Vegane, cleane, glutenfreie Rohkosttorte zum Muttertag ❤️

Eine kleine Hommage für den wichtigsten Herzensmenschen meines Lebens: für dich, liebe Mutti, ist das Beste gerade gut genug! Durch dich erblickte ich nicht nur das Licht der Welt, sondern du standest und stehst mir tagtäglich als meine engste Vertraute, verlässlichste Ratgeberin, beste Freundin, trostspendende Kraftquelle und einzigartige Seelenverwandte zur Seite. Du begleitest mich durch Höhen und Tiefen, durchschreitest mit mir gemeinsam Täler und Berge, teilst sowohl Freud als auch Leid und stehst zu 110% hinter mir – egal ob ich Erfolge feiere oder scheitere. Auf keinen anderen Menschen kann ich mich so sehr verlassen und auf ihn bauen wie auf dich. Stets warst und bist du für mich da, wenn ich deine Hilfe benötige. In meiner schwärzesten Stunde im Juni 2015 rettete mir einzig und allein deine Geistesgegenwart das Leben als ich mich an jenem besagten Abend bereits auf der Schwelle zum Jenseits befand. Seit diesem Zeitpunkt lernte ich mit deiner Hilfe überhaupt erst einmal, was es bedeutet mein irdisches Dasein zu genießen. 

Liebe Mutti, ich weiß, dass du ab und an meinen kleinen Blog durchstöberst und meine Artikel studierst. Ich möchte, dass du weißt, dass ich dich unendlich liebe! Mein Herz wird erfüllt von unermesslicher Dankbarkeit, welche ich nicht adäquat in Worte zu fassen vermag, dass ich meine Existenz mit dir an meiner Seite verbringen darf. Ich werde mich niemals angemessen bei dir revanchieren können. Versuchen werde ich es dennoch – Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute.

Ich weiß, dass du vegane Rohkosttorten und weitere Köstlichkeiten aus dem Dörrgerät mittlerweile mindestens genauso gern verzehrst wie ich. Aus diesem Grund widme ich dir die nachfolgende Kreation 😘.

Bis dahin verbleibe ich in Liebe 💚 und Dankbarkeit 🙏🏽

Deine Franziska „Fanny“

An dieser Stelle folgt nun der Herstellungsprozess der Erdbeer-Kokos-Torte:

Zutaten für Springform ∅ 18 cm:

Boden:

  • 100 g Kokosraspeln
  • 50 g Kerne/ Nüsse (Walnüsse, Cashews, Paranüsse, Mandeln, Haselnüsse etc.)
  • 120 g Datteln
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL gemahlene Vanille

Füllung:

  • 150 g Cashews
  • 50 g Kokosraspeln + 1 EL zur Deko
  • ½ TL gemahlene Vanille
  • 4 EL Kokosöl
  • 40 g Dattelpaste
  • 300 g Früchte (Beerenfrüchte, Kirschen, Äpfel, Birnen je nach Saison)
  • ca. ½ Tasse Wasser nach Bedarf

Zubereitung:

  • Springformboden mit Backpapier auslegen und Erdbeeren auftauen lassen
  • Datteln ggf. kurz einweichen und gut abtropfen
  • Boden herstellen: Nüsse grob hacken und mit Vanille, Kokosraspeln sowie Salz in Schüssel mischen
  • Datteln pürieren, zu trockenen Zutaten fügen und alles zu homogenem Teig verarbeiten
  • Boden in Springform geben, gut andrücken und kühl stellen
  • Füllung zubereiten: Kokosöl verflüssigen und mit Cashews, Kokosraspeln, Vanille und Datteln im Hochleistungsmixer zu cremiger Füllung verarbeiten (dabei ggf. anteilig Wasser nach Bedarf zufügen)
  • Hälfte der Creme auf Tortenboden gleichmäßig glatt streichen
  • restliche Creme mit ⅔ der Erdbeeren mixen und auf erster Schicht verteilen
  • übrige Früchte als Deko verwenden und mit restlichen Kokosraspeln verzieren
  • Torte im Tiefkühler verfestigen lassen und ca. 30 min. vor Verzehr entnehmen

Ich bin überzeugt, dass ein Großteil von euch ihre Mütter genauso lieben und wertschätzen wie ich, so dass dieser kleine Beitrag vielleicht als Inspiration dient. Auch wenn sich die Zubereitung der Torte ein klein wenig zeitaufwändiger gestaltet als die meisten meiner anderen Rezepte – für diesen besonderen Anlass lohnt sich die Mühe mehr als genug.

Muttertag5Die Zutaten könnt ihr beliebig nach eurem Gusto variieren und somit eure Torten ganz flexibel und individuell zubereiten. Meine Mutti liebt die Kombination aus Kokos und Erdbeeren. Glücklicherweise hatte ich noch einige Beutel TK-Ware aus der letzten Gartensaison aufgespart. Idealerweise verwendet man natürlich frische Früchte, allerdings werden noch einige Wochen verstreichen bis die ersten Exemplare aus unserem Garten verzehrfähig sind. Ihr könnt allerdings auch jegliches anderes Obst verwenden und die Torte je nach Saison variieren. Im Herbst z.B. stelle ich mir die Kreation auch mit Äpfeln oder Birnen sehr delikat vor. Ich verwende immer sehr gern noch eine stückige Komponente, um meinen Teigen noch eine zusätzliche Textur zu verleihen und auf diese Weise einen interessanten Crunch-Effekt zu erzielen. Ich habe in diesem Fall Paranüsse verwendete, da meine Mum und ich sie seit einigen Monaten neu für uns entdeckt haben. Alternativ könnt ihr jegliche andere Sorten verwenden, die ihr präferiert oder ihr lasst die Nüsse komplett weg. Eurer Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt. 

