine 18-cm-Springform ausgelegt. Wenn ihr größere Backformen verwendet, findet ihr im Anschluss eine Umrechnungstabelle für die entsprechenden Mengen. 

Umrechnungsfaktoren für Springformen

Falls ihr lieber einen Rawcake mit höherem Fruchtanteil zubereiten möchtet, dann testet gern das Bananen-Weintrauben-Rezept aus Teil 1 oder auch diese Trauben-Heidelbeertorte aus unseren garteneigenen grünen Weinbeeren einmal aus.

Wenn ihr die Kreationen ausprobiert, so freue ich mich wie immer über euer Feedback in den Kommis bzw. auf Facebook oder Instagram.

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Veröffentlicht unter Rezepte, rohvegan | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen