Schoko-Nektarinen-Geburtstagskuchen für Oma: zuckerfrei, rohvegan, glutenfrei

Es geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder – vor allem dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. Ich hätte sie fast aufgegeben – unsere Nektarine im Garten, doch meine optimistische Mum verlor nie ihren Glauben an das Pflänzchen – und sie sollte wie sooft Recht behalten. Denn diese Saison lieferte das Bäumchen – pünktlich zu Omas Geburtstag – seine allerersten Früchte. Zwar in relativ überschaubarer Stückzahl, aber dennoch ein kleiner Anfang 😃. Grund genug für uns die beiden freudigen Ereignisse gebührend zu zelebrieren, so dass ich spontan den folgenden Rohkostkuchen kreiert habe:

Zutaten für Springform ∅ 18 cm:

Boden:

  • 50 g Mandeln
  • 50 g Sesam
  • 10 Datteln
  • 2 EL Kokosraspeln
  • 3 EL Sonnenblumenkerne
  • 1 Prise Ingwer
  • 1 Prise Kurkuma
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL Zimt
  • ½ TL Vanille

Füllung:

  • 250 g Cashewmus (ich stelle es nach dieser Anleitung her)
  • 150 g Dattelpaste (nach diesem Rezept)
  • 6 EL Kokosöl
  • 4 mittlere Nektarinen
  • 1 EL Kakaopulver

Zubereitung:

  • Springformboden mit Backpapier auslegen, Kokosöl schmelzen, eine Nektarine entsteinen und in kleine Stücke schneiden
  • Boden: Mandeln und Sonnenblumenkerne im Blender mixen, in Schüssel füllen und mit Sesam, Kokosraspeln sowie Gewürzen vermengen
  • Datteln klein schneiden, kurz einweichen, pürieren und zu trockenen Zutaten geben
  • alles zu homogenem Teig verarbeiten, Boden in Form gleichmäßig verteilen, festdrücken und kühlen
  • geschnittene Nekatrinenstückchen gleichmäßig darauf verteilen
  • Füllung: restliche Früchte entsteinen, ½ Stück zur Deko in Scheiben schneiden und Rest im Hochleistungsmixer pürieren
  • Cashewmus, Dattelpaste und Öl zufügen und alles zu glatter Creme verarbeiten
  • ca. ⅔ davon gleichmäßig auf Boden verteilen und kühlen
  • restliche Füllung mit Kakaopulver mischen, auf erster Cremeschicht verteilen, Deko drapieren und alles durchkühlen

Die Zutaten könnt ihr wie immer nach eurem persönlichen Gusto variieren und substituieren. Anstelle der Nektarinen könnt ihr jegliches anderes Obst nach euren Präferenzen verwenden. Sehr lecker stelle ich mir den Rawcake auch mit Äpfeln, Pfirsichen, Pflaumen oder Birnen vor. Auch die Gewürze könnt ihr austauschen oder komplett weglassen, doch sie liefern eine exotische Note und vertiefen die geschmacklichen Facetten.

Die Basis für die Creme lieferte mir erneut mein Cashewmus, welches ich auf Vorrat herstelle. Alternativ könnt ihr auch Cashews einweichen und diese verwenden. Schoko-Nektarinen-Rawcake6Hier solltet ihr eventuell noch ein wenig Flüssigkeit ergänzen (z.B. Pflanzenmilch oder Wasser), um eine glatte Konsistenz zu erhalten. Bevor ihr die Schichten auftragt, empfehle ich euch, die Torte jeweils kurz im Gefrierschrank zu platzieren, so dass sie bereits leicht durchkühlt. Auf diese Weise erhaltet ihr einen noch besseren Schichteffekt. Geduld gehört in diesem Fall leider nicht zu meinen Stärken. Außerdem wollten meine Mutti und ich den Rawcake unbedingt verkosten. Unser Fazit: umwerfend lecker, extrem fruchtig und wunderbar cremig mit schöner crunchy Textur. O-Ton meiner Mum:

„Der Kuchen schmeckt mir absolut fanny-tastisch.“ 😆

Schoko-Nektarinen-Rawcake7Die Rohkosttorte hält sich ca. 2-3 Tage bei kühler Lagerung. Alternativ könnt ihr sie allerdings auch erneut einfrosten und über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen (dann allerdings am besten ohne Deko). Weder Konsistenz noch Geschmack werden durch den Prozess negativ beeinflusst, so dass ihr den Rawcake auch problemlos auf Vorrat herstellen könnt. Die Zutaten sind für eine 18-cm-Springform ausgelegt. Falls ihr größere Backformen verwendet, findet ihr im Anschluss eine Umrechnungstabelle für die entsprechenden Mengen. 

Umrechnungsfaktoren für Springformen

Wenn ihr das Rezept ausprobiert oder euch Fragen und weitere Ideen auf der Seele brennen, so postet mir gern euer Feedback in den Kommis oder stattet mir einen Besuch auf Facebook und Instagram ab.

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Rohveganer, glutenfreier Apfel-Möhren-Marmorkuchen

Gerade in letzter Zeit wurde ich vermehrt gefragt, woher ich die Ideen für meine Rezepte beziehe. Die naheliegendste Antwort, die wahrscheinlich die meisten von euch erwarten würden (nämlich das Internet), spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Tatsächlich dient mir das reale Leben als Hauptinspirationsquelle. Hierzu zählen zunächst einmal unsere monatlichen Rohkost-Potlucks in Leipzig. Während der Meetings findet ein wundervoller Austausch unter Gleichgesinnten statt, der stets neue Ideen und Anregungen mit sich bringt. Des Weiteren besuche ich sehr gern Messen und Events wie z.B. die Rohvolution, die Veggie-World oder jüngst das Feel-Well-Festival. Auch hier begegnen mir viele großartige kreative Köpfe wie Boris Lauser, Björn Moschinski, Stina Spiegelberg oder Kirstin Knufmann, die immer wieder aufs Neue mit genialen Inputs aufwarten. Doch meine relevanteste Inspirationsquelle ist und bleibt unser Garten – ein Ort der Ruhe und Entspannung, unsere wichtigste Nahrungsgrundlage sowie die spirituelle Verbindung zu meinem Opa, der dieses Ökoparadies vor über 60 Jahren anlegte und uns als sein Vermächtnis hinterließ 💚.

Pünktlich zum Ende der Beerenära starten wir in die Apfelsaison. Unsere beiden Frühsorten „Kornapfel“ und „James Grieve“ haben ihren optimalen Reifegrad erreicht. Parallel ernten wir aktuell u.a. auch fleißig unsere „Bolero“-Möhren. Seit Kindestagen an diente mir die schlichte Salat-Kombination aus grob geraspelten Äpfeln und feiner geriebenen Karotten als Aufbaunahrung nach einem grippalen Infekt oder einer Magen-Darm-Erkrankung. Warum also nicht auch einmal einen leckeren Rohkostkuchen kreieren? 