Mit dieser cleanen, glutenfreien und verhältnismäßig gesunden Nascherei werdet ihr sicher auch euren Müttern eine große Freude zum Ehrentag bereiten. Die Torte hält sich ca. 2-3 Tage im Kühlschrank. Alternativ könnt ihr sie allerdings auch einfrosten und über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.

Daneben habe ich für meine Mum noch kleine Pralinenherzchen und Sternchen – basierend auf meinem Grundteig für Energiebällchen – zubereitet. Die erste Sorte besteht aus Datteln und Paranüssen; die 2. enthält neben Datteln noch Carob, Vanille und Kokos. Dörrobst erfreut sich bei meiner Mutti ebenfalls größter Beliebtheit, so dass ich ihr einige Chips aus Äpfeln, Bananen, Ananas und Birnen hergestellt habe. Hierfür habe ich die Obstsorten klein geschnitten und bei 40°C über ca. 8-9 Stunden im Revodry dehydriert. Allerdings bildet die Torte natürlich das Highlight ihres Präsentes 😉.

Falls ihr das Rezept einmal ausprobiert, dann lasst es mich in den Kommis wissen und postet mir euer Feedback – gern auch auf Facebook und Instagram.

Veröffentlicht unter Rezepte, rohvegan | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Leidenschaftlich, lecker, lebensbereichernd: unser Familien!-Potluck im Mai

Der erste Sonnabend im Wonnemonat stellt einen weiteren Freudentag meines Lebens dar! Der Grund – wie könnte es anders sein? Unser Familienpotluck im Mai steht unmittelbar bevor und ich befinde mich gerade auf der Zielgeraden meiner Vorbereitungsphase. Normalerweise trübt in solchen Momenten absolut nichts meine uneingeschränkte Vorfreude auf Peggy, Minh, Silke, Christian, Kiara, Uta und all die anderen großartigen Herzensmenschen. Doch dann ereignete sich etwas unerwartetes: ich rechne seitens meines Bekannten- bzw. Verwandtenkreises normalerweise mit keinerlei Resonanz auf meine Online-Beiträge, da ich mein soziales Umfeld (mit Ausnahme meiner Mutti und Oma) nicht über meine Blogger-Aktivität informiert habe. Meine hier behandelten Themen bzgl. gesunder Ernährung, Selbstversorgung und Gesundheit zählen schließlich nicht zu ihren Interessengebieten.

Umso mehr versetzte es mich in Erstaunen, dass sich ein männlicher Verwandter 1. Grades, welcher an meiner Erzeugung einen nicht unerheblichen Anteil besitzt, zu Wort meldete. Für mich stellt es nach wie vor ein Rätsel dar, wie gerade diese Person vom Blog erfahren hatte, zumal ich den Kontakt auf ein notwendiges Minimum reduziert habe. Zumindest musste er einige meiner Potluck-Artikel intensiver studiert haben, denn er übermittelte mir per Telefon folgende Botschaft, die ich im O-Ton zitiere: „Sag mal, du musst doch nicht mehr ganz rund laufen! … Hast du mal gelesen, was du da schreibst?! Was soll dieser Blödsinn von wegen Familientreffen mit irgendwelchen wildfremden Leuten, die du überhaupt nicht kennst? Bist du jetzt in einer Sekte gelandet oder hast du was genommen?…“ Den Rest seines Monologes erspare ich euch an der Stelle, da es das Niveau des Artikels drastisch reduzieren würde… 

Mein erster Gedanke: „Wie hat gerade er von meinem Blog erfahren?“ Mein zweiter Gedanke: „Fanny, calm down, bleib ruhig. Dieser Mensch hat dich – mit seinem einmalig provokanten Charakter – bereits über zwei Jahrzehnte ins Tal der Tränen gestürzt und an den Rand des Abgrunds getrieben. Die Zeiten gehören der Vergangenheit an. Dank der Potlucks und deiner dortigen Herzensmenschen konntest du wachsen und besitzt die innere Stärke, so dass dich die beleidigenden Anschuldigungen nicht länger verletzen.“ Natürlich ließ ich ihm seinen Monolog zu Ende führen – meine Mutti erzog mich schließlich zur Höflichkeit – um anschließend in aller Seelenruhe Folgendes zu entgegnen: „Familie definiert sich in meinen Augen nicht als ein Kollektiv von engen Verwandten, die einzig und allein durch die Blutlinie bzw. genetischen Strukturen verbunden sind. Vielmehr bedeutet sie für mich eine solidarische Gemeinschaft aus gleichgesinnten Seelen, in welcher wir Geborgenheit, Respekt, Verständnis, Toleranz, Liebe und Vertrauen untereinander erfahren dürfen – unabhängig vom Grad der Blutsverwandtschaft, von Alter, Geschlecht, Hautfarbe oder Religion. Dementsprechend kann ich deine Ansicht weder teilen noch für mich nachvollziehen, aber dennoch nehme ich deinen Standpunkt zur Kenntnis…“ Eigentlich wollte ich gern mit meinen Ausführungen fortfahren, doch leider ertönte in jenem Moment ein Pfeifton. Der Teilnehmer hatte entweder aufgelegt oder vielleicht war auch nur die Akku-Kapazität erschöpft 😜. Whatever – ich stellte keinerlei Bemühungen an, die Ursache zu ergründen, denn ich wollte meine Zeit lieber nutzen, um mich relevanteren Beschäftigungen zuzuwenden. In erster Linie v.a. den Vorbereitungen meiner kleinen Snacks für unser rohköstliches Buffet:

1. BRAWnies – rohvegan, clean, glutenfrei: zubereitet nach dieser Anleitung. Die kleinen Schokoküchlein habe ich bereits für die österlichen Snackteller meiner Familie kreiert. Bei meiner Oma gehörten sie zu den Favoriten, so dass ich sie für potluck-würdig befunden habe.