Zutaten für Springform ∅ 18 cm:

Boden:

  • 100 g Kokosraspeln
  • 4 EL Mandeln
  • 1 Handvoll gefriergetrocknete Maracujastücke
  • 1 EL Kakaonibs
  • 100 g Datteln
  • ca. 2-3 EL Wasser

Füllung:

  • 200 g Cashewmus (hergestellt nach dieser Anleitung)
  • 150 g Dattelpaste (hier gelangt ihr zum Rezept)
  • 50 g Kakaobutter
  • 2 mittlere Äpfel (Sorte: James Grieve)
  • 1 große Möhre (Sorte: Bolero) + 1 mittlere zur Deko
  • 1 TL Zimt
  • ½ TL Vanille
  • 1 Prise Muskat
  • 2 EL Baobab
  • 2 EL Carob
  • Deko: gedörrte Apfelstücke, Möhrenscheiben

Zubereitung:

  • Springformboden mit Backpapier auslegen und Datteln pürieren
  • Boden: Mandeln, Kokosraspeln und Hälfte der Maracujastücke im Blender zermahlen, Zimt, Kakaonibs sowie restliche Maracujas untermischen und mit Dattelpüree zu Teig verarbeiten
  • Boden in Form modellieren und gut andrücken
  • 1 Möhre waschen und grob zerkleinern, andere für Deko in Scheiben schneiden
  • Äpfel waschen und entkernen, alles grob schneiden und im Hochleistungsmixer zusammen mit Möhrenstückchen zu Püree verarbeiten
  • Füllung: Kakaobutter verflüssigen und mit Cashewmus, Dattelpaste, Gewürzen und Fruchtpüree zu homogener Creme verarbeiten, dann Baobab zufügen und erneut mixen
  • Hälfte der Creme auf Boden verteilen
  • restliche Füllung mit Carob mixen, auf Frucht-Schicht verteilen, alles mit Gabel marmorieren, Deko drapieren und durchkühlen lassen

Die Torte hält sich ca. 2-3 Tage im Kühlschrank. Alternativ könnt ihr sie allerdings auch einfrosten (dann ggf. ohne Deko) und einige Stunden vorm Servieren auftauen lassen. Auf diese Weise steht euch ein leckeres und verhältnismäßig gesundes Naschwerk zur Verfügung, denn dieser Rawcake enthält weder Industriezucker noch Gluten. Die Äpfel versorgen unseren Körper nicht nur mit beachtlichen Mengen an Vitamin C, sondern enthalten weiterhin noch Folsäure sowie die essentiellen Mineralstoffe Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium. Verdauungsfördernde Pektine tragen zur Entlastung des Magen-Darm-Traktes bei. In diesem Fall habe ich unsere Sorte „James-Grieve“ verwendet. Sie besticht hauptsächlich durch ihren herzhaft-würzigen Geschmack mit einer ausgewogenen süß-säuerlichen Note im Abgang. Aufgrund des festen Fruchtfleisches und der extrem hohen Saftigkeit eignet sich der Sommerapfel ausgezeichnet für meinen Rohkostkuchen. In Möhren stecken u.a. die Vitamine A (ein Stück deckt hier bereits unseren Tagesbedarf), C und K; die Mineralstoffe Kalium, Zink, Calcium und Eisen sowie Antioxidantien (z.B. Beta-Carotin, Coenzym Q10), die als Radikalfänger zum Schutz der Körperzellen beitragen und oxidativen Stress minimieren. Hier habe ich die Sorte „Bolero“ ins Spiel gebracht. Sie zeichnet sich vor allem durch ihre Lagerfähigkeit sowie extreme Widerstandskraft gegen Krankheiten oder Schädlinge aus und liefert sehr hohe Erträge. Allerdings könnt ihr – wie immer – die Ingredienzien nach eurem persönlichen Gusto variieren.

Für die Zubereitung des Bodens eignet sich eine Küchenmaschine mit S-Messer am optimalsten, doch diese steht mir nicht zur Verfügung, so dass ich die Kokosraspeln und Mandeln im Blender mahle und die Datteln separat püriere. Dann verarbeite ich die Zutaten in einer Schüssel zu einer homogenen Masse.

Die gefriergetrockneten Maracujas könnt ihr auch weglassen. Um im Boden einen Crunch-Effekt zu erhalten, habe ich nur die knappe Hälfte zu Fruchtpulver verarbeitet, der Rest blieb stückig. Ich habe sie gerade für mich neu entdeckt. Die Maracujas liefern eine leicht säuerlich-fruchtige Note im Abgang, die dem honigsüßen Dattel-Geschmack ausgezeichnet entgegenwirkt und mit dem karamellig-fruchtigen Aroma des Baobabpulver, welches gleichzeitig auch eine bindende Funktion besitzt, harmoniert. Hierbei handelt es sich um die Frucht des Affenbrotbaums. Das afrikanische Superfood enthält v.a. die Vitamine B1 und C sowie die Mineralstoffe Kalium, Eisen, Magnesium und Calcium. Der hohe Gehalt an Antioxidantien (z.B. Polyphenolen) unterstützt die Zellregeneration und schützt unseren Körper vor freien Radikalen. 

Alle Zutaten sind für eine 18-cm-Springform ausgelegt. Falls ihr größere Backformen verwendet, findet ihr im Anschluss eine Umrechnungstabelle für die entsprechenden Mengen.

Umrechnungsfaktoren für Springformen

Apfel-Möhren-Rawcake7Falls ihr die Braunfärbung der Äpfel aufgrund der Luftoxidation verhindern möchtet, könnt ihr sie mit Zitronensaft marinieren. Darauf habe ich allerdings an dieser Stelle verzichtet. In der Deko habe ich gedörrte Apfelstückchen verarbeitet. Hierfür habe ich sie entkernt, in Stücke geschnitten und im Dörrgerät über ca. 5-6 Stunden bei 40°C dehydiert – eine optimale Methode, um vor allem Fallobst zu konservieren. Die Gewürze könnt ihr ebenfalls frei nach euren Präferenzen variieren, substituieren oder komplett weglassen. Für mich als Gewürz-Junkie gehört auf jeden Fall zur Möhre eine Prise Muskat und zu den Äpfeln immer Zimt, wodurch das geschmackliche Spektrum erweitert wird. Daraus resultiert letzten Endes ein harmonisch abgerundetes und fruchtig-saftiges Naschwerk mit spritzig-frischer Note im Abgang (durch die Maracujas) und spannenden Crunch-Effekt. Die Kombi aus Äpfeln und Möhren gehörte für mich sowieso seit jeher zu den Alltime-Favorits, so dass ich mit dieser Basis von vornherein auf der geschmacklich sicheren Seite lag – sowohl für die Gaumen meiner Familie als auch meinen eigenen 😋.

Seid ihr an weiteren Rawcake-Rezepten interessiert? Dann verlinke ich euch an dieser Stelle einige meiner vorangegangenen Rohkostkuchen – allesamt inspiriert durch die Erträge unseres Gartens: Kornapfel-Kokos-Traumkuchen, Erdbeer-Muttertags-Torte, Schoko-Erdbeer-Rawcake, Stachelbeer-Eistorte, Johannisbeer-Kokos-Rawcake.

Falls ihr dieses Rezept einmal ausprobiert, dann postet mir gern euer Feedback in den Kommis oder via Facebook und schickt mir eure Fotos Instagram.