2. Piña-Colada-Pralinen – ebenfalls rohvegan, clean, glutenfrei: ein weitere Bestandteil meiner Snackteller zu Ostern. Sie kristallisierten sich als absolute Favorits meiner Mum heraus – ein Grund für mich also, sie auch meiner Leipziger Familie zur Verfügung zu stellen. Die Anleitung findet ihr hier.

3. Gewürz-Rüblikuchen – wie sollte es anders sein – rohvegan, clean, glutenfrei: ebenfalls ein österliches Experiment. Den Schweizer Klassiker habe ich in dieser Form für den traditionellen Osterbrunch für meinen Bekanntenkreis neu interpretiert. Leider waren alle Buffetteller des Kuchens bereits nach kurzer Zeit quantitativ durch meine omnivore Verwandtschaft geplündert, so dass ich kein Stück mehr abbekam. Grund genug also, den Kuchen noch einmal herzustellen. Hier verlinke ich euch das entsprechende Rezept.

4. einen Rotkraut-Salat: aus noch garteneigener TK-Ware der letzten Saison, welchen ich vor einiger Zeit nach diesem Rezept veganisiert habe. Seither bereite ich die konventionelle Version überhaupt nicht mehr zu, da diese Neuinterpretation auch meine Mutti und Oma überzeugen konnte. Für die Potluck-Variante habe ich noch einige saisonale Kräuter wie Löwenzahn, Gundelrebe, Gänseblümchen und Taubnessel eingefügt, die wild in unserem Garten sprießen. 

5. Fruchtleder-Päckchen nach dem Motto: „Heimat meets Orient“. Sie bestehen aus garteneigenen TK-Himbeeren, Kirschen und Stachelbeeren. Um dem Ganzen eine exotische Note zu verleihen, habe ich noch ein paar Feigen sowie Gewürze in Form von Vanille, Kurkuma und Zimt hinzugefügt und im Revodry gedörrt. Danach habe ich den Fruchtlederteppich in lange Streifen geschnitten und die Datteln damit ummantelt. 

Nachdem alles erfolgreich im Kühlschrank verstaut war, zog ich mich relativ frühzeitig in Morpheus‘ Arme zurück, um ausgeruht meine kleine Fahrt anzutreten. Nach einer ausgiebigen Morgenmahlzeit startete ich schließlich am Samstag in Richtung meiner 2. Heimat – mit einer riesigen Portion Vorfreude im Herzen und den zubereiteten Snacks im Gepäck. Erstes Ziel: Silkes Domizil. Bereits zu Beginn des Aprils besuchte ich sie und ihre beiden Sonnenscheine, um mit ihr ein weiteres bereicherndes und inspirierendes Gespräch zu führen und mich auszutauschen. Nach einer innigen Begrüßung und eines kurzen Aufenthaltes inklusive einer musikalischen Darbietung ihrere beiden hochtalentierten Jungs auf dem E-Piano brachen wir dann in Richtung Agra-Park auf. 

Potluck1Am Treffpunkt angelangt, genoss ich zunächst einmal ausgiebig den wundervollen Bärlauch-Teppich. Er gehört zu meinen liebsten Wildgrün-Sorten im Frühjahr. Leider wächst er in meiner Heimat nur sehr spärlich, so dass ich bei jedem Besuch in Leipzig ein großes Körbchen sammle, welches mich auf den Heimweg begleitet. Danach begrüßte ich meine lieben Freunde Peggy, Minh, Christian, Otto und Imre auf’s Herzlichste. Sie waren bereits am Treffpunkt versammelt. Für mich immer wieder ein erhebendes Gefühl, wenn ich mich in ihrer Mitte befinde.

Im Anschluss wurde unser rohköstliches Buffet errichtet, welches alle Teilnehmer mit ihren liebevoll zubereiteten Kreationen bestücken. Man spürt und schmeckt, dass diese Potlucks für uns alle eine absolute Herzensangelegenheit darstellen. Dementsprechend vielfältig und wundervoll gestaltet sich jedes Mal von Neuem unser Potpourri der Gaumenschmeilcher, welche ich natürlich wie immer quantitativ verkostet habe 😃. 

Als mein absoluter Favorit im süßen Bereich kristallisierte sich die Kokos-Mohntorte mit Bananen und Äpfeln von meiner wundervollen Herzensfreundin Peggy heraus. Bereits zum Potluck in Chemnitz bereitete sie einen traumhaften Zitronen-Mohnkuchen zu, von welchem ich allein die Hälfte verputzte. Seit diesem Tag gehöre ich zu den Anhängern der „Mohn-Fraktion“. Vorher konnte ich den Samen nicht das Geringste abgewinnen. Meine liebe Lerchenschwester versteht es wie keine Zweite ihre Rohkosttorten perfekt auszubalancieren. Sie schmecken immer fantastisch abgerundet, denn sie kreiert ihre Meisterwerke dahin gehend, dass sie weder zu süß noch zu mächtig daher kommen. Mittlerweile ist es weit in der Rohkostszene verbreitet, dass Tortenworkshops und Seminare angeboten werden. Auch solche Exemplare habe ich in der Vergangenheit verkostet, doch Peggys Kreationen übertreffen diese um Welten! Weitere Highlights: kleine Cheesecake-Muffins mit Himbeeren, Kokos-Mohn-Kakao-Bällchen, Gewürz-Energiekugeln mit Mohn und Orange, ein Apfel-Zimt-Cashew-Kuchen, Dattel-Kakao-Energiebällchen, ein Heidelbeer-Schoko-Kuchen und viele mehr.

Auf dem pikanten Sektor zählte Christians perfekter Salat zu meinen absoluten Favoriten. Auch Joachims Tabouleh war extrem delikat – genauso wie Silkes Köfte auf Basis von Linsen und Süßlupinen. Daneben wurden noch weitere rohe Köstlichkeiten in Form von leckeren Salaten mit saisonalen Kräutern und Gemüse sowie diversen Saucen und Dips zubereitet. Alles sehr stimmig und geschmacklich perfekt abgerundet! 

Potluck11Ein weiterer großartiger Nachmittag voller Liebe, Herzenswärme und inspirierender Gespräche – u.a. mit Peggy, Christian, Silke, Minh und einem ganz besonderen „Überraschungsgast“:  die liebe Tina vom Blog Turtlely Raw Foods stattete unserem Treffen einen Besuch ab. Sie hatte bereits Ende April einen Potluck in Chemnitz organisiert, in dem wir uns kurz kennenlernten und austauschen konnten. Umso größer meine Freude sie bereits nach so kurzer Zeit wiederzusehen und nahtlos an unserem Dialog anzuknüpfen. Sie betreibt übrigens weiterhin den erfolgreichen gleichnamigen YouTube-Channel, auf welchem sie nicht nur wertvolle Tipps rund um die rohvegane Ernährung liefert, sondern auch köstliche Rezeptinspirationen darbietet. Schaut unbedingt auf ihrem Kanal vorbei. 

Potluck12Im Anschluss erfolgte eine erneute Wildkräuterwanderung im kleinen Kreis unter der Führung von Silke und Uta, auf die ich mich immer ganz besonders freue, denn ich liebe unsere regionalen saisonalen Superfoods. Fantastisch, welch unermesslichen Schätze die Natur uns zur Verfügung stellt – man muss sie nur erkennen. Genau hierfür sensibilisieren uns die beiden Kräuterfeen und bereichern unseren Horizont, indem sie ihren umfangreichen Wissensschatz teilen. Auf unserer Tour begegneten uns natürlich Bärlauch en masse, Gänseblümchen, Taubnessel, Löwenzahn, Giersch, Brennnessel, Lungenkraut, Frauenmantel, Sauerampfer, Knoblauchsrauke und Lindenblätter. 

Bei jenem Potluck wurde mir eine ganz besondere Ehre zuteil: mein lieber Freund Christian vom YouTube-Channel Raw Spirit (einer der herzlichsten und ehrlichsten Menschen, der mir in meinem bisherigen Leben begegnete) lud mich zu einem kleinen Interview ein. Das Video verlinke ich euch hier. Unser Austausch hat mich noch einmal extrem berührt, da dieser Potluck höchstwahrscheinlich der vorerst letzte war, an dem er partizipiert. Denn Christian wird demnächst auf eine große Wanderung durch Deutschland und/ oder Europa aufbrechen und somit eine ganze Weile abkömmlich sein. Auf seinem YouTube-Channel wird er über seine Erfahrungen und Erlebnisse berichten. Natürlich wünsche ich ihm alles erdenklich Gute, aber hoffe dennoch, dass ihn sein Weg möglichst bald wieder in unsere Mitte führen wird, denn er fehlt uns allen bereits jetzt!

Mehr denn je erwächst in mir die Sicherheit endlich zu wissen an welchen Ort, zu welchen Seelen ich gehöre. Denn Dank solch großartiger, inspirierender und verständnisvoller Herzensmenschen wie Minh, Peggy, Silke, Kiara, Uta, Anna-Sophie, Marielle, Doris, Henry, Christian und vielen anderen werden kräfteraubende Blutsverwandte nicht länger mein Leben diktieren, meine Seele martern und meinen freien Geist supprimieren, um mich in das zermürbende Hamsterrad unserer oberflächlichen, intoleranten, kommerziellen Leistungsgesellschaft zu pressen! Nie wieder! 

Meine Familie inkludiert neben meiner Mutti, Oma und meinem leider im letzten Jahr verstorbenen Opa gleichzeitig meine wundervollen, liebenswerten, gleichgesinnten Herzensmenschen des Leipziger Rohkostpotlucks!

Falls ihr ebenfalls Teil dieser großartigen Gemeinschaft werden möchtet, dann besucht uns liebend gern zu unserem nächsten Potluck am 10. Juni.

Alle relevanten Links findet ihr nachfolgend zusammengefasst:

Veröffentlicht unter Events, Verbrauchertipps | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Turbo-Fladenbrot: clean, vegan, hefefrei

Ob Roti, Yufka, Chapati, Papadam, Pide, Naan, Tortilla, Lavash, Chubz oder Foccacia… So unendlich viele Bezeichnungen für dieses dünne Getreidebrot existieren, so viele Rezepte werdet ihr finden. Im Großen und Ganzen besteht es lediglich aus Wasser und gemahlenem Getreide. Bei einigen Rezepturen wird Hefe ergänzt, so dass es beim Backen schön aufgehen kann. Leider werden oftmals als Grundlage Auszugsmehle wie Weizenmehl Type 405 verwendet, welche so ziemlich alle wertvollen Inhaltsstoffe während des Produktionsprozesses eingebüßt haben. Ergo habe ich ein Rezept entworfen (und natürlich für gut befunden 😉), welches nicht nur mit der veganen Ernährung kompatibel ist, sondern auch mit Vollkornmehl arbeitet:

Zutaten für 2 Stück:

  • 100 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 50 ml kohlensäurehaltiges Mineralwasser
  • 1 TL veganer Joghurt (in meinem Fall selbst hergesteller auf Basis von Kokos; alternativ: Hanf, Soja, Lupine)
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
  • optional:
    • weitere Gewürze eurer Wahl z.B. Currypulver, Paprikapulver, Ingwer, Oregano, Thymian, Rosmarin, Koriander, Kurkuma, Ras el Hanout etc.
    • Saaten zum Bestreuen: Sesam, Chiasamen, Kürbiskerne, Schwarzkümmel, Pinienkerne, Mohn, Leinsamen etc.