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Kornapfel-Kokos-Traumkuchen: rohvegan, clean, glutenfrei

Der Löwentanteil meiner Kreationen entsteht i.d.R. nicht nach einer bestimmten Anleitung, sondern ich lasse mich vielmehr von den Zutaten inspirieren, die mir in Garten und Küche über den Weg laufen. Das Rezept entwickelt sich dann peu à peu während der Zubereitung. Doch die Entstehungshistorie der folgenden Torte unterscheidet sich grundlegend von all den anderen – sie erschien mir vor einiger Zeit im Traum. Just nach dem Aufstehen notierte ich mir sofort die Basiszutaten und fertigte eine entsprechende Skizze an. Allerdings habe ich die Zubereitung ganz bewusst noch ein wenig hinausgezögert – aller Neugier zum Trotz – da ich den Beginn der Apfelsaison im Garten abwarten wollte. Denn im Familienbesitz befindet sich ein wundervoller Schatz alter und unvergleichlich aromatischer Sorten – jede mit ihrem individuellen und einzigartigen Geschmack. Unser Repertoire besteht aus einer idealen Mischung frühreifer, mittelreifer und spätreifer Äpfel, so dass ich – obwohl mir die Umsetzung regelrecht in den Fingern juckte – dennoch geduldig den Reifeprozess unserer ersten Sorte abwartete. Die saftig-säuerlichen „Kornäpfel“ markieren jedes Jahr den Startschuss und können endlich geerntet werden. Höchste Zeit also, um meine „Traumtorte“ in die Tat umzusetzen. An die Mengenangaben für Boden und Füllung habe ich mich wieder Step by Step intuitiv herangetastet bis mich die Konsistenzen zufriendenstellten. Hier also das Resultat des Traum-„ESSperimentes“:

Zutaten für Springform ∅ 18 cm:

Boden:

  • 100 g Kokosraspeln
  • 2 EL Pistazien
  • 3 EL Sesam
  • 3 EL Kakaonibs
  • ½  TL Vanille
  • ½ TL Zimt
  • 5 große Feigen
  • ca. 2-3 EL Wasser (je nach Konsistenz)
  • 1 mittlerer Kornapfel

Füllung:

  • 200 g Kokosmus
  • 10 Feigen
  • 1 TL Zimt
  • 4 mittlere Kornäpfel
  • ca. 150 ml Wasser
  • 2 EL Carob

Deko:

  • 1 Handvoll gedörrte Apfelstücke
  • 1 Handvoll Kokosraspeln
  • 1 Handvoll Pistazien

Zubereitung:

  • Springformboden mit Backpapier auslegen und Feigen mit Zauberstab pürieren
  • Kornäpfel waschen und entkernen, einen in Würfel schneiden und Rest fein raspeln
  • Boden: Pistazien, Sesam und Kokosraspeln im Blender zermahlen, Zimt und Vanille untermischen und mit Feigenpüree sowie Wasser zu homogenem Teig verarbeiten, Kakaonibs zum Schluss unterheben
  • Boden in Form modellieren und gut andrücken
  • Füllung: Kokosmus verflüssigen und mit Feigen, Zimt und Wasser im Hochleistungsmixer zu homogener Masse verarbeiten
  • gemixte Creme in Schüssel füllen, geraspelte Äpfel zufügen und unterheben
  • dünne Schicht Füllung auf Boden geben, darauf gewürftelte Apfelstückchen gleichmäßig verteilen
  • Creme halbieren: Hälfte der Füllung auf Apfelstückchen geben und gleichmäßig verteilen; restliche Masse mit Carob mischen und auf erster Schicht auftragen
  • alles im Kühlschrank oder TK durchkühlen lassen
  • Pistazien für Deko grob hacken und mit Kokosraspeln mischen
  • Torte portionieren und mit Kokos-Pistazien-Mischung sowie gedörrten Äpfeln dekoriert anrichten

Die Torte hält sich ca. 3-4 Tage im Kühlschrank frisch. Alternativ könnt ihr sie allerdings auch einfrosten (dann ggf. ohne Deko) und einige Stunden vorm Servieren im Kühlschrank auftauen lassen. Die Ingredienzien könnt ihr – wie immer – nach eurem persönlichen Gusto variieren. Für die Zubereitung des Bodens eignet sich am besten eine Küchenmaschine mit S-Messer. Diese steht mir allerdings nicht zur Verfügung, so dass ich die Kerne im Blender mahle und die Trockenfrüchte separat püriere. Dann gebe ich alle Zutaten in eine Schüssel und verarbeite sie zu einer homogenen Masse. Je nach Konsistenz muss ggf. noch ein wenig Flüssigkeit zugefügt werden. Der Teig sollte nicht zu bröselig sein, aber auch nicht zu matschig – am besten noch leicht krümelig, aber beim Kneten sollte er dennoch gut zusammenhaften. 

Die Füllung besitzt aufgrund des Pektin-Gehaltes der Äpfel eine relativ zähe Konsistenz. Also wundert euch bitte nicht, dass ihr keine flüssige Creme erhaltet – das passt so. Falls ihr auf den zweischichtigen Effekt verzichten wollt, könnt ihr das Carobpulver auch gleich von Beginn an hinzufügen oder es komplett weglassen. Alternativ könnt ihr auch Kakaopulver verwenden. Die Kornäpfel besitzen eine ganz besondere fruchtig-saure Note, so dass ich verhältnismäßig viel Süßungsmittel in Form von getrockneten Feigen zugefügt habe. Die Menge solltet ihr in Abhängigkeit eurer jeweiligen Apfelsorte adaptieren – lasst einfach euren Gaumen entscheiden. Auch hier könnt ihr die Feigen durch eine gesunde Zuckeralternative eurer Wahl substituieren. Falls ihr die Braunfärbung der Äpfel aufgrund der Luftoxidation verhindern möchtet, dann könnt ihr sie mit Zitronensaft marinieren. Darauf habe ich allerdings verzichtet, da mich erstens die dunklere Farbnuance nicht weiter stört und ich zweitens nicht Gefahr laufen wollte, das fertige Endprodukt zu übersäuern. Meine Äpfel habe ich fein geraspelt, da ich noch ein paar fruchtige Stücke erhalten wollte. Falls ihr jedoch lieber komplett glatte Cremes präferiert, dann könnt ihr sie auch im Hochleistungsmixer pürieren. 

Kornapfel-Kokos-Cake5In der Deko habe ich gedörrte Apfelstückchen verarbeitet. Hierfür habe ich sie zunächst entkernt, in Stücke geschnitten und im Dörrgerät über ca. 4-5 Stunden bei 40°C dehydiert. Da Kornäpfel leider eine schlechte Lagerfähigkeit aufweisen und relativ schnell eine mehlige Konsistenz annehmen (vor allem das Fallobst), eignet sich diese Methode ausgezeichnet zur Konservierung.   

Alle Zutaten sind für eine 18-cm-Springform ausgelegt. Falls ihr größere Backformen verwendet, findet ihr im Anschluss eine Umrechnungstabelle für die entsprechenden Mengen.