Zubereitung:

  • Mehl in Schüssel sieben und mit Gewürzen vermischen
  • Joghurt und Wasser zugeben und alles manuell zu homogenem Teig verkneten
  • Teig mit Nudelholz als dünnen Fladen ausrollen
  • Pfanne ohne Fett erhitzen und Fladen beidseitig ca. 2-3 min. ausbacken

Und damit ist bereits das gesamte Prozedere erledigt und dauert keine 20 Minuten. Da ich keine Hefe verwende, sondern kohlensäurehaltiges Mineralwasser, muss der Teig nicht ruhen. In dieser Zusammensetzung bleibt er sehr schön elastisch und klebt nicht an, so dass auch keine zusätzliche Kühlzeit oder weiteres Streumehl erforderlich ist. Um das Fladenbrot schön kross auszubacken, benötigt ihr eine sehr gut beschichtete Pfanne ohne zusätzliches Öl. Die ersten 3 Ingredienzien sind obligat, Salz und Pfeffer würde ich ebenfalls empfehlen. Die restlichen Gewürze könnt ihr nach eurem Gusto variieren – je nachdem welchen kulinarischen Stil ihr präferiert. Ich habe es bereits unzählige Male sowohl als asiatische Version mit Curry bzw. Kurkuma, Koriander und Ingwer zubereitet als auch mediterran mit Oregano, Thymian, Paprikapulver, Basilikum und Rosmarin – beide Versionen konnten meinen Gaumen überzeugen. Die Gewürze verleihen dem Grundteig noch einen gewissen Pfiff und ihr könnt dann euren individuellen Belag entsprechend adaptieren. Optional könnt ihr eure Fladen auch nach dem Wenden in der Pfanne mit Wasser bepinseln, um so Saaten oder Kerne darauf zu streuen und zu fixieren oder ihr gart es in der Pfanne nur kurz an, um es dann mit den Saaten bestreut im Ofen zu Ende zu backen.

Ein schnelles und gesundes Fladenbrot – in meinen Augen immer eine lohnenswerte Alternativbeilage zu Reis, Kartoffeln oder Pasta. Selbst als eine Art minimalistischen Pizzateig könnt ihr es verwenden. Jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Kreationen.

Falls ihr dieses Rezept zubereitet, dann postet mir gern euer Feedback. Außerdem freue ich mich immer über Kommentare oder einen Besuch eurerseits auf Facebook und Instagram 😀.

Veröffentlicht unter Rezepte, vegan | Verschlagwortet mit , , , , , , | 1 Kommentar

Quicktipp: DIY Joghurt ohne Equipment – vegan, lactosefrei, clean

Naturjoghurt aus Kuhmilch konsumierte und verarbeitete ich vor meiner veganen Ära en masse. Während meiner Challenge zur Ernährungsumstellung testete ich auch das ein oder andere vegane Produkt auf Basis von Hanf oder Soja. Keines konnte mich geschmacklich auch nur annährend überzeugen. Lediglich ein Joghurt aus Kokosmilch befand mein Gaumen für annehmbar. Allerdings missfiel mir hier die Zutatenliste, denn neben den essentiellen Ingredienzien Kokosmilch und Joghurtkulturen waren weiterhin Guarkernmehl als Verdickungsmittel sowie Tapioka- und Kartoffelstärke enthalten. Natürlich gelten die Zusatzstoffe offiziell als unbedenklich, aber – wenn möglich – vermeide sie dennoch. 

Mittlerweile habe ich Joghurt aus meinem Speiseplan ersatzlos eliminiert und mich dadurch quasi „entwöhnt“. Allerdings benötige ich ihn nach wie vor als Zutat für einige meiner Rezepte (wie z.B. den veganen Rotkrautsalat, den Nicecreams oder auch den veganen Fladenbroten), so dass ich mich bezwungen sah, veganen Joghurt ab und an kommerziell zu erwerben. Doch glücklicherweise konnte mir hier (wie sooft) die liebe Silke Leopold die alles entscheidende Inspiration liefern: auf ihrem YouTube-Channel publizierte sie ein Video, in welchem sie darlegt, wie man veganen Joghurt aus Trinkkokosnüssen ganz einfach selbst zubereiten kann. Optimalerweise verwendet sie die frischen Früchte, die mir allerdings leider nicht zur Verfügung standen. Aus diesem Grund erwarb ich im Bioladen meines Vertrauens Kokosmilch in Dosen, um das Experiment zu starten.

Zutaten für ca. 1 l Joghurt:

  • 1 Beutel Joghurtferment (ich habe dieses Produkt verwendet)
  • 1 l Kokosmilch
  • optional: Süßungsmittel, Gewürze (z.B. gemahlene Vanille), Zitronen- oder Orangensaft

Zubereitung:

  • Kokosmilch in Behälter des Standmixers füllen und Joghurtferment hinzufügen
  • alles im Blender mixen, so dass cremige Konsistenz entsteht
  • Masse in Glas geben (max. halb befüllen) und mind. 20 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen

Dicht verschlossen im Kühlschrank gelagert hält sich das Produkt ca. 5-6 Tage. Wie ihr seht, gestaltet es sich tatsächlich denkbar einfach eigenen veganen Joghurt herzustellen. Einige Punkte solltet ihr jedoch beachten: die fertig gemixte Grundmasse solltet ihr maximal bis zur Hälfte in die Einweckgläser füllen, da das Volumen aufgrund der Fermentation zunimmt. Die Gläser sollten nicht komplett verschlossen werden, da während des Gärungsprozesses CO2 freigesetzt wird, das entweichen muss. Aus diesem Grund habe ich hierfür meine Sprossengläser mit luftdurchlässigen Deckeln verwendet. Achtet darauf, dass ihr von der Kokosmilch hauptsächlich den festen Anteil verwendet und möglichst wenig Flüssigkeit, d.h. ihr solltet die Dose vorher nicht schütteln!

Auch ohne Joghurtzubereiter oder andere Gadgets funktionierte die Herstellung bei mir absolut super. Das Resultat: sehr zufriedenstellend 😀! Nicht nur die Konsistenz, sondern auch die leicht Säurenote konnten mich überzeugen. Das Kokosaroma war nur sehr dezent wahrnehmbar, so dass ihr euch nicht sorgen müsst, falls ihr den Geschmack nicht mögt. Natürlich verwende ich den Joghurt nicht in erster Linie zum direkten Verzehr. Vielmehr wollte ich ihn in einigen Rezepten zum Einsatz bringen. Für den anstehenden Familien-Potluck am 6.5. in Leipzig wird er mir als Ingredienz für meinen Rotkrautsalat dienen, den ich als Mitbringsel für unser Buffet zubereiten möchte. Im Folgenden findet ihr noch weitere Inspirationen zur Verwendung des veganen Kokosjoghurts:

Silke empfiehlt in ihrem Video ca. 100 ml des fertigen Produktes abzunehmen, um diese als Starterkultur für eine neue Charge zu verwenden. Nach 4-5 Anwendungen wird dann allerdings neues Joghurtferment benötigt. Diese Impfmethode werde ich in naher Zukunft ebenfalls austesten.

Habt ihr bereits Joghurt selbst hergestellt? Welche Erfahrungen konntet ihr sammeln? Falls ihr noch Tipps und Tricks parat habt, dann postet sie gern in den Kommis. Für Inspirationen und Anregungen eurerseits bin ich stets dankbar 😊.

Veröffentlicht unter Denkimpulse, Verbrauchertipps | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 7 Kommentare

Meine Rohkosttorten-Premiere: veganer, glutenfreier Bananen-„Cascintella“-Kuchen

Kaum zu glauben! Es ist tatsächlich vollbracht und sie erfüllt mein Herz mit großer Freude – mein Erstlingswerk einer veganen Rohkosttorte. Für mich eine absolute Königsdisziplin. Lange habe ich mich davor gescheut und gezögert, da ich mir unsicher war, ob es mir überhaupt gelingen würde. Aber letzten Endes dachte ich mir: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Natürlich lässt sie sich nicht mit den fantastischen Kreationen der erfahrenen Rohkosttorten-Profis vergleichen, aber für Einsteiger in die rohvegane Tortenkunst allemal geeignet. Denn wenn ich es hinbekommen habe, dann schafft ihr es erst recht 😀:

Zutaten für Springform ∅ 18 cm:

Boden:

  • 45 g Walnüsse
  • 55 g Paranüsse
  • 50 g Mandeln
  • 6 Feigen
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL gemahlene Vanille

Füllung:

  • 1 Glas „Cascintella-Creme“ nach diesem Rezept (in doppelter Menge)
  • 3 reife Bananen

Zubereitung:

  • Springformboden mit Backpapier auslegen
  • Feigen, Nüsse und Mandeln ggf. kurz einweichen und gut abtropfen lassen
  • der Nüsse und Mandeln im Blitzhacker zermahlen, Rest grob hacken und mit Vanille sowie Salz in Schüssel mischen
  • Feigen pürieren und mit trockenen Zutaten zu homogenem Teig verarbeiten
  • Boden in Springform geben, gut andrücken und kühl stellen
  • Bananen schälen, schneiden und einen Teil auf Boden drapieren
  • Schokocreme darauf verteilen und mit restlichen Bananen dekorieren

Die fertige Torte stellt ihr am besten über Nacht in den Kühlschrank, so dass sie sich richtig verfestigt. Falls ihr allerdings ebenfalls zu den ungeduldigen Naschkatzen zählt – so wie ich 😋 – dann könnt ihr sie alternativ auch für 2 Stunden im Tiefkühler lagern. Bis kurz vor dem Verzehr sollte sie durchgängig gekühlt werden. Nach einiger Zeit erhalten die Bananen eine braune Farbnuance – bedingt durch die Oxidation der Luft. Ihr könnt dem entgegenwirken, indem ihr sie mit Zitronensaft mariniert. Ich habe allerdings darauf verzichtet.

Bananen-Cascintella-Kuchen4

Mein erster Versuch war für mich absolut zufriedenstellend. Dass sie mich geschmacklich absolut überzeugen wird – daran zweifelte ich nicht, da ich die Kombination aus der Schoko-Creme mit Bananen absolut delikat finde. Einzig und allein bezüglich der Konsistenz und Schnittfestigkeit hatte ich Bedenken. Doch glücklicherweise ließ sie sich nach der Kühlzeit und dem Einschneiden des Randes einwandfrei aus der Form lösen und mit Hilfe eines großen Messers in Stücke portionieren. 

Normalerweise verwende ich als Süßungsmittel anstelle von Feigen immer Datteln (das werde ich auch für zukünftig tun). Allerdings waren noch einige Feigen aus meiner letzten Orkos-Bestellung (einem Tropenfruchtversand, welchen ich auf der Rohvolution in Berlin kennenlernte) vorhanden, so dass ich diese erst einmal verwerten wollte. 

Bananen-Cascintella-Kuchen5

An die Mengenverhältnisse für den Boden habe ich mich allmählich herangetastet, so dass eine nicht zu klebrige, aber auch nicht zu bröselige Konsistenz entsteht. Als Teig-Komponenten könnt ihr alles an Nüssen/ Kernen sowie Trockenfrüchten verwenden, was ihr präferiert. Optional könnt ihr noch einige Gewürze wie Zimt, Vanille, Ingwer, Muskat oder Kurkuma zufügen. Arbeitet am besten intuitiv nach eurem persönlichen Gusto. Ich mahle nur einen Teil der Nüsse zu einem feinen Mehl. Den Rest hacke ich relativ grob mit Hilfe eines Messers, da ich auf den Crunch-Effekt als Kontrapunkt zur cremigen Masse Wert lege. Ansonsten wäre mir die Textur zu monoton. Aber auch hier obliegt alles eurer Präferenz.