Umrechnungsfaktoren für Springformen

Kornapfel-Kokos-Cake6Um die geschmackliche Alltagstauglichkeit meines Traumkuchens zu testen, diente mir  – mal wieder – meine Mutti als Jurorin. Sie versteht es tatsächlich mich immer wieder aufs Neue während der Verkostung auf die Folter zu spannen. Ihre erste verbale Reaktion (aus der Mimik war erneut nichts herauszulesen): „Und diese Zusammensetzung hast du tatsächlich so geträumt?“ Darauf erwiderte ich etwas zögerlich (in der Hoffnung, dass der Rawcake sich nicht zum Albtraum entwickelt): „Naja, ich habe die Basiszutaten für den Boden, die beiden Füllungen und die Deko genauso verwendet wie sie mir vor meinem geistigen Auge erschienen und diese dann entsprechend meines Traumbildes übereinander geschichtet. An die konkreten Mengen habe ich mich dann nach und nach herangetastet.“ Daraufhin betrachtete meine Mum ihr Tortenstück noch einmal detailliert von allen Seiten, stach sich mit der Gabel eine 2. Portion ab, kaute ausgiebig und entgegnete schließlich: „Also ganz ehrlich Fanny, du solltest häufiger und länger schlafen, auf dass dir noch mehr Traumrezepte über den Weg laufen. Der Kuchen schmeckt absolut fantastisch – so wunderbar fruchtig und erfrischend durch unsere Äpfel und in Kombination mit dem Kokos passt es großartig zusammen. Ich nehme dann bitte gleich noch ein Stück.“

Gott sei Dank! Mission erfüllt, Geschmackstest bestanden – dann gönne ich mir jetzt ein kleines Nickerchen. Vielleicht begegnen mir noch weitere Inspirationen 😇.

In diesem Sinn wünsche ich euch süße Träume und viel Spaß beim eventuellen Zubereiten 😴. In dem Fall freue ich mich riesig, wenn ihr mir euer Feedback in den Kommis postet bzw. mir eure Fotos auf Facebook und/ oder Instagram zukommen lasst. 

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Zucchini-Schoko-Orangen-Muffins: clean, vegan, glutenfrei

Jedes Jahr im Juli und August ereilt uns das gleiche Phänomen: wir werden geradezu von der Zucchini-Welle im Garten überrollt. Diese zu den Cucurbitaceae (Kürbisgewächsen) gehörenden Gemüsefrüchte erweisen sich als so extrem ertragreich, dass wir das Ernten, Verzehren und Verarbeiten kaum bewältigen. Ich verspeise Zucchini sehr gern roh und unverarbeitet zur Brotzeit, integriere sie in Salate oder stelle daraus die mittlerweile in der (roh)veganen Szene sehr populären „Zoodles“ (Zucchini-Nudeln) her. Auf diese Weise versorgen sie uns mit hochwertigen essentiellen Inhaltsstoffen wie den Vitaminen A, B2, B6 und C sowie den Mineralstoffen Phosphat, Calcium, Eisen und Magnesium.

Allerdings lassen Sie sich auch ausgezeichnet in Süßspeisen wie z.B. Muffins verwerten. Glaubt ihr nicht? Überzeugt euch selbst: 

Zutaten für 10 Stück:

  • 200 g gut! ausgepresste Zucchiniraspeln
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Mandelmehl
  • 3 EL Kokosraspeln
  • 2 EL Carob
  • 1 TL Backpulver
  • 4 EL Kokosöl
  • 1 Banane
  • 5-6 EL Yaconsirup (je nach Geschmack) oder anderes Süßungsmittel
  • 1 TL Zimtpulver
  • Schale einer Bio-Orange
  • ½ TL gemahlene Vanille
  • 100 ml Cashewmilch (hergestellt nach dieser Anleitung, allerdings ohne Gewürze)
  • 5 EL Kakaonibs

Zubereitung:

  • Backofen auf 180°C vorheizen, Zucchini fein raspeln, Wasser gut ausdrücken und Muffinblech mit Silikonförmchen! bestücken
  • Banane schälen und in hohes Gefäß geben
  • Bio-Orange waschen und Schale abreiben
  • Mandeln und Kokosraspeln im Blender zu Mehl verarbeiten
  • Backpulver und Carob in Schüssel sieben und mit beiden Mehlen, Orangenabrieb sowie Gewürzen vermischen
  • Öl, Cashewmilch sowie Sirup zur Banane hinzufügen und alles mit Zauberstab zu homogener Masse pürieren
  • flüssige Zutaten zur Mehlmischung gießen und alles homogenisieren
  • geraspelte Zucchini und Kakaonibs zufügen und kurz vermengen
  • Teig in Muffinförmchen füllen (ruhig relativ voll) und ca. 25-30 min. backen

Während der letzten Jahre habe ich in der Saison bereits Zucchini-Muffins in sämtlichen Variationen zubereitet – sowohl konventionell als auch clean. Für diese Version habe ich die alten Rezepturen noch einmal intensiver studiert, um sie nicht nur zu veganisieren, sondern auch das Gluten, welches mittlerweile bei vielen Menschen Unverträglichkeiten auslöst, zu eliminieren, so dass das obenstehende Rezept als Kombination aus den früheren Schöpfungen hervorgeht.

Ich muss gestehen: ich bin absolut geflasht! Ich habe in meinem Leben bereits hunderte von Muffins gebacken (die meisten allerdings vor meiner clean-veganen Zeit nach meinem klassischen Grundrezept), doch selten war ich so euphorisch nach einer Verkostung wie bei dieser Kreation. Die Zucchiniraspeln bedingen die extrem saftige Konsistenz des Teiges – ähnlich der eines Brownies. Die Kokosraspeln sowie das Carob zusammen mit dem karamellig-malzigen Sirup bilden eine stimmige Balance zwischen Säure und Süße, so dass die Aromen ausgezeichnet miteinander harmonieren. Die Kakaonibs sorgen durch den (für mich sehr relevanten) Crunch-Effekt für zusätzliche Textur während des Kauprozesses und unterstützen den herb-schokoladigen Geschmack, der wiederum ausgezeichnet mit dem lieblichen fruchtig-süßen Bananenflavor korrespondiert. 

Ihr merkt schon, ich schwebe nach der Verkostung im 7. Muffin-Himmel 😇. Doch ich hole mir stets noch ein 2. Urteil ein. Also präsentierte ich die Kreationen – wie immer – meiner Mutti, der perfekten Testperson. Stets äußert sie kritisch und aufrichtig ihre ehrliche Meinung. Zubereitete Speisen und Snacks, die sie nicht zu 100% absegnet, werden gar nicht erst publiziert. Außerdem gehört sie nicht gerade zu den größten Muffin-Fans, da die kleinen Küchlein für ihren Gaumen oftmals zu trocken daherkommen. Doch diese Exemplare müssten sie doch eigentlich überzeugen, oder 🤔? 

Zucchini-Orangen-Schoko-Muffins5Muttis Reaktion fiel eindeutig aus: „Hmmmm, diese Muffins schmecken ja traumhaft! Wahnsinnig lecker! Absolut fantastisch! Ganz ehrlich Fanny, für mich die besten, die du jemals gebacken hast!“

Wow, ihr Feedback überwältigte mich! Meinen verwöhnten Gaumen konnten sie ja auch absolut begeistern, aber mit diesem immensen Enthusiasmus ihrerseits hätte ich nicht gerechnet. Da traue ich mich ja kaum zukünftig überhaupt noch Muffins zu backen – die können ja fast nur den Kürzeren ziehen 😅.