Bananen-Cascintella-Kuchen6Über das finale Resultat war ich hocherfreut. Allerdings musste es natürlich noch meine Testesser überzeugen. Also präsentierte ich die Torte meiner Mutti und Oma anlässlich des Maifeiertags. Glücklicherweise teilten sie meine Meinung und waren restlos begeistert. Kommentar meiner Mum: „Die ist dir fantastisch gelungen! Absolut großartig.“ Auch Omas Gaumen konnte sie überzeugen: „Toll sieht sie aus und sie schmeckt absolut lecker.“

Juhu, Premiere geglückt 😃. Ursprünglich wollte ich auch meiner Patentante noch ein paar Stückchen zukommen lassen, doch wir hatten sie zu dritt bereits nach kürzester Zeit quantitativ zum Frühstück verspeist, so dass dieser Versuch definitiv nicht mein letzter war. Beim nächsten Mal werde ich eine größere Springform verwenden und vielleicht gelingt mir ein weiterer erfolgreicher Glücksgriff, welchen ich dann eventuell zu einem unserer anstehenden familiären Rohkostpotlucks darbieten kann. Falls euch keine kleine Springform zur Verfügung steht, dann könnt ihr mit Hilfe der folgenden Übersicht eure Mengenverhältnisse entsprechend adaptieren:

Umrechnungsfaktoren für Springformen

Ich würde mich glücklich schätzen, wenn ich den einen oder anderen von euch mit Hilfe des Artikels dazu animieren konnte, ebenfalls in die rohvegane Tortenwelt einzusteigen. Denn sie schmecken nicht nur sehr delikat, sondern stellen eine verhältnismäßig gesunde Nascherei dar. Natürlich sind die Torten auch sehr mächtig, doch 1-2 Stückchen darf man sich ohne schlechtes Gewissen ruhig ab und an gönnen. Schließlich enthalten sie nur hochwertige Zutaten in Form von gesunden ungesättigten Fettsäuren, natürlicher Süße, frischen Früchten und verzichten komplett auf Zucker, Weißmehl, Gluten oder tierische gesättigte Fette.

Falls ihr noch Fragen, Anregungen oder wertvolle Tipps zur Herstellung dieser rohköstlichen Leckereien habt, dann postet sie mir in den Kommis. Auf Inspirationen und Kreationen eurerseits bin ich sehr gespannt und freue mich auf euer Feedback 😀 – gern auch via Facebook oder Instagram.

Veröffentlicht unter Rezepte, rohvegan | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | 4 Kommentare

Quicktipp: Nussmus selbst herstellen

Nüsse und Kerne bilden als gesunde Energiespender bereits seit jeher einen festen Bestandteil meiner clean-veganen Ernährung. Sie wirken nicht nur cholesterinsenkend, sondern fördern auch die Langlebigkeit. Hierfür zeigt sich die optimale Mischung aus Ballaststoffen, Proteinen, gesunden ungesättigten Fettsäuren und Mineralstoffen verantwortlich. Einige meiner gängigen Favoriten habe ich in diesem Beitrag portraitiert – inklusive ihrer Nährstoffprofile.

Es war also nur eine Frage der Zeit bis ich auch die Nussmuse für mich entdeckte. Mittlerweile verwende ich diese vielseitigen Aufstriche eigentlich weniger pur, sondern verarbeite sie in diversen Kreationen. Einige Anregungen verlinke ich euch im Folgenden:

Leider erweisen sie sich aufgrund meines ausgiebigen Konsums als relativ kostspielig. So zahlt ihr z.B. für Cashewmus (meinen absoluten Favoriten) in Bio-Qualität den stolzen Preis von über 7 € pro 250 g Glas! Dabei lässt es sich eigentlich extrem einfach zubereiten. Bisher jedoch scheiterte die Mission an der Ermangelung eines Hochleistungsmixers meinerseits. Dieser ist allerdings für die Herstellung obligat. Doch seit kurzem zähle ich – dank meiner lieben Freundin Silke (schaut unbedingt auf ihrem großartigen YouTube-Channel vorbei 😀) – zu den stolzen Besitzern eines solchen Gadgets. 

Die Zubereitung per se erweist sich mit dessen Hilfe als absolut easy. Alles, was ihr benötigt sind lediglich Nüsse bzw. Kerne eurer Wahl (in meinem Fall eine Tüte Cashews) und ein wenig Geduld. Optional (falls ihr keinen Wert auf Rohkostqualität legt) könnt die Ausgangsprodukte vorher kurz im Backofen anrösten, um das Aroma zu intensivieren. Die Cashews fülle ich in den Behälter und verschließe ihn.

Dann beginne ich zunächst auf Stufe 1 zu mixen und erhöhe allmählich die Geschwindigkeit auf die maximalste Einstellung. Dabei arbeite ich alles mit dem Stößel nach, um die Zutaten in Richtung der Messerklingen zu pressen. Aus den Kernen bildet sich zunächst ein feines Mehl. Durch das austretende Öl wird die Masse allmählich feuchter bis dann letzten Endes ein Cashewbrei entsteht. Das Ganze wird solange gemixt bis das Mus eine feste, cremige Konsistenz erreicht. Die gesamte Prozedur dauert mit meinem kleinen Vitamix S30 ca. 15 Minuten (inklusive Pausen).

In einigen Rezepten wird noch die Zugabe von Öl, Salz oder Wasser empfohlen. Darauf verzichte ich allerdings und verwende lediglich das reine Naturprodukt. Falls ihr eurem Nussmus dennoch eine charakteristische Note verleihen möchtet, könnt ihr alternativ noch Gewürze wie z.B. Zimt oder Vanille beifügen.

Ob Haselnüsse, Mandeln, Paranüsse, Kokos- oder Erdnüsse – sie eignen sich allesamt optimal zur Verarbeitung. Auf diese Weise könnt ihr eine Menge Geld sparen. Die Haltbarkeit des fertigen Produktes beträgt bei dunkler Lagerung und luftdichter Aufbewahrung in einem Einweckglas theoretisch ca. 2-3 Monate. Allerdings habe ich mein Mus bisher immer innerhalb eines wesentlich kürzeren Zeitraums verwertet.

Abschließendes Fazit: falls ihr Nussmuse genauso delikat findet wie ich und ihr zu den glücklichen Besitzern eines Hochleistungsmixers zählt, dann versucht euch unbedingt an der hauseigenen Herstellung. Es lohnt sich definitiv! 

Welche Sorte mögt ihr am liebsten? Postet mir gern euer Feedback in die Kommis.

 

Veröffentlicht unter Denkimpulse, Verbrauchertipps | Verschlagwortet mit , , , , , , | 2 Kommentare

Rohköstliche Piña-Colada-Pralinen: clean, vegan, glutenfrei

Eine eklatante Schwäche meinerseits besteht darin, dass mir das „Abarbeiten“ von vorgefertigten Rezepten extreme Probleme bereitet. Ich neige stets dazu diese so zu variieren, dass sich letzten Endes ein komplett anderes Produkt entwickelt als ursprünglich vorgesehen. Aus diesem Grund entstehen meine Kreationen i.d.R. nicht nach einer bestimmten Anleitung, sondern ich lasse mich vielmehr von den Zutaten inspirieren, die gerade in meinem Haushalt vorhanden sind. Das Rezept entwickelt sich dann quasi ganz automatisch während der Zubereitung. Auf diese Weise entstanden auch die folgenden Pralinen:

Zutaten für ca. 15 Stück:

  • 50 g Kokosraspeln + 2 EL zum Wälzen
  • 50 g gedörrte Ananasstücke
  • 50 g Mandeln
  • 3 Datteln
  • ½ TL gemahlene Vanille

Zubereitung:

  • Datteln und Ananas ggf. kurz einweichen, gut abtropfen und mit Zauberstab pürieren
  • ⅔ der Mandeln im Blender mahlen, Rest grob hacken und alles mit Kokos sowie Vanille in Schüssel vermischen
  • Dattel-Ananas-Püree zufügen und alles zu homogenem Teig verarbeiten
  • Hände befeuchten, manuell Pralinen modellieren, in restlichen Kokosraspeln wälzen und diese im TK oder Kühlschrank verfestigen lassen

Et voilà! Wie ihr seht mal wieder eine super simple und schnelle Zubereitung – genau nach meinem Geschmack. Die Komponenten vereinigt ihr innerhalb weniger Minuten zu einem leckeren Teig. Lediglich die Kühlzeit müsst ihr noch überstehen, aber ihr könnt sie ja mit dem Vernaschen einiger Teigreste überbrücken – sozusagen als interne Qualitätskontrolle 😉. 

Dörr-AnanasDie Ananasstücke habe ich aus einer frischen Bio-Frucht hergestellt. Dazu habe ich sie geschält, klein geschnitten und ca. 9 Stunden im Dörrgerät bei 40°C getrocknet. Alternativ könnt ihr natürlich auch fertige Trockenfrüchte verwenden. Hierbei solltet ihr allerdings darauf achten, dass die Produkte nicht geschwefelt werden und keinen zugesetzten Zucker enthalten. Die Kokosraspeln verleihen den Pralinen eine exotisch-liebliche Note. Durch die gehackten Mandeln entsteht ein zusätzlicher Cruncheffekt. Außerdem liefern sie unserem Organismus wertvolle Nährstoffe: u.a. zeichnen sie sich durch einen hohen Gehalt an Kupfer, Zink, Calcium, Magnesium sowie der Vitamine B1, B2, B6 und E aus. Ihr Proteingehalt beträgt beachtliche 25%. Falls ihr keine Mandeln mögt, könnt ihr auch jegliche andere Arten von Nüssen oder Kernen verwenden. Durch die zusätzliche Beigabe von Gewürzen wie Vanille, Ingwer oder Zimt variiert ihr das Aroma nach eurem persönlichen Gusto und unterstreicht die Exotik. Die Pralinen dienten mir gleichzeitig als Bestandteil meiner beiden kleinen Osterteller für Mutti und Oma sowie als Beitrag zu unserem Osterbrunch, der traditionell im Freundes- und Bekanntenkreis stattfindet. Bei meiner Mum kristallisierten sie sich neben den veganisierten Hefehäschen als absolute Nummer 1 heraus und sie hatte ihre Portion im Nu verspeist. Meine Oma konnte sich nicht für einen Favoriten entscheiden. Sie präferierte sowohl den rohveganen Rüblikuchen als auch diese BRAWnies.

Hier noch ein kleiner Gesamtüberblick der österlichen Leckerlies für meine liebsten Herzensmenschen 💚. Weiterhin enthalten: vegane Bruchschokolade mit Dörrobst in Form von Mangos, Ananas und Jackfrucht sowie Bananen- und Birnenchips, welche ich ca. 7-8 Stunden bei 40°C im Revodry dehydriert habe.

Falls ihr sie einmal ausprobiert, dann postet mir gern euer Feedback und eure Fotos auf Facebook oder Instagram. Die Pralinen lassen sich schnell und unkompliziert herstellen und ihr könnt sie nach eurem persönlichen Gusto variieren.

Veröffentlicht unter Rezepte, rohvegan | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 4 Kommentare