Zucchini-Orangen-Schoko-Muffins6Ein paar wichtige Anmerkungen zum Schluss: verwendet unbedingt Silikonförmchen! Der Teig besitzt durch den hohen Zucchinianteil eine klebrige Konsistenz, so dass er vermutlich an den Papierförmchen haften bleiben wird. Die Backzeit kann je nach Ofen variieren. Die Muffins sind fertig, wenn sie an der Oberfläche eine leichte Kruste gebildet haben. Bei der Stäbchenprobe kann ruhig noch ein wenig Teig kleben bleiben (ähnlich den Brownies). Ihr könnt sie dennoch entnehmen und auskühlen lassen. Anstelle des Yaconsirups könnt ihr jegliche andere Zuckeralternativen eurer Wahl wie z.B. Dattelsirup, Kokosblütensirup, Agavendicksaft oder Ahornsirup verwenden. 

Mein Fazit: dieses vielleicht etwas ungewöhnlich anmutende Rezept eignet sich für folgende Personengruppen:

  1. Menschen, die Zucchini lieben und gern einmal etwas Außergewöhnliches testen wollen
  2. Menschen, die Zucchini verabscheuen, aber mir einfach vertrauen, dass sie die Zubereitung nicht bereuen werden
  3. Menschen, die den Zucchini neutral gegenüberstehen, die jedoch Wert auf die Zufuhr vollwertiger Lebensmittel legen bzw. sich vegan und/ oder glutenfrei und/ oder clean ernähren oder sich durch eine hohe Experimentierfreudigkeit auszeichnen

Außerdem lassen sich auf diese Weise Personen mit einer rudimentär ausgeprägten Veggie-Affinität – dafür aber mit einer extensiven Passion für Süßspeisen – ganz heimlich, still und leise eventuell doch noch von den Vorzügen von Gemüse überzeugen 😉. In diesem Sinn: viel Freude beim eventuellen Nachbacken!

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Reise in die Rohkostwelt – Workshop in Speyer

Längst mehr als überfällig und vergangenes Wochenende endlich umgesetzt: mein allererster Rohkost-Workshop im Kulinaroh bei Nelly Reinle-Carayon in Speyer! Geprägt durch Opas Permakulturgarten, inspiriert durch die Leipziger Rohkostpotlucks, animiert durch die diesjährige Rohvolution in Berlin – so kurz und prägnant lassen sich meine Erfahrungen auf diesem Gebiet zusammenfassen. Dabei beschäftigt mich die Ernährungsform bereits – allerdings eher latent – seit meiner frühesten Kindheit – dank meines Opas und seiner Passion für das Gärtnern. Während der Saison präsentierte er meiner Familie und mir täglich frisches Obst und Gemüse, welches er liebevoll pflanzte, pflegte und uns erntefrisch servierte. Mit einer immensen Leidenschaft verzehrte ich diese wundervollen regionalen Schätze in riesigen Mengen. Im meinem sozialen Umfeld gehörte ich zu den absoluten Exoten unter den Kindern. Denn deren Veggie-Affinität war zu Gunsten von Fast Food, Schokoriegeln, Gummitierchen und Co. leider sehr rudimentär ausgeprägt. Während des Genusses von Spinat, Brokkoli, Blumenkohl und Co. öffnete sich mein Herz, beim Vernaschen unserer Beerenfrüchte, Kirschen, Äpfel oder Birnen vermochte ich meine Begeisterung kaum zu zügeln. Intensiviert wurde diese Vorliebe nicht zuletzt durch die Leipziger Rohkostpotlucks, an welchen ich seit Dezember letzten Jahres regelmäßig monatlich partizipiere. Während der Rohvolution im März 2017 in Berlin zog mich die Rohkost entgültig in ihren Bann. Dort besuchte ich bereits einige Vorträge und Workshops, um mein Wissen auf diesem faszinierenden Gebiet zu erweitern. Im Rahmen des Events lernte ich viele interessante und inspirierende Persönlichkeiten kennen, zu denen ich mittlerweile eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut habe. Hierzu zählt u.a. auch Nelly Reinle-Carayon. Als Betreiberin des Bistros „Kulinaroh“ in Speyer unterhält sie nicht nur nebenbei ihren eigenen Blog, sondern teilt ihr umfangreiches Wissen und wertvollen Erfahrungen in Workshops und Seminaren mit allen Rohkost-Interessierten. Ein ganzes Wochenende lang erlernten die anderen Teilnehmer und ich in Speyer die Grundlagen der rohköstlichen Nahrungszubereitung und legten selbst tatkräftig Hand bei der Herstellung diverser Gaumenschmeichler an. 

Zu Beginn am Samstag kreierten wir mit Nelly unter dem Motto „ABC der Rohkost – Cool im Sommer“ das folgende Fünf-Gänge-Menü:

  • Rohkost-WS6 2Als erfrischenden Aperitif zum Einstieg wurde ein „Pink-Panther-Smoothie“ – bestehend aus Wassermelonen, Erdbeeren und Minze – gemixt. Und ich gehöre weiß Gott nicht zu den glühenden Anhängern der Saft,- Suppen- oder Smoothiefraktion, doch dieses angenehm kühlende Sommergetränk hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Die Kombi aus Wassermelone und Erdbeeren harmoniert ausgezeichnet, während die Minze für eine spritzig-frische Note sorgt. Fazit: sehr delikat.  
  • Danach widmeten wir uns der Herstellung zweier Rohkostsuppen. Die pikante „Tomaten-Gazpacho“ bestand noch zusätzlich aus Gurken, Paprikas, Zwiebeln, Apfeldicksaft, Zitronensaft und diversen Gewürzen. Für die süße „Rote-Beeren-Gazpacho“ fanden u.a. Tomaten, Erdbeeren, Nektarinen, Himbeeren und Basilikum ihren Weg in den Hochleistungsmixer. Ich muss gestehen: auch hier ließ ich mich sehr gern eines Besseren belehren – nämlich insofern, dass auch Suppen ausgezeichnet schmecken können – gewusst wie 😉.
  • Rohkost-WS17Als Hauptgang kreierten wir eine „Zitronige Brokkolipfanne“ mit Sprossen, Mandeln und Möhren. Getoppt wurde das Ganze mit einer fantastisch-cremigen Cashewsahne – verfeinert mit Zitronensaft, Knoblauch und diversen Gewürzen – mein absoluter Favorit des Tages. Eine perfekte Aromensinfonie für den Gaumen, die ich schnellstmöglich Zuhause zubereiten möchte, um sie meiner Mutti und Oma zu präsentieren. Ich bin überzeugt, dass sie genauso begeistert sind wie ich.
  • Rohkost-WS18Ganz nebenbei entstand noch ein schnelles „Gurken-Minz-Tartar“, welches mich geschmacklich ebenfalls auf ganzer Linie überzeugen konnte. Durch die Kombination aus Gurke mit einem Spritzer Limettensaft und der wunderbar erfrischenden Minze entsteht ein großartiges Zusammenspiel der Aromen, die ausgezeichnet miteinander harmonieren. Auch dieses Gericht werde ich auf jeden Fall Zuhause herstellen – zumal wir geradezu im Garten mit Gurken überhäuft werden und auch meine Pfefferminze fleißig vor sich hin wuchert.

Ein rohköstliches Sommermenü, welches nicht nur mich, sondern auch all die anderen Teilnehmer restlos überzeugen konnte. Diese Farben, diese Vielfalt, diese Geschmacksexplosionen – eine absolute Wohltat für Körper, Geist und Gaumen gleichermaßen! Nelly meinte noch zu Beginn des Workshops, dass wir die Reste gern einpacken und mitnehmen können, doch alles wurde quantitativ genüsslich vernascht. Ich denke, das spricht für sich 😀.

Am Sonntag präsentierte uns Referentin Christin Brockmann ihr rohveganes Tortenparadies. Ich war in der Vergangenheit nie ein Freund von (gebackenen) Kuchen oder Torten – zu süß, zu trocken, zu mächtig. Doch bei saftig-aromatischen veganen Rawcakes kann ich kaum widerstehen, so dass ich bereits in meiner Küche fleißig experimentiert und einige Rohkosttorten – wie z.B. den Erdbeer-Schoko-Rawcake, eine Bananen-„Cascintella“-Torte, einen rohveganen Ananas-Cheesecake oder einen Johannisbeer-Kokos-Rawcake kreiert habe. Doch eine professionelle Anleitung zur Optimierung der Arbeitsabläufe, zum Erlernen relevanter Techniken und zum Erhaschen neuer Inspirationen kann auf keinen Fall schaden – zumal meine Erfahrungen auf dem Gebiet doch noch recht limitiert sind. Im Rahmen des Workshops entstanden innerhalb weniger Stunden vier komplette Rawcakes. Süßmäulchen sowie Fans von exotischen Superfoods oder ätherischen Ölen werden hier genauso auf ihre Kosten kommen wie auch die Cashew-Liebhaber unter euch, denn diese wurden in allen vier Varianten ausgiebig verarbeitet. Daneben lieferte Christin sehr viel informatives Hintergrundwissen über die verwendeten Ingredienzien. Beim ersten Rawcake, den sie uns demonstrierte, handelte es sich um eine „Schoko-Orangen-Torte“, in welcher Superfoods wie ätherische Duftöle, Kakao, Sonnenblumenlecithin als Emulgator und Baobab zum Einsatz gebracht wurden. Hierbei handelt es sich um die Frucht des afrikanischen Affenbrotbaums, welche sowohl eine bindende Funktion besitzt als auch dem Kuchen eine interessante exotische Note verleiht. Direkt auf dem Fuß folgte eine zweischichtige „Blaubeer-Lavendel-Torte“ – bestehend aus einer Zitronen- sowie Lavendelcreme, die ebenfalls mit den entsprechenden ätherischen Ölen aromatisiert wurde. Das dritte Exemplar im Bunde – eine „Erdbeer-Limetten-Torte“ – wurde zusätzlich noch mit den Superfoods Spirulina (dem Pulver einer Mikroalge vom innovativen Startup-Unternehmen PureRaw) und Kurkuma versetzt, welche sich für den optischen Wow-Effekt verantwortlich zeigen. Last but not least folgte der verhältnismäßig aufwendigste Rawcake in Form eines „Walnuss-Reishi-Schokotraums“. Neben Baobab und Lucuma (einer zu Pulver verarbeiteten südamerikanischen Steinfrucht mit cremig-vanilligem Flavor) wurde hier ein Reishi-Latte-Pulver – ebenfalls von PureRaw entwickelt – in die Tortenmasse integriert, welches aus einem der bedeutendsten Heilpilze der traditionellen chinesischen Medizin gewonnen wird. Ein straffes Pensum hatte Christin an jenem Nachmittag zu bewältigen. Doch sie meisterte ihr Programm mit Bravour – genau daran erkennt man eben den Profi 😀. Hier noch einmal die eindrucksvollen Eyecatcher im Überblick:

Christin demonstrierte uns eindrucksvoll, dass man optisch ästhetische Torten mit Hilfe eines Hochleistungsmixers und relativ einfachen Handgriffen in kürzester Zeit problemlos selbst zubereiten kann. Einziger Nachteil der Rawcakes: man benötigt viiiiel Geduld, da sie allesamt noch komplett durchgekühlt werden müssen, um eine adäquate Konsistenz zu gewährleisten. Die Exemplare des heutigen Tages hätten wir somit nicht verzehren können, doch glücklicherweise hatte unsere fleißige Referentin „da mal was vorbereitet“, so dass wir ausreichend versorgt waren und keiner von uns den Workshop mit leerem Magen verlassen musste (alles andere wäre auch Folter gewesen 😉).

Das abschließende Resümee dieses aufschlussreichen Wochenendes: solche Workshops eignen sich nicht nur hervorragend für diejenigen unter euch, die sich den Einstieg in die (vegane) Rohkost erleichtern möchten, sondern für alle, denen ein gesunder Lifestyle inklusive der Zufuhr lebendiger Nahrung zum Wohl des Körpers und Geistes am Herzen liegt, die jedoch gleichzeitig auch nicht auf delikat-„sündige“ Gourmetkost verzichten wollen.  

Für nähere Infos verlinke ich euch hier noch eine Übersicht über die aktuellen Kursangebote des Kulinaroh. Für weitere Impressionen könnt ihr gern auch mal auf meiner Facebook– und Instagram-Seite vorbeischauen.

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Fruchtige Crossover-Saaten-Cookies: vegan, glutenfrei, clean

Gerade jetzt im Juli/ August laufen die Pflänzchen unseres Permakultur-Gartens zur absoluten Hochform auf. Egal ob Gemüse oder Obst – sie erweisen sich als so extrem ertragreich, dass wir mit dem Ernten und Verzehren kaum noch hinterher kommen. Vor allem unsere Stachelbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren sowie bereits die ersten Kornäpfel, doch vor allem die Pflaumen stehen uns im Übermaß zur Verfügung. Hinzu kommt, dass ich eine absolut liebenswerte Patentante habe, die mir stets eine Freude bereiten möchten, so dass sie mir vor einigen Tagen 2 große überreife Bananenstauden und 10 Mangos – sogar in Bioqualität – vorbeibrachte. Natürlich war es sehr nett von ihr gemeint, doch gerade momentan ernähren wir uns im Obst- und Gemüsesektor ausschließlich autark, so dass ich diese exotischen Früchte überhaupt nicht benötige. Als ersten Reflex habe ich zunächst den Löwenanteil im Dörrgerät zusammen mit einem Teil unserer Pflaumen zu Trockenobst verarbeitet, doch heute kam mir während meines frühmorgendlichen Gartenspaziergangs der rettende Geistesblitz: ich integriere sie einfach in Cookies, die ich dann zum Frühstück als eine meiner vielen Weißmehlbrötchen-Alternativen verwende. Gesagt – getan: nachdem ich wieder Zuhause eintraf, durchstöberte ich sofort meine Vorratsschränke, um zu sehen, was mir auf der Küchentour so über den Weg läuft. Daraus entstand schlussendlich folgendes Resultat:

Zutaten für ca. 35 Stück:

  • 50 g gedörrte Pflaumen
  • 80 g gedörrte Mangostücke
  • 3 überreife kleine Bananen
  • 60 ml Cashewmilch (ich stelle sie nach dieser Anleitung her)
  • 5 EL Mandelmehl
  • 1 TL Zimt
  • 2 EL Sesam
  • 50 g Pistazien
  • 50 g Kokosraspeln
  • 1 Prise Salz
  • Ingwer nach Geschmack
  • Kurkuma nach Geschmack

Zubereitung:

  • Backofen auf 190°C vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen und Mandeln im Blender zu Mehl verarbeiten
  • Kokosraspeln, Sesam und Pistazien kurz im Ofen anrösten
  • gedörrte Pflaumen und Mangostücke klein schneiden und kurz in Wasser einweichen
  • Bananen, Pflaumen, Mangos und Pflanzenmilch in hohem Gefäß mit Zauberstab pürieren
  • Pistazien mit Hälfte der Kokosraspeln im Blender mahlen
  • Mandelmehl mit Salz, Sesam, Gewürzen, Kokos-Pistazienmischung sowie restlichen Kokosraspeln vermengen
  • Fruchtmus zufügen und alles zu glattem Teig verarbeiten
  • mit 2 TL Cookies formen, auf Backblech setzen, leicht flach drücken und ca. 15 min. backen (nach ca. 12 min. wenden und kurz von anderer Seite backen lassen)

Et voilà! In weniger als einer halben Stunde habt ihr diese gesunden kleinen Leckerlies zubereitet. Die Zutaten könnt ihr – wie immer bei meinen Rezepten – beliebig nach eurem Gusto variieren. Verarbeitet einfach die Saaten, Nüsse, Kerne oder Trockenfrüchte, welche ihr präferiert. Auch die Gewürze könnt ihr frei nach Geschmack wählen oder komplett darauf verzichten.  

Ich habe sie nur kurz auskühlen lassen, um die Cookies dann sofort im Anschluss zum Frühstück zu vernaschen. Geschmacklich haben sie mich absolut überzeugt (ansonsten hätte ich euch das Rezept gar nicht erst präsentiert 😁). Die fruchtigen Aromen der Obstsorten harmonieren ausgezeichnet mit den Gewürzen und den exotisch-lieblichen Kokosraspeln. Durch den Röstvorgang entfalten die Pistazien und Sesamkörner noch einen zusätzlichen Flavor, der optimal zur Erweiterung des geschmacklichen Spektrums beiträgt. Die verwendeten Bananen sollten bereits einen extrem hohen Reifegrad aufweisen und mit braunen Stellen übersät sein, denn nur so verleihen sie eine ausreichende Süße. Die Ränder der Cookies zeichnen sich durch eine etwas krossere Textur aus, während das Innere durch den hohen Fruchtanteil noch schön saftig und chewy bleibt. 

Ich bezeichne die kleinen Snacks als „Crossover-Cookies“. Crossover deshalb, da sie zwar exotische Mangos, Pistazien, Kokosraspeln und Gewürze enthalten, aber auch unsere heimisch-regionalen Pflaumen nicht außer Acht lassen. 

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Last but not least noch ein kleiner Quicktipp: aus unseren schwarzen Johannisbeeren habe ich eine rohvegan-cleane Chia-Konfitüre nach dieser Anleitung – mit Yaconsirup als Süßungsmittel – hergestellt. Damit habe ich die Cookies dann bestrichen und als eine Art Brötchen-Alternative zum Frühstück verwendet. Ein absolutes Träumchen und ein optimaler Start in den Tag. Aber auch als kleiner Snack zwischendurch eignen sie sich ausgezeichnet, da die Leckerlies komplett auf künstlichen Zucker und Gluten verzichten. 

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Abschließendes Resümee: schnell zubereitet, vollwertig, tierleidfrei, flexibel adaptierbar und extrem einfach in der Herstellung. Nachbacken und variieren unbedingt empfohlen 😘.

Wenn ihr das Rezept in dieser oder einer ähnlichen Version einmal ausprobiert, dann postet mir gern euer Feedback in den Kommis und schickt mir eure Fotos auf Facebook und Instagram.

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Feel Well – das etwas andere Festival mit Wohlfühleffekt

Wellness einmal anders – ein Wochenende zum Genießen, Entspannen und Fortbilden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Aufenthalt in einem 5-Sterne-Luxushotel mit Beauty-Behandlungen und Massageangeboten (was mein Budget bei weitem überschreiten würde und auch nicht meinem Naturell entspricht 😅), sondern vielmehr um eine Messe, die sich mit dem nachhaltigen ökologischen Lifestyle beschäftigt. Ressourcenschonung, Wissensvermittlung und Fairtrade standen hier im Vordergrund. Das Reformhaus organisierte spannende Vorträge und Workshops mit hochkarätigen Referenten sowie Ständen mit sachkundigen Ausstellern aus den Themenbereichen Gesundheit, Fitness, vegane Ernährung, Naturheilkunde, Ayurveda, Meditation, Nachhaltigkeit etc. Komplettiert wurde das Rahmenprogramm durch Showacts wie diversen Lifebands, Songwritern, Kabarettisten oder Magiern. Auch die Interessen der kleinen Besucher wurden berücksichtigt, so dass ein pädagogisch-betreuter Kinderbereich zur Verfügung stand.

Bereits im Vorfeld hatte ich mir einen detaillierten Plan für die nachfolgenden beiden Tage zurechtgelegt. Dort habe ich genau strukturiert, welchen Vorträgen oder Workshops ich beiwohnen möchte und welche Aussteller ich besuchen werde. Ich startete zunächst mit einem kurzen Rundgang über die Messe zur Groborientierung. Dabei verschaffte ich mir einen Überblick über die für mich interessanten und relevanten Stände wie z.B. Rapunzel, Allos, Natura, Schär, Dr. Goerg, Vebu, Reform-Kontor, PureRaw, GranoVita…, die ich im Verlauf der beiden Tage noch intensiver betrachten wollte. Zudem verwöhnte ich meinen Körper, Geist und Seele noch mit einer 20-minütigen Klangmassage, die im Wellnessbereich angeboten wurde 😌.

Ihr ahnt vermutlich bereits an dieser Stelle, dass ich ein wundervolles Wochenende voller großartiger Inspirationen und Impressionen mit spannenden Workshops, Eventshows und Vorträgen erleben durfte. Hier meine persönlichen Highlights:

1. Der Beitrag „Fit, gesund und glücklich“ meiner lieben Freundin Kirstin Knufmann, dem Mastermind hinter dem erfolgreichen Start-Up-Unternehmen PureRaw, markierte für mich den Startschuss. Sie präsentierte uns in ihrer gewohnt eloquenten und souveränen Art wie man mit den Superfoods Algen optimal in den Alltag startet. Im Rahmen dessen zauberte sie nebenbei noch 3 Gerichte, die ihre Ausführungen kulinarisch untermauerten. Es entstanden traumhaft köstliche Zucchini-Meeresspaghetti mit einer fantastischen Nuss-Hack-Sauce, wovon ich gleich mehrere Portionen verspeiste. Daneben demonstrierte sie eindrucksvoll wie man ganz schnell und easy einen rohveganen Vanillepudding ohne Vanille auf Basis von „BOBEI“ kreiert. Als 3. Köstlichkeit servierte sie rohvegane Waldfruchttörtchen, in welchen neben Nüssen, Datteln und Kakaobutter u.a. auch das Spirulina-Algen-Pulver „Magic Blue“ verarbeitet wurde.

2. Immer wieder ein absolutes Highlight: Björn Moschinski mit seiner „Umami-Kochshow“. Selbstverständlich frei von künstlichem Glutamat oder Hefeextrakt, sondern nur basierend auf natürlichen geschmacksverstärkenden Ressourcen wie z.B. fermentierten Pilzen, Algen und Getreide. Uns Veganern ist der Name sofort ein Begriff – gehört der sympathische Björn doch zu den absoluten Koryphäen seines Gebietes. Er demonstrierte wie schnell und einfach eine vegane Remoulade aus Essig, Pflanzendrink, Öl, Chilis und Gewürzen hergestellt werden kann. Dazu reichte er über Nacht gegarte und in veganer Fischsauce (auf Basis einer Dashi-Reduktion, Tamari und Misopaste) marinierte Pilze sowie eine Dashi-Suppe auf Grundlage seines Algenfonds und einer selbst hergestellten Umami-Paste.

3. Die inspirierende Trilogie der „Conscious Culinary Arts“ vom genialen Quartett des Plant Based Institutes, welche durchgängig vom hochqualifizierten Ökotropholgen Niko Rittenau moderiert wurde:

  • Den Anfang hierbei markierte niemand Geringeres als Boris Lauser – Deutschlands bekanntester und sympathischster Raw-Food-Chef. Er beweist, dass fantastische rohvegane kulinarische Köstlichkeiten auch komplett ohne Hitze kreiert werden können. Für uns zauberte er eine Gazpacho mit Tomaten, Erdbeeren, Paprika, Gurken sowie diversen Gewürzen mit einem Cashew-Kokos-Joghurteis. Daneben servierte er noch eine Turbo-Zucchini-Carbonara mit Hefeflocken, Cashews, Kürbis, Süßlupinen-Miso sowie marinierten und gedörrten Rosenseitlingen als Bacon-Ersatz.
  • In der goldenen Mitte der kulinarischen Trilogie begegnete uns Stina Spiegelberg. Jeder in der veganen Szene kennt natürlich die liebenswerte Bloggerin und Kochbuchautorin. Sie präsentierte eindrucksvoll, dass selbst weltbekannte Klassiker der Pâtisserie und internationalen Küche rein pflanzlich und gesund zubereitet werden können. So kreierte sie einen Obstkuchen mit Vanillecreme und einem veganen Biskuitboden. Als 2. Gericht ließ sie uns rohvegane Icepops – bestehend aus Erdnussmus, Bananen, Kokosblütensirup, Kokosöl und geschmolzener Kuvertüre – verköstigen. Ein absolutes Geschmackserlebnis und eine Wohltat für den Gaumen 😋.
  • Den Abschluss der „Culinary Arts“ bildete Buchautor, Permakultur-Gärtner und Profikoch Sebastian Copien. Unter dem Motto „Gemüse ist der Star“ beglückte er unsere Gaumen mit einer traumhaft genialen Geschmackskomposition aus im Ofen geschmorten Blumenkohl mit Umami-Marinade und Mandel-Dattel-Couscous. Dazu wurde ein Rote-Beete-Cashew-Joghurt serviert. Als schnelle Vorspeise mixte Sebastian noch eine Turbo-Kokos-Bananen-Suppe mit einer Einlage aus Kichererbsen und Frühlingszwiebeln.

IMG_33184. Dr. Rüdiger Dahlke war mir durch unsere Leipziger Rohkostpotlucks sofort ein Begriff, denn viele meiner Herzensfreunde gehören völlig zurecht zu den überzeugten Anhängern des populären Humanmediziners und Psychotherapeuts. Seine bahnbrechenden Publikationen wie „Das Schattenprinzip“ oder „Die Krankheit als Symbol“ zieren reihenweise die Bücherregale meiner Mit-Potlucker. In seinem Vortrag „Peace-Food“ analysierte Dr. Dahlke die momentane Ernährungs- und Gesundheitssituation unserer Bevölkerung und betrachtete gleichzeitig die positiven Aspekte einer pflanzenbasierten Kost. Um Körper, Geist und Seele für einen gesünderen Lifestyle ins Gleichgewicht zu bringen, empfiehlt er die Optimierung auf drei Ebenen: Ernährung (frisch, regional, saisonal, vegan, biologisch), Fasten (mit hochwertigem gereinigten Wasser) und Psychosomatik (Yoga, Meditation).

IMG_33205. „Vegan isst gesund“ – so lautet das Credo von Deutschlands meistgebuchten veganen Ökotrophologen Niko Rittenau vom Plant Based Institute. Er versteht es wie kein Zweiter chemisch-klinische Zusammenhänge und Studien in einfacher Weise zu interpretieren und analysieren und somit auch für Laien verständlich darzulegen. Er vermittelt komplexes Fachwissen alltagstauglich und praxisnah. Auf Basis seiner umfangreichen Kenntnisse empfiehlt er eine vollwertige (cleane) und gleichzeitig pflanzenbetonte Ernährung zur Eindämmung unserer bekanntesten Zivilisationskrankheiten und häufigsten Todesursachen. 

IMG_34086. „Aktuelle Tipps aus der Ernährungsmedizin“ lieferte uns Frau Dr. Anne Fleck, eine meiner landesweit am meisten geschätzten und favorisierten Ökotrophologen. Trotz ihres hohen Bekanntheitsgrades (u.a. durch die authentische Erfolgsserie Die Ernährungsdocs) bleibt sie bescheiden, herzlich und bodenständig. Im Rahmen ihres Vortrags erläutert die sympathische Rheumatologin das Prinzip der innovativen Ernährung – basierend auf Zufuhr wertvoller Energie aus gesunden ungesättigten Fetten, Eiweißen, Kohlenhydraten in Maßen, Spurenelementen, Vitaminen und ausreichend Flüssigkeit. Eine entzündungshemmende Kost bildet für sie die Basis unserer Gesundheit. Dabei sollte auch die komplexe Funktion unserer Darmbaktieren auf keinen Fall außer Acht gelassen werden. In diesem wichtigen Verdauungsorgan befinden sich immerhin 70% unserer Immunzellen. Die veraltete Ernährungspyramide der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) bedarf schon seit Langem einer Generalüberholung. Als Alternative – basierend auf den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen – präsentierte sie uns die Harvard-Pyramide.

7. Unter dem Motto „In love with vegan“ kreierte die passionierte Köchin Dimitria Nacos mit tatkräftiger Unterstützung von Vegan-Guru Attila Hildmann zwei Gerichte aus ihrer griechischen Heimat. Im Rahmen dessen entstanden sehr delikate Tomato-Keftedes mit Radieschen-Zaziki – welche ich auf der Show-Bühne bereits vorab exklusiv verkosten durfte – sowie eine rohvegane Bananen-Nicecream, in welcher Attilas Nutwave-Creme integriert wurde. Damit beweist sie absolut eindrucksvoll wie facettenreich und alltagstauglich sich vegane Gerichte gestalten lassen, die mit Sicherheit auch Omnivore begeistern.

Mein Fazit: ein Wellnessprogramm für Körper, Geist und Gaumen gleichermaßen 😊. Erfüllt und beseelt trat ich dementsprechend die Heimreise an – mit vielen großartigen neuen Erfahrungen, Erkenntnissen und Informationen im Gepäck. Alles in allem ein rundum inspirierendes Event, welches meine Erwartungen bei weitem übertraf, wertvolles Wissen und alltagstaugliche Praxistipps vermittelte und einen weiteren Meilenstein auf meiner Reise durch ein positiveres und stressfreieres Leben markiert.

Liegen euch Gesundheit, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung genauso am Herzen wie mir? Dann besucht auf jeden Fall diese wundervolle Veranstaltung beim nächsten Termin. Für nähere Infos schaut einfach mal auf der Reformhaus-Website vorbei.

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